Assassin's Creed: Renaissance (Oliver Bowden)

  • Hallo zusammen. :pfeif4:


    Ich frage mich, ob sich noch irgendjemand den aktuell erschienenden Roman zum Spiel Assassin's Creed 2 gekauft hat. Falls ja - was haltet ihr von dem Machwerk (und anscheinend auch Debut; konnte nämlich nichts weiteres von ihm ausfindig machen) von Oliver Bowden?


    Ich fange mal an mit... Als ich die ersten Seiten las, war ich noch recht begeistert und dachte, die Story (die eigentlich ziemlich was hergeben dürfte) würde gut umgesetzt werden. Bowden trifft zumindest die Charaktere wirklich gut.


    Dann geht es aber los... und das Buch taucht ein ins "Spielgeschehen", was auch heißt, dass die Elemente, auf denen AC beruht, zwanghaft ins Buch gequetscht werden. Sicherlich ist das ein Problem, mit dem einige Romanumsetzungen von Videospielen zu kämpfen haben. Es wirkt aber nunmal weder ansprechend noch spannend, wenn auf einer Seite beschrieben wird, wie heftig der Abstieg eines Turmes im Gegensatz zum Aufstieg ist. Auch das sich zurückfallen Lassen von Ezio im ersten Kapitel wirkte irgendwie... komisch.
    Im Gegensatz hierzu werden einige andere Dinge in ein bis zwei Sätzen abgetan, z.B. die kämpferische Ausbildung durch Onkel Mario. Völlig deplatziert weil zu spielmäßig wirkten auf mich auch die paar Lektionen, die Paola Ezio nach dem tragischen Schicksal seiner Familie beibringt.
    Mein nächster Kritikpunkt wäre die Sprache. Es kommen teilweise Formulierungen vor, die es in dieser Form in der damaligen Zeit sicherlich nicht gegeben hat. Auch die italienischen Sprachfetzen wirken aufgesetzt. Es gibt zwar am Ende ein Verzeichnis, in dem alles übersetzt ist (das meiste kann man ohnehin aus Latein- oder auch Englischkenntnissen ziehen), jedoch frage ich mich, wozu ein Deutsch-Italienisch-Mix gut sein soll. ?(


    Ich muss dazu sagen, dass ich mit dem Buch noch nicht durch bin. Sollte jetzt aber das große Federn sammeln auch im Buch losgehen, damit es Maria wieder besser geht, so fliegt das Buch sofort in die Tonne. Die Truhe mit den Federn schleppt sie ja schon mit sich herum. >_>


    Ich mag den Schreibstil von Oliver Bowden eigentlich recht gern, aber bisher hat mich das Buch doch auf ganzer Linie enttäuscht. Hoffentlich wird es noch ein wenig besser.


    P.S. Wie ich beim Durchblättern bemerkt habe, dreht sich die Story tatsächlich komplett um Ezio und nicht um den eigentlichen Hauptcharakter Desmond, denn der wurde ganz einfach... weggelassen. Die Sprünge zwischen Animus und Gegenwart sind also nicht vorhanden.


    Ebenso wenig verstehe ich, wieso man mit der Reihe nicht bei Teil 1 anfing. Altairs Geschichte finde ich nicht weniger wichtig...

  • Ach da gibts tatsächlich nen Buch zu ja...


    Warum es keine Bücher zum ersten gibt?, naja geschrieben wurden welche ABER veröffentlicht durften sie nicht werden da sich die Nachfahren eines Stammes oder wie man das nennt der Assassinen die zu der Zeit lebten dagegen eingesetzt haben. Somit durfte die Buchserie nie an die Öffentlichkeit kommen, sehr schade eigentlich...


    Habe jetzt leider nur den Wiki Auszug, aber der sagt schon ne Menge auch wenn ich mal nen ausführlicheren Beitrage gelesen hatte:


    Zitat


    Der Verlag Pocket Books hatte angekündigt, Assassin’s Creed als Roman-Trilogie zu veröffentlichen, deren Inhalt vor Beginn der Spielhandlung liegen sollte. Der Titel des ersten Buches hieße Assassin’s Creed Book One: The Invisible Imam und hätte im Oktober 2007 im Handel erscheinen sollen. Der Autor des Buches, Steven Barnes, erläuterte in seinem Blog, dass der Verlag die Romanreihe abgebrochen habe. Grund hierfür seien Unstimmigkeiten mit Mitgliedern der indischen Ismaeli-Gruppe, Nachkommen der echten Assassinen, die mangelnden Respekt für ihre Vorfahren befürchteten.


    Da sich das Buch nur um Ezio dreht finde ich iwie blöd, naja wäre cool wenn du nen Fazit schreibst wenn du es durch gelesen hast ;)

    "What the hell is it? Whatever it is, it's not human..."
    °James Sunderland, Silent Hill 2°

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