Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns

  • Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns


    Von AngelS Wesker und Sarlac


    Kapitel 68: Wenn Agenten Trauer tragen


    Eine beeindruckende Schar von Trauernden hatte sich auf dem Friedhof am hinteren Ende des Umbrella-Testgeländes versammelt, alle waren gekommen um von den vielen geliebten Mitarbeitern, die in dieser Woche verstorben waren, Abschied zu nehmen. Nur dummerweise nicht freiwillig und das merkte man. Die Trauergemeinde saß innig versammelt im Kreis und brüllte und jubelte, denn die meisten feuerten ihren Favoriten beim Mario-Kart-Turnier an.
    Dr. Haus, Leo, Chesty und KingK2000 lieferten sich eine heiße Schlacht und kaum jemand wollte, dass sein Favorit verliert.
    „So, dann werd ich diesem Küchenknilch mal den letzten Luftballon wegschießen.“, grinste Dr. Haus. „Ja, Chef, mach das!“ schrie Case.“ „Nein den Panzer müssen Sie aufheben!“ rief Vormann.
    „Und was meint die Östrogen-Fraktion dazu?“
    „Ich finde das einfach nur barbarisch.“, meinte Dr. Kamerun, die als einzige noch mit verschränkten Armen auf ihrem Stuhl saß und geradeaus starrte.
    „Ich weiß wirklich nicht, wie Sie es mit der aushalten, Case.“ Haus schüttelte den Kopf, während er Leo den letzten Luftballon wegschoss. Mit einem triumphierenden Lächeln grinste er die Küchenriege um Leo und Mrs. Lovett an, doch kurz danach traf ihn selbst ein Panzer.
    „Haha, Frauen werden immer von allen unterschätzt!“ rief Chesty und erhob jubelnd die Hand.
    Vormann schüttelte nur den Kopf: „Ich hab ihnen gesagt, Sie sollen den Panzer aufheben.“
    Haus sah Vormann genervt an: „Aber Case meint sicherlich, dass ich das richtige getan habe, oder?“
    „Ja natürlich denke ich das!“
    „Manchmal glaube ich, ich sollte euch alle feuern und mir einfach drei neue Leute suchen...“
    „Ach, das würden Sie nie tun, wenn ich nicht mehr da bin macht doch keiner ihren Papierkram.“ Dr. Kamerun war ungewohnt schnippisch und blickte weiter zum Rednerpult, an dem T und bacita standen.
    „T, ich beginne langsam mir Sorgen um devilman zu machen.“, sangen die Shobijin und die Motte blickte bekümmert zu Boden.
    „HAHOHUHIHA, warum das denn? Er kann doch sehr gut auf sich selbst achten.“
    „Ja, schon, aber er ist doch immer so schusselig, wenn es heiß wird.“
    „HAHIHAHO! Aber das ist doch kein Grund! Das mit der Hitze ist ja nur dieser dämliche Fluch, ohne den wäre er immer noch der alte! HEHIHAHA. Und Du weißt doch noch, wie er früher war, oder?“
    „Oh ja.“, sangen die Shobijin und blickten verträumt in den Himmel: „Durchtrieben, schurkisch, genial und immer einen Plan in der Hinterhand, er war schon regelrecht unser König.“
    „HEHIHA, na nun übertreib mal nicht, der König wäre wohl immer noch ich, oder?“
    Die Shobijin sahen sich kurz an und rollten mit den Augen: „Aber natürlich, T! Du bist der Größte!“ bacita bemühte sich es nicht sarkastisch klingen zu lassen. „Aber irgendwie finde ich es doof, dass wir die ganze Beerdigung jetzt so abkürzen, immerhin ist ja umb dabei.“
    „HAHEHÄHUHI! Glaubst Du wirklich, dass das einen Unterschied macht, ob wir hier sind oder nicht? Wir wissen doch beide ganz genau, was umb jetzt erwartet und das hier ändert nix dran und wer will schon drei Stunden lang rumsitzen und zu jedem der Trottel da was hören? HOHÖHÜ.“ Mit den letzten Worten hatte T auf die sieben offenen Gräber gezeigt, in denen jeweils ein Plastiksack mit einer Leiche bzw. deren Resten drin lag.
    „Ist schon wahr, T.“ bacita nickte mit allen drei Köpfen. „Außerdem haben wir das ja auch früher nie gemacht und inzwischen ist der Friedhof immerhin schon relativ groß geworden.“


    „HEHE, ja, diese Mitarbeiter sterben auch wie die Fliegen.“, lachte T und bacita stimmte mit ein. „HAHEHIHÖ Außerdem kannst Du ja noch ein Kleinbisschen Abschied nehmen, sobald die Agenten vom DSI...“ in diesem Moment klingelte T’s Handy und er blickte nur kurz auf’s Display. „HAHEHUHO. Wenn man vom Teufel spricht.“
    bacita strahlte ihn freudig an: „devilman hat angerufen, aber wie das denn? Oben ist doch gar kein Telefon.“
    „Nein HAHEHIHO! Ich meinte die beiden DSI-Agenten. Die sind inzwischen da. Alona kommt jetzt mit ihnen hierher.“
    T drehte sich um und wandte sich an alle anderen: „So HUHIHA jetzt ist Schluss mit lustig, das DSI ist da. Alles auf ihre Plätze.“
    „Ach Menno, ich war grade am gewinnen.“, fluchte KingK2000.
    „Und nächste Runde hätte ich spielen dürfen.“, maulte Dawn.
    „HAHEHIHÜ Also wenn ihr euch jetzt nicht bemüht traurig zu sein, müssen wir die Beerdigungen nachher noch wirklich durchführen und ich schwöre euch, wenn ich durch so einen langweiligen Quark sitzen muss, werde ich einigen von euch meinen Bleistifttrick zeigen.“ Sofort sprangen alle auf und rückten die Stühle in eine anständige Reihe hin. Als sie fertig waren, blickten die versammelten Umbrella-Angestellten mit ernster Miene zum Rednerpult und guckten betroffen. Man konnte sogar ein leises Wimmern und schluchzen hören, auch wenn das wohl eher durch die Angst vor dem Bleistifttrick kam (denn jedem Umbrella-Mitarbeiter grauste es davor versetzt zu werden).
    T strahlte: „HOHUHIHÄ So ist’s schon besser!“ dann guckte auch er ganz betroffen und bacita ging ans Rednerpult:
    „Blabliblablablublu“ begannen die Shobijin und setzten dies auch für einige Sekunden fort, in denen es den Anwesenden deutlich schwerer fiel ernst zu bleiben. Als Rebecca und Billy in Begleitung von Alona um die Ecke bogen, stupste T die Motte kurz an und flüsterte: „Gleich sind die Trottel in Hörweite HEHE.“
    Bacita reagierte schnell: „umb war ein tolles Vorstandsmitglied lieb, aufgeschlossen, humorvoll. Wir werden ihn alle sehr vermissen und hoffen, dass er dort, wo auch immer er grade ist, glücklich ist und viele Knochen verbuddeln kann.“
    Da Rebecca und Billy sich inzwischen gesetzt hatten, beschloss bacita, dass es Zeit war, diese Scharade zu beenden:
    „Und damit betten wir auch umb zur letzten Ruhe, weshalb ich ihm sein Lieblingsständchen singen werde.“
    Die Shobijin machten eine kurze Pause und dann ertönte aus ihren Mündern ein lieblicher Gesang.


    Mosura ya Mosura
    Tasukete yo te yobeba
    Toki o koete
    Umi o koete
    Nami no yo ni yatte kuru
    Mamorigami
    Mosura ya Mosura
    Yasashisasae wasure
    Arehateta
    Hito no kokoro
    Inorinagara utau
    Ai no uta


    Als das Lied nach nur wenigen Minuten vorbei war, stellte sich wieder T ans Rednerpult: „Und das war auch schon die letzte Beerdigung. Hinter euch warten die mit Liebe zubereiteten Schnittchen unseres Kochpersonals auf euch, haut rein. HUHIHAHA“
    Das ließen sich die Anwesenden natürlich nicht zweimal sagen und drehten sich zum Buffet um.
    Während sich eine Horde hungriger Umbrella-Angestellter an ihr vorbeidrängte, ging Rebecca auf T zu:
    „Letzte Beerdigung? Das ging aber schnell, für sieben Personen...“
    „HAHÄHÖ Na wir sind doch schon seit vier Stunden hier, Agent Chambers. HEHE Was denken Sie von uns, wir nehmen vernünftig Abschied von unseren Angestellten.“
    „Sie alle waren jetzt seit sechs Uhr morgens hier?“ fragte Rebecca ziemlich ungläubig.
    „Ja, aber sicher doch.“ T lachte zwar nicht, aber er grinste, doch das war normal.
    „Alles klar, T, ich glaube ihnen mal wieder alles.“ Beckys Ton triefte vor Sarkasmus.
    Billy sah T nur entschuldigend an und fasste Rebecca auf die Schulter.
    „Nein, nix da Billy, wir hatten abgesprochen, dass Du heute nur brav im Hintergrund bleibst und die Klappe hältst. Heute macht der Profi die Arbeit.“
    Billy seufzte und stelle sich wieder ruhig hinter Rebecca, die gleich mit ihrer freundlichen Art weitermachte:
    „Sagen Sie mal, wo sind eigentlich die restlichen Flachpfeifen hin? Da fehlen doch welche. Wem muss ich hier die Eier abreißen?“
    „Ihr Kollege und Dr. Samulanskynistkernaginzy fehlen noch, sie sind im Krankenflügel bei Agent Kennedi.“
    „Aha und warum weiß ich da noch nichts von?“
    Billy fasste ihr wieder auf die Schulter: „Becky...“
    „Nein, ich hab doch gesagt, ich mach das hier alleine.“
    Billy griff nach seinem Handy und hielt es Rebecca unter die Nase.
    Becky blickte genervt auf das Display: „Du hast eine SMS von Agent Ryôsuke bekommen? Warum erzählst Du mir sowas denn nicht?“
    „Aber Du hast mir doch den Mund verboten.“
    „Pah, Ausreden! Nichts als Ausreden hört man von dir... Was schreibt er denn?“
    „Agent Kennedi ist vor 5 Minuten verstorben.“
    „Na prima, dann kann der andere Knilch ja gleich mit G-Sam ankommen.“ Rebecca wirkte regelrecht fröhlich.
    „Also Becky, sei nicht so kaltschnäuzig, das war immerhin ein Kollege von uns.“
    „Ach, doch nur ein Austauschagent, wen kümmert das?“, lachte Rebecca und noch bevor Billy etwas sagen konnte, tätschelte sie ihn auf die Schulter. „Und nun sei wieder brav still und texte Ryodingens da, dass er G-Sam rumbringen soll. Kapiert?“
    Billy nickte nur stumm und begann damit Rebeccas Worte im Kopf etwas sensibler umzuinterpretieren.
    „Also!“ Rebecca wandte sich wieder an T. „Wollen wir denn dann alle reingehen, damit ich diesen blöden Mörder endlich dingfest machen kann?“
    „HEHIHÜHA Warum denn reingehen? Heute ist doch gutes Wetter und außerdem steht hier das Buffet, da kann man den Mord doch draußen lösen.“
    „Aber...“ Rebecca stockte, eigentlich hatte sie kein einziges gutes Argument, aber sie wollte doch so gerne alles wie in einem Krimi haben, ein dunkles Zimmer mit schweren Vorhängen und Gewitter... aber na ja, das würde sie wohl sowieso nicht kriegen. Trotzig entgegnete sie nur „..aber hier draußen blendet die Sonne.“
    „HAHEHIHO Dann müssen Sie sich eben eine Sonnenbrille aufsetzen, Agent Chambers. Aber ich kann ja mal nachfragen.“ T drehte sich zum Tisch um: „Hey, Leute, sagt mal, wollen wir reingehen, oder hier draußen bleiben, wo die Sonne scheint und das Buffet steht?“
    „Draußen bleiben!“ riefen alle wie aus einem Mund. Während Rebecca in ihrer Tasche nach ihrer Sonnebrille kramte, drehte sich Domme mit einem Schnittchen in der Hand zu ihr um: „Sagen Sie mal, dauert das heute lange? Ich und mein Kumpel Dawn hier haben ja eigentlich gar nichts mit der Sache zu tun und wir wollten noch gerne zum Flughafen und nach Last-Minute-Flügen gucken.“
    „Aha, ihr zwei wollt also immer noch aus dem Land fliehen, was? Pah! Für euch zwei Bubis lasse ich mir noch extra mehr Zeit.“
    „Aber wir haben mit dem Ganzen hier doch nichts zu tun.“ meckerte Domme weiter. „Dawn will doch nur Schönheitschirurg werden und den Tussis die Euter aufpusten.“
    Rebecca blickte ihn nur kopfschüttelnd an, doch Domme stupste ihr mit dem Ellenbogen in die Seite.
    „Hey, Für dich könnte er ja auch was machen, vielleicht reagieren dann die Männer auch besser auf dich. Hä, hä?“ mit den letzten Tönen stupste Domme Becky sogar gleich mehrfach in die Rippen.
    Rebecca drehte sich zu Billy um:
    „Okay, leg dem Blödmann hier Handschellen an.“
    Billy sah sie nur verwundert an „Aber Becky...“
    „Mach was ich sage!“ blaffte Rebecca nur zurück und unter fluchen und meckern wurden Domme Handschellen angelegt.
    „Man, Du verstehst auch keinen Spaß.“, maulte Domme, während Billy ihn auf einen Stuhl verfrachtete.
    Becky zog die Sonnenbrille endlich aus ihrer Tasche und wandte sich an alle: „Spaß? Spaß? Ihr nehmt das alles auf die leichte Schulter, oder? Wenn ich mir das hier so anhöre und drüber nachdenke, dass ihr lacht, obwohl Christian Jung gar nicht mehr lachen kann, weil er hinterrücks mit einem Kissen erstickt wurde....“
    Rebecca führte die Sonnenbrille an die Nase.


    Rebecca setzte sich die Sonnebrille auf und alle sahen sie nur schweigend an. Nach einigen Sekunden des Schweigens wurde es von T gebrochen: HAHEHIHOHÜ....Erstickt...Da bleibt einem die Luft weg... HIHIHAHA!“ Er prustete vor lachen und plötzlich brach es auch aus allen Umstehenden heraus. „HUHEHÖ wer schreibt ihr Material, Agent Chambers, der ist so gut, der könnte von mir sein. HAHUHAHA“
    Rebecca schrie plötzlich aus vollem Hals „Ruhe! Das ist nicht lustig!“
    Es gab noch einige vereinzelte Kicherer, doch die meisten verstummten. Rebecca drehte sich zu Billy um und nahm ihn beiseite. Billy fragte sich, wie wütend Becky wohl war und machte sich ernste Sorgen. Doch dann nahm Rebecca die Sonnenbrille ab und flüsterte mit einem breiten Grinsen: „Hast Du mitbekommen? Die fanden den Spruch gut, ich hab die halbe Nacht dran gearbeitet. Hehe, ich hatte nicht gedacht, dass gleich alle lachen, mehr so ein verhaltenes Kichern oder so, aber das war’s voll wert.“
    „Und ich hatte schon grade gedacht Du nimmst den Fall wirklich ernst.“ Billy schüttelte den Kopf.
    „Ha!“ lachte Rebecca „Du musst noch viel über mich lernen, Junge.“
    „Aber warum verschwendest Du die Zeit damit dir so einen Blödsinn zu überlegen? Wollten wir nicht in der Nacht den Fall lösen, Becky?“
    „Ach, das haben wir doch fast, wir müssen nur die Fakten noch mal durchgehen, aber dafür hab ich doch unsere Akten hier mitgenommen.“ Rebecca kramte einen dicken Aktenordner aus ihrer übergroßen Handtasche. „Also, was genau stand noch mal im Autopsiebericht?“
    „Den wolltest Du doch lesen!“
    „Was echt? Oh, wie hieß dann noch mal der Autopsie-Fuzzie, der das durchgeführt hat?“
    „Skrubby oder so?“
    „Scooby Doo?“ Becky war etwas verwirrt, aber der Name kam ihr bekannt vor.
    „Nein, Scräbb..“ begann Billy, doch Rebecca hatte sich bereit umgedreht.
    „Und mein erster Zeuge für heute ist Scooby Doo!“
    Alle Anwesenden sahen sie nur mit großen Augen an, dann kam ein vereinzeltes „Wer?“ aus der Menge.
    „Na dieser Autopsie-Knilch.“
    „Ach, Sie meinen mich! Mein Name ist Skrabby!“
    „Wie auch immer... Erzählen Sie mal, was Sie bei der Autopsie so festgestellt haben.“
    „Wieso? Das steht doch alles im Bericht.“
    „Na für die Leute hier, damit alle wissen was so los war, erzählen Sie mir alles fein säuberlich.“
    „Also gut, nach der normalen 1/12-Cesur kam es zu der in Absatz 17 des Berichts erwähnten exoliquiden Öffnung....“
    „Halt! Stopp!“ rief Rebecca. „So verstehen die andern das doch alle nicht, erklären Sie das mal so, als hätte ich den Bericht gar nicht gelesen... Nein, noch besser, erklären Sie es so als hätte ich gar keine Ahnung von diesem ganzen Autopsie-Kram, okay?“
    „Na meinet wegen. Also ganz klar gesagt: Der Christian, der ging mir bei der Autopsie irgendwie genauso auf den Keks, wie im lebendigen Zustand, der hat mir die ganze Bude eingesaut.“
    „Ach, wie kam das denn?“
    „Also als ich den komischen Wackelpuddingkasper aufgeschnitten hatte, floss da irgendwie so ein Haufen türkiser Flüssigkeit aus ihm raus und lief über den ganzen Boden.“
    „Aha, wie kam den sowas?“ Rebecca war ganz interessiert, es war schon fast schade, dass sie dieses skurrile Zeugs gar nicht gelesen hatte.
    „Wie ich ebenfalls in dem Bericht geschrieben hatte...“ setzte Skrabby in einem leicht genervten Ton nach. „...war das vermutlich ein Nebeneffekt seiner kürzlichten Mutation. Jedenfalls schienen alle seine Organe flüssig zu sein oder so. Auf jeden Fall konnte ich eben gar nichts weiter untersuchen, weil alles nur ein grün-blauer Schleim war.“
    „Aber die Todesursache war Ersticken, oder?“ hakte Billy noch mal nach und selbst dafür bekam er einen bösen Blick von Rebecca.
    „Na das würde ich mal vermuten, zumindest waren sonst keine Löcher im Körper, keine Stichwunden oder so, sonst wäre da ja auch Schleim rausgekommen.“
    Rebecca erhob den Zeigefinger: „Er könnte ja auch vergiftet worden sein.“
    Skrabby seufzte: „Ja und wie ich auch in meinem Bericht geschrieben habe, konnten keine Spuren von Gift in dem ausgetretenen Schleim festgestellt werden, genauso wenig wie im Rachenbereich. Sonst noch Fragen?“
    „Ja, eine die viel wichtiger ist, als die Todesursache: Sie sagten, Sie hatten Probleme mit Dr. Jung, als er noch lebendig war. Was war das denn genau?“
    „Ach, der Heini hat mich einfach in den Wahnsinn getrieben!“
    „Warum?“
    „Der wollte sich nicht flachlegen lassen und so...“ blaffte Skrabby nur zurück.
    Rebecca rieb sich das Kinn: „Aha also Sie wollten ihn flachlegen und er war nicht dafür?“
    „Nein, Blödsinn! Ich bin nicht schwul!“
    Rebecca rieb sich weiter das Kinn: „Hmmm... verkappte Homosexualität als Mordmotiv, sehr interessant....“
    „Was? Nein, ich bin kein verkappter Homosexueller.“
    „Nein natürlich nicht.“ Rebecca zwinkerte ihm zu. „Verkappe Homosexuelle geben sowas ja in der Regel zu.“ Wieder zwinkerte Becky.
    „Was? Wovon reden Sie? Sind Sie vollkommen verrückt? Ich bin Hetero und ich hab Sex mit Frauen.“ Skrabby zückte sein Portemonnaie. „Gucken Sie nur, ich hab Fotos, wenn Sie mir nicht glauben!“
    Rebecca warf nur einen kurzen blick in die Geldbörse „Stecken Sie das weg“ dann drehte sie sich zu Domme um „Und warum rückst Du mir so nah auf die Pelle?“
    „Kein Grund.“, erwiderte dieser nur und guckte dem Portemonnaie hinterher, während Billy ihn wieder auf den Stuhl drückte.
    Skrabby streckte den Geldbeutel ein und meinte nur: „Und glauben Sie mir jetzt?“
    „Na, ich sehe nur, dass Sie, wenn Sie ein verkappter Homosexueller sind, wirkliche Komplexe haben... wobei die haben Sie auch als Hetero... Aber dann erzählen Sie mal was so schlimm daran war, dass sich Christian nicht flachlegen lassen wollte, wenn Sie ihn nicht selber nageln wollten. Ist doch nicht ihre Hose.“
    „Na, das war eben nicht normal, als Mann muss man sowas machen und wenn das einer nicht macht, dann wird ich eben wütend.“
    „Wütend genug um zu töten?“ fragte Rebecca in einem dramatischen Ton und noch bevor Skrabby antworten konnte, löste sich im Hintergrund eine Lawine vom Berg und sauste mit einem lauten Donnern den Berg hinunter. Alle drehten sich nur mit großen Augen um und Rebecca hoffte wirklich, dass Skrabby der Mörder war, so einen tollen Effekt würde sie sicherlich nicht noch mal bekommen.

  • echt top :D
    sone situation wie mit dem "verkappten homosexuellen" hatten wir damals mal iner schule mit nem kollegen, alles was er gesagt hat irgendwie gegen ihn auslegen... das war lustig :thumbs5:


    naja, auf jeden fall mal wieder (wie solls anders sein :D) saubere arbeit geleistet ^^

  • @Maiden: Ha, ich wusste doch, dass es noch irgendwen hier im Forum geben wird, der den Mothra-Song erkennt :laugh1: (im Zweifelsfall hätte aber wohl zumindest bacita erkannt.. )
    Naja, AngelS und ich entscheiden uns öfter mal bei Witzen für ziemliche Insider z.B. den außerirdischen Fisch aus dem letzten Kapitel, den vermutlich kaum jemand kapiert hat - es sei denn, er hat das erste Siren auf 100% durchgezockt oder DJ aus Fuzion Frenzy, der vor Ewigkeiten sogar mal ein Bild bekommen hatte, das Spiel sollte wohl (hoffentlich) keiner hier gespielt haben, das ist so ein Dreck... vielleich mach ich mal nen Review dazu :laugh1:


    SiNNeR : Etwas ähnliches war die Inspiration dazu :laugh1:


    Seb : Vielleicht sollten wir mal ein Kapitel lang einfach nur "blabliblablublabla" schreiben, dann kannst Du auch problemlos sagen, dass es schlecht war ;) Aber nimm blos kein Blatt vor den Mund, wir mögen auch Kritik (nur die Leute die uns kritisieren mögen wir nicht :laugh1: )


    CJ : Auf das Bild von Rebecca bin ich übrigens besonders stolz und zwar aus einem Grund, der den meisten (hoffentlich) gar nicht aufgefallen sein wird.
    Nämlich ihren Gesichtsausdruck. Die "echte" Rebecca lächelt und strahlt nämlich auf allen Bildern immer. Aber sowas konnten wir nicht gebrauchen, sie sollte ja "cool" bis "verbittert" gucken, damit der CSI-Joke funktionierte und es zu unserer Becky passt. Deshalb musste ich das Gesicht etwas bearbeiten:



    Wie gesagt, bin ich relativ stolz drauf, weil solche Kleinigkeiten für mich immer irgendwie schwerer sind als so manche große Veränderungen...
    Die Hände z.B. waren wesentlich leichter, die hab ich einfach nur aus dem Promoshot von Horatio genommen (auch wenn ich sie enthaart hab und die Poren etwas verkleiner, damit sie nicht mehr ganz so männlich wirken....)

  • [quote]Original von Sarlac
    Seb : Vielleicht sollten wir mal ein Kapitel lang einfach nur "blabliblablublabla" schreiben, dann kannst Du auch problemlos sagen, dass es schlecht war ;) Aber nimm blos kein Blatt vor den Mund, wir mögen auch Kritik [SIZE=1](nur die Leute die uns kritisieren mögen wir nicht :laugh1: )[/SIZE]
    /quote]
    Naja, das wäre doch ma ne Maßnahme. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich dann unbeliebt mache. Aber es würde doch der Einseitigkeit der ständigen (bisher höchstverdienten) Lobsagungen hier stark entgegenwirken. ;)



    Zu dem Bild:
    Das is mir ja gar nicht aufgefallen :8o:.
    Respekt, kann mir gut vorstellen, dass das echt kompliziert war.

  • Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns


    Von AngelS Wesker und Sarlac


    Kapitel 69: AngelS resigniert


    Mühsam rappelte ich mich wieder auf. Mir war schwindelig und alles tat mir weh. Bis auf meinen Kopf... in meinem Kopf war nur alles merkwürdig taub. Ich stand da, auf zittrigen Beinen und starrte auf die Landschaft vor mir. Das war Raccoon City, doch die Stadt war so elendig nah.
    Ich blickte zur Seite und merkte, dass ich mich nicht getäuscht hatte, es war Sarlacs Stimme gewesen, die ich oben gehört hatte. Er war ganz offensichtlich mit den Berg hinunter gesaust, schließlich war er jetzt hier unten bei mir und mühte sich aus dem Schnee...
    Ich brachte es aber nicht fertig, nach ihm zu sehen. Ich starrte nur in Richtung Stadt und versuchte nicht durchzudrehen. Der ganze, weite Weg umsonst, wir waren wieder am Fuß des Berges. Niemals würde ich es schaffen, rechtzeitig zum Gipfel zurück zu kommen. Es fühlte sich so an, als wäre mein armer Albert weiter von mir weg als je zuvor. Dieser devilman würde schon sehr bald seine Forderungen stellen und wenn ich dann nicht entweder zuhause war, um sie zu erfüllen, oder meinen Schatz vorher befreit hatte, würde dieser gemeine Haustier-Kidnapper meinem Albert sonst was antun.
    Schreckliche Bilder entstanden vor meinem inneren Auge. Bilder von meinem Liebling, eingesperrt in einen winzigen Käfig... irgendwelchen kranken Tier-Experimenten zum Fraß vorgeworfen... als Versuchsobjekt missbraucht... weinend in einer Badewanne sitzend, mit Shampoo in den Augen und niemandem, der es ihm rauswäscht... und wer weiß schon, wozu die Menschen sonst noch fähig wären, wenn ich einmal nicht für meinen Liebling da war...


    Ich schüttelte meinen Kopf, als könnte ich so diese Bilder abschütteln.
    Eine Hand legte sich auf meine Schulter und als ich mich umsah, stand Sarlac neben mir.
    „Bist Du verletzt?“
    Ich schüttelte nur den Kopf. Er sah besorgt aus.
    Im Grunde wusste ich genau, dass es nicht seine Schuld war. Es war nicht seine Schuld, dass Albert entführt wurde, nicht seine Schuld, dass wir uns von dieser Flugzeugabsturz-Sache hatten ablenken lassen, nicht seine Schuld, dass so viele meiner Verdugos tot waren, nicht seine Schuld, dass ich in den letzten Tagen so schlecht gelaunt war, nicht seine Schuld, dass wir gestritten hatten... doch es war so erleichternd gewesen, jemand anderem die Schuld dafür zu geben.
    Ich wollte mich entschuldigen, brachte aber keinen Ton heraus... konnte ihn nur ansehen.
    Doch er schien zu verstehen, was ich wollte. Er nickte verständnisvoll und lächelte.
    Es war zwar schön, dass er meine stumme Entschuldigung annahm, doch dieses Lächeln war ziemlich unpassend. Schließlich war er in derselben, dummen Klemme wie ich. devilman hatte nicht nur Albert, sondern auch Marukka.... das schien er schon wieder vergessen zu haben.
    Allein den Namen meines Purzelchens in meinen Gedanken zu hören, versetzte meinem Herzen einen schmerzhaften Stich. Tränen rollten über meine kühlen Wangen.
    Ich war wirklich nicht die Sorte Mensch, die sich so einfach erpressen lässt. Aber was blieb mir denn anderes übrig, als devilmans Forderungen zu erfüllen? Alles, was ich besaß, hätte ich riskiert und mich weiter gegen Umbrella aufgelehnt... aber doch nicht meinen kleinen Liebling. Alles würde ich für Albert tun. Auf glühenden Kohlen bis ans Ende der Welt laufen, den Pazifik durchschwimmen, mir lebende Bienen in die Hose stecken, Prinz Charles die Ohren waschen... und wenn ich devilmans beknackte Forderungen erfüllen müsste, würde ich auch das tun. Ich konnte nur hoffen, dass Sarlac mir nicht die einzige Chance, mein Schnuckilein wieder zu bekommen, vermasseln würde.
    Also würde ich zusehen, dass ich wenigstens zuhause sein würde, wenn dieser miese Kidnapper sich meldete. Ich wandte mich von Sarlac ab und machte mich daran, meinen Rucksack zu suchen, doch die Lawine musste ihn unter tonnenweise Schnee begraben haben.
    Ganz beiläufig stellte ich außerdem fest, dass von meinen Verdugos nur noch einer zu sehen war. Und dann auch noch ausgerechnet Marvin. Komischerweise machte mir dieser Verlust kaum noch etwas aus. Natürlich war es schade, und ich war mir sehr sicher, dass ich um die 14 braven Tiere, die ich auf dieser sinnlosen Reise verloren hatte, später noch sehr viel trauern würde, doch im Moment galt all meine Sorge nur Albert.
    Der Gedanke an mein Schätzchen stach wie eine glühende Nadel in mein Herz.
    Mein Rucksack war weg, alle Knochen taten mir weh, mir war kalt, ich war übermüdet und ausgebrannt. Zeit, nach Hause zu gehen.
    Ohne auf Sarlac zu achten begann ich, den Berg hinunter zu stapfen.
    „Warte mal, AngelS.“
    Aber ich konnte nicht warten. Wenn ich mich beeilte, könnte ich mich daheim noch ausgiebig, heulend an Alberts Bettchen sitzend, meiner Sorge und meiner Verzweiflung hingeben, bevor devilmans Forderungen kamen.
    Doch Sarlac holte mich ein. Ich hörte seine besorgte Stimme dicht hinter mir. „Was hast Du vor? Sag doch was...“
    Meine Güte... verlangte er wirklich von mir, es auch noch laut auszusprechen? War es nicht schon demütigend genug für mich, es nur zu denken? Mit zitternder Stimme antwortete ich „Was werd ich schon vorhaben? Ich gehe nach Hause und werde brav tun, was immer diese Knackwürste von Umbrella von mir wollen!“ Mehr Tränen schossen mir in die Augen. „...Ich will doch nur meinen Albert wieder haben!“
    Ich konnte Sarlacs Grinsen in meinem Nacken spüren, noch bevor er dazu kam, dümmlich zu kichern. Machte er sich etwa lustig über mich? Vielleicht war es mal wieder an der Zeit, ihn an Marukka zu erinnern... Wütend wirbelte ich zu ihm herum. „Du solltest vielleicht besser das Gleiche tun! Falls Du es mal wieder vergessen hast: devilman hat auch Marukka!“
    Doch Sarlac grinste weiter, ein triumphierendes Blitzen in den Augen. „Ich weiß, dass er auch Marukka hat! Ich weiß sogar noch, wer das ist... Und wir werden rechtzeitig zu devilmans Labor kommen, um die beiden da raus zu holen!“
    Er setzte sich in Bewegung und zog mich am Arm hinter sich her. Hatte er jetzt völlig den Verstand verloren? Wie wollte er denn den ganzen Weg noch rechtzeitig schaffen?
    Ich versuchte, mit seinem Tempo Schritt zu halten und dabei nicht zu stolpern. Er war wohl wirklich verrückt geworden, denn er zerrte mich nicht bergauf, sondern bergab. Und ich verstehe zwar nicht viel vom Bergsteigen... aber ich weiß definitiv, das der Gipfel OBEN ist!

  • Sooo, besser spät als nie. :laugh1:


    Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns


    Von AngelS Wesker und Sarlac


    Kapitel 70: Abschiede und Wiedersehen


    „Hey, Sarlac! Zieh doch nicht so an mir rum, Du Blödmann, ich kann alleine laufen!“
    Sarlac wollte gerade AngelS’ äußerst freundlicher Bitte nachkommen, als sie stolperte und ihr Arm seinem Griff entglitt. Sie kullerte an ihm vorbei den steilen Weg hinunter, doch Sarlac lief unbeirrt weiter. Es würde schließlich auch bald wieder flacher werden, bis dahin konnte sie ruhig ihre Füße schonen und kullern.
    Doch bereits etwas weiter unten war AngelS wieder zum Stehen gekommen und klopfte sich den Schmutz vom Anzug, als er an ihr vorbeihuschte und sie dabei wieder am Arm packte und mitzerrte, was sie diesmal nur mit einem atemlosen „Ey!“ quittierte.
    Sarlacs Beine brannten. Es stimmte schon, dass es anstrengender war, bergab zu laufen. Lange würde er das in diesem Tempo nicht aushalten.
    Doch dann sah er etwas und in seinem Kopf spielte ein kurzer Siegesjingle. Das war natürlich sehr viel besser als geplant.
    Das Dirtbike, mit dem BARRY hergekommen war, glänzte in der schwachen Sonne wie ein Wink aller Glücksgötter zusammen. Sarlac ließ AngelS’ Arm los und trat an das Fahrzeug heran. So wie es aussah, war es noch intakt und durchaus fahrtüchtig.
    „Sag mal, musste das sein? Du hättest mir fast den Arm ausgekugelt!“ AngelS stand hinter ihm, die Fäuste imposant in die Hüften gestemmt und mit skeptisch hochgezogenen Augenbrauen. „Das ist BARRYs, oder?“
    „Gut beobachtet.“ Sarlac konnte nicht aufhören zu grinsen. Er liebte es einfach, wenn er Glück hatte... „BARRY hat es zwar, glaube ich, auch nur von einem Kollegen geliehen, aber jetzt leihen wir es uns.“
    „Du meinst, wir stehlen es?“ AngelS sah ihm noch immer skeptisch über die Schultern.
    „Nicht so wirklich. Wenn wir irgendwann Zeit haben, bringen wir es BARRY zurück und der kann es dann seinem Kollegen wiedergeben.“ Ohne zu beachten wie AngelS mit den Augen rollte, griff Sarlac in seine Tasche und zog einen Spatel heraus. Doch wie so oft war AngelS noch nicht mit nörgeln fertig. „Okay, also stehlen wir es nicht. Wäre ja auch eigentlich egal. Aber dir ist schon klar, Herr von und zu Superschlau, dass BARRY das Ding hier abgestellt hat, weil man damit nicht weiter nach oben kommt?“
    „Natürlich weiß ich das. Aber wir wollen ja auch gar nicht auf den Gipfel.“ Das diese Frau aber auch nie verstehen konnte, was er vorhatte. Er griff erneut in seine Tasche und zog eine Visitenkarte hervor, die er AngelS reichte. „DA fahren wir hin.“ Dann widmete er sich wieder dem Dirtbike.
    AngelS warf nur einen kurzen Blick auf die Karte. „Ach ja, kenn ich. Aber das ist in der Stadt.“
    „Ja.“
    „Das ist nicht mal in der Nähe des Gipfels.“
    „Ja.“
    „Hast du jetzt völlig den Verstand verloren?“
    „Ja.“ Sarlac schüttelte kurz den Kopf. „Ich meine „Nein“! Natürlich nicht. Vertrau mir einfach.“
    AngelS atmete tief durch. „Also gut. Aber unter Vorbehalt. Nur wie kriegen wir das Bike zum Laufen?"
    Mit einer beiläufigen Handbewegung zeigte Sarlac ihr seinen Spatel. „Damit.“
    „Natüüürlich.“ Sie schlug sich in einer übertriebenen Geste mit der flachen Hand gegen die Stirn. „Der allmächtige Spatel! Wie konnte ich nur so dumm sein?“
    Das Motorengeräusch des Dirtbikes ließ mit einem Schlag allen Spott aus AngelS’ Gesicht weichen. Sarlac drehte sich in stillem Triumph zu ihr um. „Das ist ein Modell von Liberty City Motors. Das könnte ich sogar mit einer Orange kurzschließen.“
    AngelS stutzte. „Okay. Ich hab nix gesagt.“ Sie verschränkte immer noch zweifelnd die Arme vor der Brust. „Aber das Du in die Stadt fahren willst um auf den Gipfel zu kommen macht immer noch keinen Sinn für mich.“
    Sarlac schwang sich auf das Dirtbike und sah sie entschlossen an. „Vertrau mir einfach. Ich weiß was ich tue. Du wirst deinen Albert wiederbekommen und ich meine Marukka. Und dann zeigen wir den restlichen Umbrella-Pfeifen, was passiert, wenn man sich mit Sarlac und AngelS Wesker anlegt!“
    AngelS zog skeptisch eine Augenbraue hoch. „Okay, das klingt vielversprechend...“ sie wollte gerade ebenfalls auf das Bike steigen, als sie noch einmal inne hielt. „Warte mal...“
    Sarlac verdrehte die Augen. „Was denn jetzt noch?“
    Sie zeigte auf den Weg, den sie gerade heruntergekommen waren. „Marvin...“ Der Verdugo stand ein paar Meter weit von ihnen weg und schaute ein wenig verloren drein.
    „Oh nein. Vergiss es. Der passt beim besten Willen nicht mehr auf das Bike!“
    AngelS winkte ab. „Keine Sorge. Ich... gib mir einfach ’ne Minute.“
    „Aber wirklich nur eine Minute!“ seufzend wandte Sarlac sich ab und steckte seine kühlen Hände in die Tasche. Er konnte sich vorstellen, was AngelS vorhatte und er konnte sich vorstellen, das es ihr schwer fallen würde. Da wollte er sie also lieber in Ruhe machen lassen und sie nicht drängen. Das würde wahrscheinlich nur wieder Streit provozieren. In seiner Tasche ertastete er das kleine Radio, das er noch von AMR hatte.
    AngelS war zwischenzeitlich zu Marvin herüber gegangen und zupfte nun verlegen an dessen Pullover herum. „Marvin, mein braver Junge... ich... wir... Wir können dich leider nicht mit zurück in die Stadt nehmen.“
    Neugierig blickte der Verdugo sein Frauchen an, das ihn nun nachdenklich hinter seinem Ohr kraulte. „Es wäre wohl das Beste, wenn du einfach hier bleibst, Marvin. Hier draußen...”


    Born free, as free as the wind blows
    As free as the grass grows
    Born free to follow your heart


    Sarlac hatte das Radio eingeschaltet, um nicht den Eindruck zu erwecken, er würde lauschen. Er hörte zwar noch immer, was AngelS sagte, doch nun war es nicht mehr allzu offensichtlich. Sie zauberte ein Verdugo-Leckerli aus den Untiefen ihres Anzugs und reichte es dem Marvin, der es ihr gierig und Schwanzwedelnd aus den Fingern pflückte. „Das passt ja, Marvin. Das war das letzte, das ich dabei hab...“ sie tätschelte seine Wange.


    Live free and beauty surrounds you
    The world still astounds you
    Each time you look at a star


    „Ich weiß, ich hab immer über dich geschimpft. Sogar schlachten wollte ich dich...“ AngelS wischte sich eine Träne von der Wange. „...Aber was musstest Du dich auch immer zum Melken unter die Weibchen drängeln? Selbst schuld, Du dummer Junge.“ Bei dem letzten Satz lachte sie wehmütig auf. Sarlac begann peinlich berührt die Melodie aus dem Radio mitzusummen.


    Stay free, where no walls divide you
    You're free as the roaring tide
    So there's no need to hide


    Ein letztes Mal umarmte AngelS ihren Verdugo. „Mach’s gut, Marvin. Ich hoffe, Du kommst da draußen gut klar.“ Sie ließ das Tier los und zupfte noch einmal seinen Pullover zurecht. „Pass auf dich auf, Marvin.“ Dann trat sie einen Schritt zurück doch der Verdugo sah sie nur fragend an. „Na los... Geh schon! Du bist frei!“
    Als Marvin keine Anstalten machte, loszulaufen, drehte AngelS sich ruckartig um und stürzte sich regelrecht hinter Sarlac auf das Dirtbike. „Los! Fahr schon!“
    Er ignorierte ihren Befehlston mit tränenerstickter Stimme und setzte das Gefährt in Bewegung.
    Nur wenige Meter weiter drang ein gepresstes „Steht er immer noch da?“ an sein Ohr.
    Sarlac warf einen kurzen Blick nach hinten und sah Marvin gerade noch mit freudigen Luftsprüngen im Wald verschwinden. „Nein. Er ist weg.“


    Born free, and life is worth living
    But only worth living
    'cause you're bo…
    Sarlac packte das Radio und warf es so weit er konnte von sich weg und eine Böschung neben dem Weg hinunter. „Gott, ich hasse dieses Lied!“


    Ungebremst raste das Dirtbike das letzte, flach abfallende Stück des holprigen Wanderwegs hinunter und nur mit Mühe konnte Sarlac es noch rechtzeitig vor der quer verlaufenden Straße, in die der Weg mündete, zum Halten bringen. Die Fahrt hatte ihn gut durchgeschüttelt, und das so kurz nach dem Rutsch mit der Lawine. Er atmete tief durch, als AngelS ihm von hinten auf den Rücken klopfte. „Warum hältst du an? Los! Fahr! Nicht erst andere antreiben und dann selber Pause machen!“
    Sarlac wandte sich zu ihr um so weit es seine Anatomie zuließ. „Warte doch mal kurz. Erst mal muss ich mich doch orientieren. Ich glaube, wir sind in der Nähe vom Park... Ich will den kürzesten Weg nehmen. Aber ich müsste auch noch kurz an einem Geldautomaten vorbei.“
    AngelS verdrehte die Augen. „Am einfachsten wäre es, hier rechts zu fahren und dann über die Ivy Street runter zur Raccoon Street. Von da auf die Warren, am RPD vorbei und dann in Uptown auf die Ennerdale Richtung Westen. Aber da gibt’s oft Stau und es wimmelt nur so von Ampeln und Baustellen. Mal ganz davon abgesehen, dass es sicher nicht gut wäre, mit einem quasi gestohlenen Dirtbike direkt am RPD vorbeizurauschen. Deshalb wär’s zwar weiter, aber schneller, erst über die Good Street zur Ennerdale runter und dann das Zentrum zu umfahren indem wir über die kleinen Straßen die Davies, Fox und Jack kreuzen und uns wieder zur Ennerdale hocharbeiten. Ein Geldautomat, weshalb auch immer Du mit so was Zeit verschwenden willst, ist an der Ecke Ema und Ennerdale.“
    Mehr als ein „Äääh...“ brachte Sarlac darauf im ersten Moment nicht hervor.
    Seufzend zeigte AngelS auf die Straße vor ihnen. „Fahr da einfach links.“
    Sarlac setzte das Dirtbike wieder in Bewegung und tat, wie ihm aufgetragen, während AngelS ihn gegen das Schulterblatt boxte und „Links! Links!“ krähte.
    Er fuhr so schnell wie es der Verkehr zuließ. Oder besser gesagt, wie es seine Konzentration zuließ, denn AngelS’ Richtungsangaben wurden stets mit mindestens einem harten Schlag auf seine Schultern begleitet. Sie krähte: „Links!“ und boxte ihn so lange, bis endlich die nächste Abzweigung nach links kam. An der nächsten Kreuzung krakeelte sie: „Hier rechts! Jetzt fahr schon rechts!“, und wieder malträtierten ihre spitzen Knöchel seine Schultern. Er hatte ein wenig das Gefühl, dass sie nicht wirklich so genau wusste, wo sie gerade waren, denn schließlich bogen sie in die Ivy Street ab, von der AngelS doch abgeraten hatte.
    Sie überquerten den Fluss und AngelS’ Stimme beim Rufen der Richtungsangaben wurde immer verzweifelter. Sarlac fühlte sich stark dazu verführt, sie aufzuziehen, weil sie sich offensichtlich verfranst hatte, doch bei dem Gedanken an seine ohnehin schon schmerzenden Schultern ließ er es doch lieber sein.
    So langsam fragte er sich, ob man ihr ihren Albert wirklich wieder aushändigen sollte. Wenn sie mit dem armen Kerlchen auch so umsprang, konnte es einem nur Leid tun. Da wurde er bei devilman sicher besser behandelt. Zumindest sollte man das mal vom Tierschutzbund prüfen lassen.
    Und als hätte sie seine Gedanken gelesen, hörte sie plötzlich auf, ihn zu schlagen. Anscheinend wusste sie endlich, wo sie waren. Ihre Ansagen wurden plötzlich viel klarer und machten auch mehr Sinn. Was auch langsam Zeit wurde, immerhin hatten sie den Fluss nun schon dreimal in verschiedenen Richtungen überquert. Er kannte die Stadt zwar auch recht gut, doch hier in der Vorstadt sah jede Straße irgendwie gleich aus.


    Er konnte es ihr also nicht einmal verübeln, dass sie sich da ein paar Mal vertan hatte.
    AngelS’ Ansagen führten sie jetzt sehr zielgerichtet genau den Weg entlang, den sie zuvor als den besseren beschrieben hatte und als sie kurz nach der mittlerweile vierten Überquerung des Flusses einen kreuzenden LKW abwarten mussten, wandte er sich zu ihr um. Ihre Augen waren vom Weinen gerötet, doch ihr Gesichtsausdruck war durchaus triumphierend.
    Er setzte ein schelmisches Grinsen auf, damit sie wusste, dass er sie nur ein wenig necken wollte. „Weißt Du, ich find’s gut, dass Du eingesehen hast, dass wir auch nicht schneller voran kommen, wenn du mir die Schultern zertrümmerst.“
    Sie winkte mit einer beiläufigen Handbewegung ab. „Ja... ein wenig Psychologie und schon kommt man ans Ziel.“
    Sarlac runzelte die Stirn. Was daran, keine rohe Gewalt anzuwenden, Psychologie sein sollte, verstand er nicht so ganz. Wahrscheinlich verwechselte sie da wieder irgendwas. Er blickte wieder auf die Straße und fuhr weiter.
    Wie ein wandelnder Stadtplan scheuchte AngelS ihn durch kleine Straßen und enge Gassen. Sie kreuzten die Davies Street, indem sie durch eine Lücke in dem Stau vor einer Baustelle huschten und erst an der Jack Street mussten sie noch einmal den Verkehr abwarten. Ungeduldig zeigte AngelS auf eine kleine Gasse. „Fahr hier einfach links und da vorn rein. Das geht genauso schnell und Du musst nicht auf den Gegenverkehr warten.“
    Sarlac war erstaunt, wie gut sie sich auskannte. Er setzte das Dirtbike wieder in Bewegung und bog links ab. „Sag mal, Du kennst hier wohl echt jeden Schleichweg.“
    „Na, kein Wunder. Bei all der Zeit, die ich im Stadtarchiv verbracht habe.“
    „Das Stadtarchiv? Hast Du da mal gearbeitet?“ Es gab wirklich einiges, was er noch nicht über sie wusste.
    „Nein. Hier rechts rum.“ Sie wartete kurz, bis er rechts abgebogen war, dann sprach sie weiter. „Ich hab da gewohnt.“
    Sarlac bremste scharf um einer alten Dame auszuweichen. „Gewohnt? Man kann doch nicht im Stadtarchiv wohnen.“
    „Da vorn noch mal rechts.“" AngelS zuckte mit den Schultern. „Klar kann man. Geht doch eh nie jemand hin.“
    Sarlac schüttelte kurz den Kopf und bog erneut rechts ab, während AngelS weiter sprach. „Und na ja, mein Bett stand in der Abteilung für lokale Geographie und mein Klo in der Abteilung für allgemeine Stadtgeschichte. Beides Orte, an denen man recht viel zum Lesen kommt, verstehst Du? Jetzt links. Ich bin da auch nur ausgezogen, weil mir dann mein erster Verdugo zugelaufen ist und ich beschlossen hatte, eine Zucht zu gründen. Hach, der gute alte Right Hand. Was für ein prächtiges Tier. Ich war sofort fasziniert von ihm. Hier rechts.“
    Sarlac schlängelte sich durch ein paar Fußgänger. „Er ist dir einfach zugelaufen? Hat den denn niemand vermisst? Schließlich gibt es hierzulande keine wild lebenden Verdugos.“
    „Jetzt noch mal links. Es hat sich zumindest nie jemand gemeldet. Wahrscheinlich wurde er illegal eingeführt oder er kam als blinder Passagier per Schiff oder Flugzeug.“


    „Du weißt schon... wie eine Vogelspinne im Bananenkarton oder so.“
    Nun, so könnte es wirklich gewesen sein. Sarlac bog auf AngelS Ansage hin schräg rechts ab und konnte ein gutes Stück weiter vorn schon die Ennerdale Street sehen. Sie waren jetzt fast da.
    Nur wenige Minuten und einen kurzen Stopp beim Geldautomaten der Sparda-Bank -den AngelS mit einem gefährlich sarkastischen „Bringst Du mir was mit?“ kommentiert hatte- später, lenkte Sarlac das Dirtbike über einen schmutzigen Bürgersteig auf einen mit Unrat übersäten Rasen vor einem baufälligen Haus.
    Skeptisch beäugte er das marode, mehrstöckige Gebäude. „Bist Du dir ganz sicher, dass wir hier richtig sind?“
    AngelS rümpfte die Nase und stieg von dem Bike ab. „Die Straße stimmt auf jeden Fall.“ Sie warf einen kurzen Blick auf die Visitenkarte, die Sarlac ihr zuvor auf dem Berg gegeben hatte. „537. Da vorn war die 539, also muss das hier richtig sein.“
    „Gut, vielleicht sieht es von innen besser aus.“ Sarlac glitt ebenfalls von dem Gefährt und stellte es gewissenhaft ab.
    Sie stiegen ein paar Stufen zur Haustür hoch und Sarlac klopfte an. Kurz darauf waren Schritte im Haus zu hören, so als ob jemand sehr enthusiastisch eine Treppe heruntertrampeln würde, und dann wurde die Haustür geöffnet.
    „Na, wenn das mal nicht der gute Herr Sarlac ist. Und das Fräulein AngelS hat er auch gleich mitgebracht. Welch Glanz in meiner Hütte.“
    Sarlac war erleichtert. Es war ihm zwar ein wenig unangenehm, gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, doch die Zeit drängte ein wenig. „Tyler, gut dass Du da bist. Es ist wirklich wichtig. Ich komme grade von Hinten und ich muss...“
    Tyler blickte kurz hinter sich ins Haus, dann unterbrach er Sarlac. „Aber da müsste die Tür doch offen sein. Ihr hättet einfach reinkommen können. Ich hab nichts zu verbergen.“
    Sarlac blickte ihn verdutzt an. „Nein. Nicht von hinterm Haus. Von Hinten. Von oben vom Berg.“
    Verwirrt schüttelte Tyler den Kopf. „Was denn nun? Von vorn, von oben, vom Berg oder was?“ Abwechselnd blickte er Sarlac und AngelS an, die jedoch auch nur mit den Schultern zuckte. „Frag mich nicht, Tyler. Ich weiß auch nicht, was er vorhat.“
    So langsam fragte Sarlac sich, ob er vielleicht Suaheli sprach. „Ich spreche von Hinten vom Berg. Eine junge Frau, die ich oben auf dem Berg getroffen habe, die Hinten heißt. Ist das denn so schwer? DIE Hinten. Sie hat mich zu dir geschickt.“
    Stirnrunzelnd blickte Tyler ihn an. „Tut mir wirklich leid, aber ich kenne niemanden, der so heißt.“
    Sarlac spürte alle Augen auf sich ruhen, eine Erklärung verlangend. Aber was sollte er da erklären. Er hatte sich das im Lustigen Bergsteiger doch nicht eingebildet. Und er wusste auch genau, dass der Name der Frau Hinten war. Erlaubte sich Tyler einen Scherz, oder war es sein Verstand, der ihm einen Streich spielte? Er schloss kurz fest die Augen, um einen Moment nachzudenken, doch dann spürte er eine Hand auf seiner Schulter. „Du siehst nicht besonders gut aus. Komm, trink erst mal einen Kaffee, dann erklärst Du noch mal ganz genau, was Du willst.“ Tyler zog ihn ins Haus und AngelS folgte ihnen.

  • :D Okay, endlich mal reingelesen und ich muss sagen: Seeeeeeehr gute Arbeit! Die Gespräche kann man sich echt gut vorstellen >D


    Aber der Zeitungsausschnitt von "Some Washington Newspaper" hat mich dann doch mehr zum lachen gebracht ;D


    Du hast´n geilen Schreibstil! Immer so weitermachen! XD

  • Danke, danke. :D Schön zu hören.
    Und toll, das auch mal Bilder von mir das Wohlgefallen der Leserschaft erregen. :bigfinger:
    [SIZE=1]Und der Zeitungsausschnitt ist auch auf meinem Mist gewachsen. XD Da durfte Sarlac nur den Verdugo einfügen und ein ganz kleines bisschen nachbessern. YAY[/SIZE]

  • ausgezeichnetes kapitel lady angel :thumbs5:
    finds echt lustig, dieser "traurige" abschied von marvin, woraufhin er kurze zeit später vor lauter freude in den wald rennt :laugh1:


    und der zeitungsausschnitt is wirklich sehr gelungen :D


    ganz großes kino, weiter so :thumb3:

  • So, da eine gewisse Person grade mit Abwesenheit glänzt (ich nenne mal keine Namen, das wäre unfair AngelS gegenüber) gibt es die zweite Hälfte des heutigen Kapitels mal von Marukka :D


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    Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns


    Von AngelS Wesker und Sarlac


    Kapitel 71: Alibis, nichts als Alibis...(Teil 1 von 3)


    Die Lawine setzte sich und Rebecca blickte Skrabby mit einem triumphierenden Grinsen an: „Na, hat die Katze ihre Zunge verschluckt?“
    „Was? Wovon reden Sie?“ Skrabby wusste gar nicht wie ihm geschah.
    „Ich habe Sie gefragt, ob Sie wütend genug waren um zu töten. Oder war das zu kompliziert?“ Rebecca erhob die rechte Hand und zeigte auf Skrabby: „Du!“ sie fuhr mit dem Zeigefinger über ihren Hals „Tot gemacht!“ Sie erhob die Akten des Falls, den sie mitgebracht hatte und wedelte damit „Dr. Jung!“
    „Was? Nein! Wie kommen Sie auf den Quatsch?“
    „Sie hatten offensichtlich was gegen ihn, das ist Motiv genug für mich! Billy führ ihn ab!“
    Skrabby schüttelte wie wild den Kopf: „Was? Aber ich war doch gar nicht da, als der grüne Hampelmann den Löffel abgegeben hat.“
    Rebecca stutze: „Sie waren nicht da?“
    „HAHAHEHI, Nein, war er nicht!“ lachte T von der Seite.
    „Mischen Sie sich nicht ein!“ blaffte Becky zur Seite.
    „Aber er kann es bezeugen!“ Skrabby zeigte mit zitternder Hand auf T. „An dem Tag hatte ich nämlich frei und T musste mich dann nachmittags anrufen, damit ich die Autopsie überhaupt durchführen konnte.“
    Rebecca begann lauthals zu lachen und Skrabby konnte nicht anders als dumm zu gucken, er wusste nämlich nicht, was daran komisch sein sollte. Becky beruhigte sich nur langsam und wischte sich eine letzte Träne aus dem Augenwinkel: „Dass Sie frei hatten heißt das ja noch lange nicht, dass Sie nicht trotzdem hierher gekommen sind und ihn einfach so erstickt haben, oder haben Sie etwa ein Alibi?“
    Skrabby blickte etwas verzweifelt drein und kratzte sich am Kopf, dann führte er seinen Zeigefinger an die Lippen: „Hab ich sogar... ich bin morgens noch früh aufgewacht und hab erst mal mit meiner Polystation3 gespielt, aber dann fiel mir irgendwie auf, dass was fehlte, weil diese Spiele, die haben einfach nicht das gewisse Etwas... Sie wissen schon...“
    „Nein weiß ich nicht.“ seufzte Becky.
    „Naja, äh.. Sex.. also wenn ich ein Spiel machen würde....“
    „Ja, das kann ich mir schon vorstellen“ unterbrach ihn Rebecca genervt, sie wusste relativ genau, wie Skrabby die Welt am liebsten wäre...


    „...also kommen Sie zum Punkt und verschonen Sie uns mit ihren Anekdoten.“
    „Na gut, jedenfalls bin ich dann morgens los und...“ er beugte sich vor und flüsterte ihr leise etwas zu.
    „Ach und warum so scheu? Auf sowas müssten Sie doch stolz sein, oder wollen Sie nicht, dass ihr Chef erfährt, dass Sie an ihrem freien Tag in den Titty Twister gehen?“
    Und wie aufs Stichwort warf T Skrabby einen äußerst bösen Blick zu und Skrabby blickte verlegen auf den Boden: „Entschuldige T, das nächste Mal nehm’ ich dich mit, versprochen.“
    „Das sagst du jedes Mal!“ meckerte T und grinste dabei so wenig wie es ihm möglich war.
    Billy fasste Rebecca auf die Schulter und flüsterte ihr was ins Ohr.
    „Woher weißt Du denn das?“
    Billy zuckte etwas verlegen mit den Schultern und brachte kein weiteres Wort heraus.
    „Wie mir mein Kollege verraten hat, soll der Titty Twister aber nur von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang geöffnet haben. Wie können Sie denn dann da gewesen sein, wenn gar nicht offen war?“
    „Oh, die haben auch tagsüber offen, aber nur für Stammkunden.“
    „Aha, also kennen die Damen dort Sie wohl auch ziemlich gut oder?“
    Skrabby setzte sein breitestes Grinsen auf: „Ja, das könnte man so sagen.“
    Rebecca drehte sich mit einem mürrischen Gesicht zu Billy um:
    „Überprüf mal ob sein Alibi hinkommt, ruf die Zentrale an und lass dir die Nummer von diesem Bumslokal geben.“
    Billy nickte nur stumm und griff zum seinem Handy.
    „So, hat hier sonst noch einer ein Alibi für vorgestern morgen? Dann können wir ja gleich ein paar von euch Heinis los sein.“
    Domme und b3 sprangen sofort mit einem „Ja ich!“ von ihren Stühlen auf.
    Becky drückte Domme sofort mit einem diabolischen Grinsen zurück auf den Stuhl. „Du bist erst später dran...“, dann wandte sie sich an b3 +|uNr34l|+: „Und wo waren Sie, wenn ich fragen darf?“
    b3 lächelte nur: „Bei Jill Valentine.“
    „Ach die...“ Rebecca murmelte etwas, das keiner der umstehenden verstand, was vermutlich auch besser so war. „Billy überprüf auch noch das Alibi von dem Kräuterknilch hier!“
    Billy sah Rebecca nur genervt an, während er noch telefonierte. Bevor b3 +|uNr34l|+ zu Billy gehen konnte, wurde er von T abgefangen, der ihm leise ins Ohr flüsterte : „Ich wäre ihnen übrigens sehr dankbar, wenn Sie, sobald sich das alles hier geklärt hat, wieder zur besagten Miss Valentine zurückkehren könnten. HOHUHAHA“ Das Lachen war nicht so leise gewesen und b3 rieb sich das Ohr, was T nicht daran hinderte noch ein „Sie wissen ja, wie wichtig sie für das Afrika-Projekt ist.“ hinzuzufügen.
    b3 nickte nur stumm und stellte sich brav hinter Skrabby an.
    Rebecca drehte sich wieder um und erschrak beinahe, denn Domme stand direkt vor ihr: „Jetzt ich!“
    „Nein, jetzt nicht.“ Rebecca drückte ihn wieder zurück auf seinen Stuhl, denn in diesem Moment kam Agent Ryôsuke mit G-Sam um die Ecke des großen Gebäudes gelaufen. Becky ging ihnen ein Stück entgegen und fiel Taka vollkommen unerwartet um den Hals: „Ach, ich hab’s schon gehört, mein aufrichtiges Beileid, Agent Ryôsuke.“ Der Satz klag so falsch für alle Umstehenden, dass es fast ein Wunder war, dass Taka nichts bemerkte... aber vielleicht wollte er auch nur nichts bemerken.
    „Ja, danke, die letzten Stunden waren sehr hart gewesen.“
    „Ja, das glaub ich gern...“ Rebecca nickte jetzt nur noch beiläufig. „...aber nun wollen wir auch weiter mit dem Verhör hier machen, setzen Sie sich ruhig, oder gehen Sie nach Hause, ganz wie Sie wollen.“ Becky wandte sich an G-Sam. „Sie aber nicht Dr.... Na Sie wissen schon wie Sie heißen... Sie haben noch einiges zu erklären.“
    G-Sam sah sie nur unverständlich an: „Hat das nicht noch ein paar Minuten Zeit, Sie sehen doch, dass Agent Ryôsuke noch ganz geschafft ist.“
    Rebecca drehte sich zu Taka um, der auf einer Bank saß und nur auf den Boden starrte. Eine der Shobijin war ihm auf die Schulter geflogen und tätschelte mit einem leisen „Das wird schon wieder..“ seinen Nacken.
    Taka stammelte nur vor sich hin: „Er hat so viel Blut gespuckt... und seine Zähne und Haare sind ihm ausgefallen...“
    Rebecca rollte mit den Augen: „Na gut, dann kümmern Sie sich eben etwas um ihn...“ und mit einem Blick auf Taka fügte sie ein leises „..altes Waschweib..“ hinzu.
    „So, wer will als nächster?“
    „Ich, ich, ich, ich, ich!“ Domme sprang von einem Bein aufs andere und tanze vor Rebeccas Nase auf und ab.
    Becky seufzte laut: „Na gut, dann mach schon du Nervenbolzen.“
    „Ich war an der Uni und da haben mich bestimmt ein Dutzend Leute gesehen und meine Professoren können das auch bestätigen, außerdem haben wir Anwesenheitslisten!“
    Rebecca sah ihn kürz abschätzend an: „Neeee, das klingt mir zu rund. Dafür lass ich dich nicht gehen.“
    „Was?“ Dommes blickt wurde regelrecht panisch.
    „Nö, das klingt einfach zu perfekt, setz dich wieder.“
    „Aber... aber...“
    Rebecca lachte kurz: „Ha, Verarscht! Stell dich an, lass Billy das überprüfen und dann ist Ruhe.“
    Domme atmete tief durch: „Na ein Glück! Komm, Dawn, lass uns...“
    „Moment! Nicht so schnell!“ Becky packte Dawn am Kragen: „Du gehst noch nicht, wo warst Du denn zur Tatzeit?“
    Dawn sah sie bereits resignierend an: „Ich bin den Berg hinunter in die Stadt gewandert.“
    „Ach, gibt’s dafür irgendwelche Zeugen?“
    „Reichen ihnen ein paar Eichhörnchen?“
    „Nein, die reichen nicht.“ Rebecca setzte ein triumphierendes Lächeln auf.
    „Dachte ich mir.“
    „Gut, dann setz dich mal da vorne auf die Bank neben Agent Ryôsuke zu den Hauptverdächtigen.“
    Bei diesen Worten flog die kleine Shobijin rasch von Takas Schulter und stellte sich wieder leise pfeifend ans Buffet. Auch Taka selbst blickte kurz auf: „Hauptverächtigen?“
    „Naja, nicht Sie, Agent Ryôsuke, aber Sie sitzen eben neben G-Sam und von daher....na ja, irgendwie muss ich ja sortieren... setzen Sie sich doch einfach um...“
    Während sich Rebecca noch etwas verlegen am Kopf kratzte, fasst ihr Billy auf die Schulter: „Ich glaub wir werden ihn auch so noch raushalten können, oder Becky?“
    „Vermutlich....Und was willst Du jetzt, Klugscheißer?“
    „Ich wollte dir erzählen, dass die Alibis von b3 +|uNr34l|+ und Skrabby wasserdicht waren. Aber auf welche Bank willst Du die Verhaftungen haben?“ Billy schwenkte seinen Arm herum und schubste Skrabby ein Stück vor sich.
    „Wieso willst Du den denn verhaften? Ich dachte, sein Alibi kommt hin.“
    „Das schon, aber weil die vom Titty Twister schon mal einen Polizisten an der Leitung hatten, wollten sie auch gleich mal ihre kleinen Problemchen mit dem Kerl hier kundtun. Naja, sind ein paar Kleinigkeiten... Exibitionismus und sowas.“
    „In einem Stripclub?“ lachte Rebecca.
    „Tja, von den Gästen wollen die Damen das da auch nicht sehen...“
    „Ach so! Na das ist doch schon mal was! Teilerfolg!“ Rebecca riss ihre Hand in die Höhe.
    Billy sah sie nur fragend an: „aber das ist überhaupt nicht das, wofür wir hier sind...“
    „Na und, verhaftet ist verhaftet, komm schon lass mich nicht hängen.“
    Und etwas missmutig klatschte Billy seine Hand gegen Rebeccas, die sich auch gleich zu den Restlichen versammelten umdrehte:
    „Ha! Seht ihr, einen von euch haben wir schon!“
    Während alle anderen sie nur verdutzt ansehen konnten, drehte sich Rebecca zu Billy:
    „Und was ist mit diesem nervigen Domme?“
    „Ach, dessen Alibi hab ich noch nicht überprüft, ich dachte, der kann ruhig etwas warten...“
    „Weißt Du Billy, manchmal bist Du richtig gut.“
    Fröhlich grinsend wandte sich Rebecca wieder den restlichen Versammelten zu.
    „Na und wer hat noch so Alibis?“
    Alona kam etwas verschüchtert nach vorne: „Also ich war nur im Pförtnerhäuschen und hab meinen Job gemacht.“
    „Ja, genau, als wenn ich das gelten lassen könnte, wer hier war und gearbeitet hat, ist natürlich verdächtig.“
    „Aber das war auch mein erster Tag...“
    „Umso verdächtiger! Vielleicht wollten Sie hier ja extra nur anfangen, damit Sie Dr. Jung ermorden können... Da auf die Bank.“
    Alona ließ die Schultern hängen und setzte sich neben Dawn.
    Rebecca schüttelte den Kopf: „Nächster! Du da.“
    „Was ich?“ fragte KingK2000?
    „Ja Du!“
    „Naja, ich war auch hier aber ich hab den ganzen Morgen mit Queenie... also ich meine Red Queen zusammen gearbeitet.“
    „Aha, das ist die Trulla da oder?“
    „Also ich muss doch sehr bitten.“ Red Queen wirkte ziemlich entrüstet.
    „Ja, ich muss auch sehr bitten, nämlich, dass ihr euch da auf die Bank setzt.“
    „Aber wir haben doch Alibis!“ meinte KingK nur fassungslos.
    „Nein, habt ihr nicht, ihr könntet ja Dr. Jung auch gemeinsam ermordet haben. Aber seht’s von der positiven Seite, wenn ich einen von euch verhafte, verhafte ich den anderen auch.“
    Obwohl keiner der Beiden auch nur annähernd das Positive daran erkennen konnte, setzten sie sich trotzdem mürrisch neben Alona auf die Bank.
    Billy näherte sich wieder: „Also das Alibi von Domme ist auch bestätigt, aber er will noch nicht gehen.“
    Domme stupste sie an die Schulter: „Wann kann denn Dawn weg? Ohne den wird ich doch nichts am Flughafen.“
    „Das dauert jetzt noch...“
    „Ach Menno....“
    „Tja, Pech gehabt und jetzt verschwinde.“
    „Aber..“ stammelte Domme, doch Dawn drehte sich zu ihm um:
    „Geh einfach schon zum Flughafen, ich komm nach, wenn die mich auch gehen lassen, die können ja nicht ewig im Dunkeln tappen.“
    „Das gibt Minuspunkte, Junge!“ sagte Rebecca nur trocken, während Domme traurig davon ging.
    „So, kommen wir zum nächsten Abschnitt, die ganze Krankenhaus-Truppe: Alibis?“
    Doktor Haus drehte sich vom Buffet um „Vermutlich nichts, was ein Genie wie Sie durchgehen lassen würde, auch wenn wir alle wesentlich einfachere Methoden hätten jemanden zu ermorden.“
    „Ach ja?“
    „Klar, wenn man als Arzt jemanden los werden will, behandelt man ihn einfach für das falsche, das merkt nie jemand, nicht wahr G-Sam?“
    Dr. Samulanskynistkernaginzy sah Dr. Haus nur mit großen Augen an: „Wovon reden Sie?“
    „Nur so, ich werfe Theorien in den Raum...“
    Rebecca schüttelte den Kopf: „Ja kabbelt ihr nur, zu G-Sam kommen wir eh später, erst mal kann sich die ganze Krankenabteilung auch auf die Bank setzen.“
    Haus zeigte nur spöttisch in die Richtung der Verdächtigen: „Ihre Bank ist voll, Frau Superdetektiv.“
    „Dann nehmen Sie eben Stühle und stellen die daneben.“
    Dr. Haus, Dr. Kamerun, Dr. Vormann und Schwester Burster nahmen sich Stühle und setzen sich kleinlaut neben die versammelten Verdächtigen.
    „Moment mal, Sie da im weißen Kittel, warum sind Sie nicht mit hingegangen?“
    „Ich bin kein Arzt, ich bin Wissenschaftler!“ entgegnete DR. Payne, der grade noch mit Iron Maiden über die Abwesenheit von n3m^ diskutiert hatte, der in der glücklichen Situation war, dass ihm keiner der beiden Agenten je begegnet war und daher einfach zu Hause vor dem Fernseher saß.
    „Ach, Sie sind Wissenschaftler so... wie Dr. Jung?“
    „Ja, genau wie er, er war mein Vorgesetzter.“
    „Oho, wie praktisch, dann war wohl eine Beförderung für Sie drin, oder?“ grinste Rebecca.
    „Nein, war es nicht, meine neue Vorgesetze ist bacita.“
    „Ach, haben Sie keine gute Arbeit geleistet?“
    „Ich hab überhaupt keine Arbeit geleistet, Dr. Jung hat mich nur in die Ecke gestellt und vielleicht mal Mittag holen lassen oder sowas. Er wollte nie, dass ihm jemand das Rampenlicht klaut.“
    „Ach und das hat sie sicherlich wütend gemacht oder?“
    DR. Payne seufzte laut: „Ja, genau, wütend genug zum Töten.... holen Sie sich doch mal eine neue Platte. Nein, ich war nicht wirklich wütend, ich wurde dafür bezahlt, dass ich täglich anwesend war und auf meinem Computer World of Warcraft gezockt hab. Warum sollte ich mich beschweren?“
    Rebecca kratze sich am Kinn: „Das ist ein gutes Argument, ich kauf ihnen die ambitionslose Lusche auch wirklich ab, aber ich sag mal trotzdem..... ab auf die Bank!.. also die Stuhlreihe, Sie wissen schon.“
    DR. Payne rollte mit den Augen: „Ja, okay, was soll’s...“
    „So, zum Küchenpersonal. Hat einer von euch ein Alibi oder sowas?“ Leo und Mrs. Lovett schüttelten gleichzeitig den Kopf und auch Masterkiller7 begann damit seinen Kopf zu schütteln, als ihm einfiel, dass Agent Chambers ja glaubte, er wäre ein Kantinenarbeiter.
    Rebecca schüttelte mit dem Kopf und alle drei riefen im Chor: „Bank!“ und gingen auch schon zu den Stühlen. Als sich die drei setzten drehte sich Leo zu Masterkiller7 um: „Sag mal, wer bist Du eigentlich?“
    „Halt die Klappe.“ Masterkiller7 wollte jetzt bloß keine Aufmerksamkeit.
    Rebecca drehte sich zu den letzten paar Leuten um: „Und zu guter letzt die Chefriege.“
    T lachte nur laut: „Ja, wir setzen uns ja schon HOHAHIHAHA!“ Er, bacita, Mr. Death, Iron Maiden und Ts Sekretärin setzten sich.
    Rebecca blickte die 5 nur an: „Wo ist eigentlich ihr Sekretär und der Rest des Vorstandes, Mr. Death?“
    „Mein Sekretär ist im Urlaub in äh... Death Valley. Und der Rest des Vorstandes ist auch verreist, alle schon seit einer Woche oder noch viel viel länger…”
    „Aha, na Sie sind mir ja ein kleiner Schlaufuchs mal wieder...Gut, damit hätten wir wohl alle zusammen. Dann fange ich mal mit ein paar Fragen an und danach kommen wir zu den Beweisen.“ Rebecca holte einen Stift aus ihrer Jackentasche und ging vor den Verdächtigen auf und ab. Dabei schlug sie sich den Stift sanft an die Lippen.
    „Also, meine erste Frage: T, warum hat Umbrella überhaupt eine eigene Pathologie? Normalerweise werden die Obduktionen bei uns im RPD durchgeführt.“
    „HAHEHIHOHUHÖ Soll das ein Witz sein? Gucken Sie doch mal geradeaus! Sehen Sie unseren Friedhof? Bei so vielen Todesfällen lohnt sich das einfach, es passieren viele Unfälle hier bei Umbrella. HAHEHÖHÜ!“
    „Wie kommt es eigentlich zu so vielen Todesfällen?“
    „HUHIHAHA, alles schlimme Unfälle, es ist eben Pech.“
    „Aber ein Serientäter wird hier wohl nicht zu Werke sein, oder?“
    „Nein, HAHEHUHÖHÄ Das ist alles nur Zufall, aber wenn Sie wollen, Herr Skrabby hat von allen hier Autopsieberichte, die können Sie gerne durchgucken. HEHAHÖ.“
    Rebecca dachte nur an den ganzen Papierkram und winkte ab: „Nein danke, wird schon Zufall sein.... aber wenn Sie schon so viel über ihre Angestellten wissen und sich sogar so gut mit Dr. Jung verstanden haben, dass Sie ihn im Krankenzimmer besucht haben, so kurz vor seinem Tod....“
    „HAHEHIHO was ich ihnen ja bereits gestern erzählt habe, ich kümmere mich eben um meine Angestellten HAHEHÜHÖ.“, lachte T dazwischen.
    „Ja, schön und gut...“ Rebecca wischte mit der Hand durch die Luft, als wolle sie die Unterbrechung beiseite schieben. „...aber wenn Sie sich so sehr bei ihren Angestellten auskennen, wissen Sie eigentlich auch, wer vom Tod von Christian Jung profitiert? Ich meine natürlich finanziell.“
    T lachte (natürlich): „HAHEHIHAHO Ja, das weiß ich tatsächlich, von Dr. Jungs Tod profitieren natürlich die Kinder.“
    „Die Kinder?“ Rebecca hatte das Testament sogar gelesen und war von der Aussage etwas überrascht. „In meinen Unterlagen stand etwas von einer Gewissen Bicell Organisation oder so.“
    „HAHEHIHO, richtig, Agent Chambers, nur dass die Organisation „Tricell“ heißt. Tricell ist eine Hilfsorganisation für Flüchtlingskinder aus Afrika, der Dr. Jung sein gesamtes Vermögen, sowie die Ausschüttung seiner Lebensversicherung hinterlassen hat. HAHEHIHAHAHA“
    Rebecca blickte auf den Umbrella-Chef: „Aha, sehr interessant. Also profitiert niemand direkt durch den Tod von Dr. Jung?... Außer den Kindern wohl.“
    „HAHEHIHAHA Nein, und es arbeiten auch keine Kinder hier, falls Sie die fragen wollen, ob Dr. Jung sie vielleicht so wütend gemacht hat, dass sie ihn töten wollten. HAHEHIHAHA.“
    Becky blickte den Clown genervt an, als die übrigen Verdächtigen leise kicherten, doch sie ignorierte es einfach und ging weiter zu G-Sam: „Sagen sie mal Dr. Unaussprechlich, mir ist zu Ohren gekommen, dass zwischen ihnen und Dr. Jung etwas böses Blut herrschte. Erzählen Sie mal.“
    G-Sam drehte sich etwas hilflos zu T um, der ihm nur zunickte.