Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns

  • Zitat

    Original von seb bsaa-europe


    Wer kann das aussprechen? Bitte melden :D


    Meld! (Okay, ist jetzt keine Überraschung, oder?) Aber ich kann den Namen inzwischen tatsächlich aussprechen und Auswendig tippen. :rolleyes: Deshalb war auch das "der Kerl musste verrückt sein, wer sonst merkte sich so einen Namen" eigentlich auf mich selbst bezogen :>.<:


    F.E.A.R. : Ja, die Story wird wirklich immer vertrackter, darum gibt es auch das Gewinnspiel :D


    @Taka: Warte mal ab was T noch so tolles an Sachen hat...
    und damit geht es weiter, diesmal in 3 Teilen :8o:



    Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns


    Von AngelS Wesker und Sarlac


    Kapitel 63: OP ruft Dr. G-Sam Teil 1 von 3


    Takahashi Ryôsuke raste die Straße mit fast 200 km/h entlang, schneller als er je zuvor gefahren war.... zumindest in der Ortschaft. Der Mercedes fuhr sich wie ein Panzer, schwer und behäbig, Taka konnte es nicht leiden, sein Impreza war viel spritziger und wendiger, aber das war egal, jetzt ging es um jede Sekunde, Taka durfte nur nicht die Kontrolle verlieren. Solange es nur geradeaus ging, war es auch kein Problem, im Slalom um die paar langsamen Autos, die die Ennerdale Street entlangkutschierten, zu fahren. Der CLK schoss die Straße entlang, doch jetzt wurde es kritisch, um in die Darius Street zu biegen musste er stark in die Eisen gehen, und dummerweise bog auch grade ein Bus aus der Darius in die Ennerdale, doch es half nichts, zum Warten war keine Zeit. Taka zog die Handbremse bis zum Anschlag und riss das Steuer soweit herum, wie er nur konnte, der CLK driftete um die Kurve, doch er war einfach zu schnell. Mit einem Scheppern knallte der Mercedes gegen den Bus. Die Scheiben zerplatzen beim Aufprall, Taka schossen die Scherben ins Gesicht, doch er musste weiterfahren. Er lockerte die Handbremse und trat das Gaspedal komplett durch. Während er die Darius Street hinunter sauste blickte er in den Rückspiegel.
    „Alles in Ordnung G-Sam?“
    G-Sam wischte sich die Splitter aus dem Gesicht: „Mein Auto!“
    „Ich werte das mal als ein „Ja“.“
    Während Taka um die nächste Kurve sauste und dabei das Heck gegen eine Häuserwand schmetterte, was nur eine kleine Erschütterung des Fahrzeugs verursachte, drehte er sich zur Beifahrerseite um:
    „Chef? Chef kannst Du mich hören?“
    „L..L..L...L..“ brachte Agent Kenedi nur hervor, der bleich wie eine Leiche auf dem Sitz lag und nur vom Anschnallgut hochgehalten wurde.
    Taka konnte gar nicht fassen, wie schnell alles passiert war, er hatte grade erst das Gespräch mit Agent Comüller beendet, und wollte nur nachsehen, was Reon solange in G-Sams Badezimmer machte. Doch als er vorsichtig die Tür öffnete, nachdem Reon nicht geantwortet hatte, sah er diesen nur in einer Blutlache neben dem Klo liegen. G-Sam, den er mitgenommen hatte um ihn nicht aus den Augen zu verlieren war sofort hingelaufen, doch er hatte auch nur gesagt, dass Reon so schnell wie möglich ins Krankenhaus müsste. Daher rasten sie nun auf schnellstem Wege zum Umbrella Gelände, denn man musste sich nichts vormachen, Umbrella hatte einfach die beste medizinische Versorgung, das wusste jeder in Raccoon City, selbst Taka und Reon war es noch am ersten Tag erzählt worden.
    Taka war froh, das alles wenigstens so schnell ging, das Gummi-Monster hatten er und G-Sam schon vorher auf die Rückbank geschafft gehabt, so hatten sie nur Reon auf dem Beifahrersitz festschnallen müssen, aber das bedeutete auch, das sich G-Sam während der Fahrt nicht um ihn kümmern konnte. Nach drei weiteren Kreuzungen hatte Taka langsam ein Gefühl für den Wagen, schade, dass er schon so verbeult war...
    Als Taka zur Einfahrt des Umbrella-Geländes kam, konnte er kaum glauben wie viel Glück er hatte, das große Tor war grade im Begriff aufzugehen. Taka trat das Gaspedal durch und sauste durch die Öffnung, doch er hatte in der Eile nicht bedacht, dass es auch einen Grund geben musste, weshalb das Tor aufging. Den Wagen von Agent Chambers und Agent Comüller sah er in letzter Sekunde, und riss das Steuer nach rechts, die beiden linken Außenspiegel der Autos verabschiedeten sich mit einem kleinen Funkenregen, doch das viel schlimmere, war der große Leichenwagen, der direkt vor dem Gebäude parkte. Taka trat in die Eisen, doch es war zu spät, er knallte frontal in das parkende Auto, Bandesnatsch knallte gegen die Rückenlehne der Vordersitze, und die Airbags schossen aus Lenkrad und Beifahrerarmatur. Taka zog seine Dienstwaffe und Schoss die Luft aus dem Airbag, jetzt durfte er keine Zeit verlieren, schließlich ging es um das Leben seines Chefs. Er taumelte aus dem Auto und sah die große Wolke schwarzen Rauchs, die vom Motorraum des Mercedes gen Himmel schwebte.
    „G-Sam, alles in Ordnung?“
    Der Arzt hielt sich seinen Schädel, dann machte er eine beipflichtende Handbewegung:
    „Ja, geht schon, lassen Sie uns Agent Kenedi reinschaffen.“
    Mit vereinten Kräften hievten die Zwei Reon aus dem Auto und brachten ihn ins Gebäude, wo ihnen sofort KingK2000 entgegen kam:
    „Kommen Sie, ich fasse mit an! Was war denn los? Wurde er von einem Locust angegriffen?“
    Agent Ryôsuke war entgeistert:
    „Was? Passiert sowas hier in Raccon City? Ich hab noch nie von einem gefährlichen Lokus gehört.“
    „Doch, doch, die Biester sind richtig gefährlich, wir führen seit Jahren Krieg gegen die Locusts.“
    Taka war zwar etwas verwundert, aber diese westlichen Toiletten waren ihm schon immer etwas merkwürdig vorgekommen. Schreckliche Bilder spielten sich in seinem Kopf ab.


    Noch bevor Taka sich der Vorstellung vollständig entledigen konnte, kam auch schon Schwester Chesty Burster mit einem Krankenbett um die Ecke gebogen.
    G-Sam gab ihr durch einen schnellen Wink mit der Hand zu verstehen, dass Eile geboten war: „Schnell, dieser Mann braucht 3 Konserven 0 Negativ und bereiten Sie eine Koloskopie vor, er verliert viel Blut.“
    Chesty nickte nur verständnisvoll, während sie KingK half Reon in das Bett zu packen.
    „Was wird jetzt mit ihm?“ fragte Taka besorgt.
    „Das kann ich noch nicht genau sagen...“ antwortete G-Sam, als er durch eine sehr laute Stimme unterbrochen wurde:
    „Sind Sie Wahnsinnig? Fast hätten Sie uns getötet!“ Agent Chambers stapfte wutentbrannt den Gang entlang, direkt auf Taka zu. Agent Comüller bemühte sich, Rebecca am Ärmel festzuhalten, doch sie ging entschlossen weiter und zog ihn nur hinter sich her.
    „Becky, bleib doch ruhig, es war doch nur der Spiegel!“ Das Gewicht von Billy Comüller schien sie gar nicht abzubremsen und Taka duckte sich fast instinktiv.
    „Das hier ist doch kein Formel1 Rennen oder so ein Blödsinn, für wen halten Sie sich? Colin McCrap?“
    Taka stockte kurz: „Halten Sie den Vergleich nicht für etwas geschmacklos?“
    Rebecca wurde nur noch wütender und krempelte ihre Jackenärmel hoch: „Ich zeig ihnen gleich geschmacklos!“
    Doch dann wurde sie plötzlich von Billy zurückgerissen: „Jetzt reicht es, Becky, das war nun wirklich nur der Außenspiegel, mach nicht so einen Aufstand deswegen!“
    Rebecca sah ihn wütend an, was fiel Billy überhaupt wieder ein? Und warum konnte sie ihm nicht richtig böse sein, wenn er plötzlich autoritär wurde? Becky stammelte nur: „Aber ..aber Colin McCrap hier....“
    „Becky, Colin McRae ist tot, da macht man keine Witze.”
    “Oh...“ das hatte sie jetzt davon, dass sie eigentlich überhaupt keine Ahnung von Motorsport hatte... jetzt wirkte sie bestimmt wieder dumm und unsensibel, auch wenn sie das eigentlich nicht mal stören sollte. Warum kümmerte es sie überhaupt, was Billy von ihr dachte? Rebecca wandte sich etwas verlegen ab: „Okay Billy, das ist dein Gebiet, regel Du das mal...“
    Billy ging langsam und ruhig auf Taka, G-Sam und KingK2000 zu, während Chesty schon mit dem Bett in Richtung Krankenflügel verschwand.
    „Was ist denn passiert, Agent Ryôsuke?“
    „Agent Kenedi ist schwer verletzt, er hat innerer Blutungen, wir haben ihn zusammengebrochen auf der Toilette gefunden.“
    Billy sah ihn nur mitleidsvoll an: „Oh mein Gott! Wissen Sie, wie es dazu kam?“
    Taka zeigte auf KingK2000: „Naja, der junge Mann hier meint, der Lokus könnte ihn angegriffen haben.“
    KingKi nickte nur heftig und Billy verstand überhaupt nicht, was los war, doch in diesem Moment fasste Dr. Samulanskynistkernaginzy Taka auf die Schulter:
    „Wenn Sie weiterhin bei mir bleiben wollen, dann müssen Sie jetzt mitkommen! Wenn wir nicht bald operieren, können wir ihrem Freund nicht mehr helfen.“
    Obwohl Billy noch viele Fragen hatte, beschloss er diese auf später zu verschieben, als er Takas gequälten Blick sah.
    „Okay, was auch immer, gehen Sie ruhig.... gibt es irgendetwas das ich tun kann um zu helfen?“
    Taka drehte sich noch einmal zu Billy um, bevor er mit G-Sam den Gang hinunter lief: „Ja, wir haben da noch ein Monster, das bewusstlos in unserem Auto draußen liegt, könnten Sie wohl darauf aufpassen?“
    Plötzlich horchte KingK2000: „Ein Monster? Ist das etwa der Locust?“
    Taka schüttelte nur den Kopf und rief: Nein, die Toilette war an der Wand verschraubt!“ Und mit einem „Passen Sie einfach auf dass es nicht abhaut.“, bog er um die nächste Ecke und verschwand aus Billys Blickfeld.
    Während KingK2000s ein leises: „Hä? Wieso Toilette?“ flüsterte, brüllte Billy nur:
    „Das mache ich! Und viel Glück bei der OP!“
    Nachdem er noch kurz stehen blieb und nach einer möglichen Antwort lauschte, die allerdings nicht kam, machte er sich auf dem Weg nach draußen, dicht gefolgt von KingK2000.
    Rebecca wollte den beiden grade hinterher, als sie eine Stimme hinter sich hörte:
    „HOHUHIHO! Na so ein Glück, ihnen ist nichts passiert, Agent Chambers.“
    Rebecca drehte sich um: „Was soll dass denn heißen?“
    „HEHE, Das ist ehrliche Freude darüber, dass Sie noch leben, Agent Chambers. HIHIHO.“
    „Aha, und wer ist ihr komischer Freund, der neben ihnen steht?“
    Masterkiller7 schluckte einmal laut, wäre er bloß nicht mitgekommen.
    „Äh, na ja, Miss Chambers…ähhh... ich bin....“
    Rebecca horchte auf: „Diese Stimme! Ich kenne ihre Stimme!“
    „Äh...“ Masterkiller7 bemühte sich schnell seine Stimme um eine Oktave nach unten zu verschieben. „Das muss aber ein Zufall sein...“
    „Nein, nein, ich weiß woher ich ihre Stimme kenne....“
    Masterkiller7 sah sich etwas panisch um, wie sollte er hier nur wieder rauskommen, er konnte Agent Chambers wohl schlecht vor all den Leuten töten, vor allem nicht vor T...
    „..Sie sind dieser Kerl aus der Kantine! Nicht wahr? Der Kerl der meinte es gäbe kein Ragout Chambers! Warum sind sie hier und nicht in der Küche?“
    Masterkiller7 musste schnell schalten und sagte das erstbeste, was ihm einfiel:
    „Äh, wir haben frei bekommen.“
    „Ach, wegen dem Unfall da wahrscheinlich, oder? Und dann hab Sie sich seitdem ihren komischen Schnurrbart abrasiert und sich so einen Schwarzen Anzug angezogen?“
    „Äh, ja, äh.. das ist... das ist Trauerkleidung!“
    „Ach, Sind nicht Anzug und Krawatte traditioneller? Wenn ich Sie so auf der Straße sähe, würde ich Sie glatt für einen Verbrecher halten...“
    „Ja, einen Anzug hatte ich nicht hier...“
    „Ja, genau und was machen Sie überhaupt hier, wenn Sie frei haben?“
    Masterkiller7 erstarrte etwas überrascht, ihm fiel nichts ein, doch dann mischte sich T in die Diskussion ein:
    „HIHEHI, er wollte noch zu mir um mir von dem Unfall zu erzählen, aber meine Sekretärin hat ihn weggeschickt, weil Sie und Agent Comüller grade bei mir waren HIHIHAHA. Nachdem Sie weg waren, hat meine Sekretärin ihn dann rufen lassen. Er kam grade rechzeitig, nachdem ich das Knarren der Lüftungsanlage behoben hatte HUHIHO.“
    Rebecca sah T mit ihrem üblichen skeptischen Blick an: „Na Sie haben auch auf alles eine Antwort, oder?“
    „HIHUHAHA, das will ich hoffen. HEHE!“
    Rebecca versuchte noch mal ihn mit einem bösen Blick zu durchbohren, doch dann wurde sie von einem lauten Schrei gestört: „MEIN WAGEN!“

  • Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns


    Von AngelS Wesker und Sarlac


    Kapitel 63: OP ruft Dr. G-Sam Teil 2 von 3


    Kurz zuvor:
    Als Billy an dem Wrack ankam, konnte er nicht viel durch die zersplitterten Fenster erkennen, nur dass sich ein scheinbar gelbliches Wesen in dem Auto befand. Während er noch versuchte zu erkennen, um was es sich genau handelte, sagte KingK2000 von der Seite:
    „Also ein Locust ist das nicht.“
    „Ach?“ meinte Billy ungewohnt sarkastisch. Doch der Mann, der sich früher Kevin Carmine nannte, merkte davon nichts, er war schon wieder zur Tür hinein gerannt.
    Billy versuchte weiter, das Monster irgendwie einordnen zu können, zunächst dachte er, dass es sich um eines der merkwürdiges Blutegelwesen handeln würde, mit denen er früher zu tun hatte, aber das war es nicht. Während er weiter überlegte, hörte etwas Kleines an seinem Kopf vorbeifliegen und spürte auch einen leichten Windzug, er drehte sich um, doch da war nichts. Vermutlich war es eine Fliege oder sowas. Dann hörte er plötzlich etwas an der anderen Seite seine Kopfes. Er wollte die Fliege verscheuchen und schlug mit der Hand neben seinen Kopf: „Aua!“
    Billy drehte sich erschrocken um und sah, dass er eine der kleinen Shobijin von bacita geschlagen hatte. Die zweite kam und flog an seinem Kopf vorbei um ihrer Schwester zu helfen „Rüpel!“
    „Oh, das tut mir leid, bacita, es war ein Versehen.“ stammelte Billy entschuldigend, während er laute Flügelschläge über sich hörte. Die große Motte schwebte aus einem Fenster herunter, landete direkt vor ihm und sah ihn mit ihren großen Facettenaugen an. Plötzlich sangen die beiden Shobijin im Chor:
    „Die große bacita ist nicht erfreut über ihre Tat, Agent Comüller, seien Sie sich gewiss, wir haben schon so manchen Mann für weniger einen Kopf kürzer gemacht.“
    Billy schluckte kurz, so einen Tonfall kannte er sonst nur von Becky und dann war nicht mit ihr zu spaßen.
    „Entschuldigung, es war wirklich ein Versehen.“
    Bacita schwenkte ihren Kopf von rechts nach links und sah Billy prüfend an.
    „Na das wollen wir dann grade so noch mal glauben...“
    KingK2000 kam wieder aus dem Hauptgebäude gelaufen und rannte an ihnen vorbei.
    Billy sah ihm hinterher, wie er zum Wachhäuschen lief und scheinbar mit diesem redete.
    Plötzlich ertönte ein lauter Schrei von der Seite „MEIN WAGEN!“
    DR. Payne stand in der Eingangstür des Hauptgebäudes und war der Verzweifelung nahe.
    „Dienstwagen, wenn ich bitten darf!“ sagte eine der Shobijin.
    „Ja, aber es war trotzdem meiner, jetzt hat er Totalschaden, das ganze Heck ist verbeult.“
    Billy sah DR. Payne skeptisch an:
    „Ihr Dienstfahrzeug ist ein Leichenwagen? Ist das nicht etwas merkwürdig?“
    Immer noch leicht fassungslos meinte Payne: „Wieso merkwürdig? Der wurde mir zugeteilt, ich finde da nichts bei.“
    Normalerweise war Billy immer schnell mit Erklärungen zufrieden, diesmal aber nicht.
    „Ach Sie finden da nichts bei? Ich aber schon! Mal sehen, ob ihr Chef dafür eine gute Erklärung hat!
    „HAHEHIHO ja hat er!“ ertönte es von der Seite, T, Rebecca und Masterkiller7 waren in der Zwischenzeit auch zum Ausgang gelaufen und kamen nun aus der Haupttür des Gebäudes. „Wissen Sie, HAHUHAHA bei der Wahl der Dienstwagen war mir ein großer Stauraum wichtig und so ein Leichenwagen bietet einfach mehr Platz als andere Fahrzeuge HÜHUHAHÖ.“
    Rebecca zischte T nur an: „Klar, immer eine dumme Aussage parat, oder? Warum stand der Wagen überhaupt hier vorne direkt vor dem Eingang? Sonst parkt hier nie ein Auto.“
    „HIHÄHE Das müssen Sie mich nicht fragen.“
    DR. Payne hatte sich inzwischen wieder beruhigt:
    „Wir hatten hier einen kleinen Notfall, einer unserer Mitarbeiter wurde schwer verwundet und wir mussten ihn schnell reinschaffen.“
    „HÄHUHÖ Jemand wurde verletzt, wie fürchterlich HEHE, davon weiß ich noch ja gar nichts. Wer war es denn?“
    „AnTi!“ schluchzten die beiden Shobijin laut.
    DR. Payne blickte nur kopfschüttelnd auf bacita, sie schien es immer noch nicht wahr haben zu wollen.
    „Naja, eigentlich meinte ich n3m^.. AnTi ist wohl eher...“ er sah zu T und machte eine kurze waagerechte Fingerbewegung über seinen Hals.
    Rebecca sah sich das ganz interessiert an, normalerweise juckte es sie ja nicht, ob hier nun noch jemand verreckt war oder nicht, aber in diesem Fall konnte sie T vielleicht in Bedrängnis bringen.
    „Oho, ihnen ist schon wieder einer ihrer Mitarbeiter gestorben? Geht hier schon ein Massenmörder rum?“
    DR. Payne schritt ein: „Nein, das mit AnTi war ein ähhh.. Unfall.“
    „Und außerdem ist AnTi noch lange nicht tot, den kriegen wir wieder hin!“ riefen die beiden Shobijin trotzig im Chor.
    Die große Motte hingegen, die ebenso ein Teil von bacitas Bewusstsein war, starrte grade in das Autowrack auf den Bandersnatch. Was zum Geier machte das Vieh denn hier? Naja, auch egal, solange es niemand mit Umbrella in Verbindung brachte würde auch niemand dumme Fragen stellen und sie hatte ja auch immer noch Informationen für T.
    Die beiden Shobijin begannen wieder zu singen: „T können wir vielleicht ein paar Sachen mit dir besprechen? Es ist ziemlich wichtig.“
    „HEHIHAHÄ Aber immer doch, ich denke mal hier gibt es nicht mehr viel zu sehen, gehen wir doch in mein Büro.“
    T und alle drei Formen von bacita drehten sich um und gingen auf das Hauptgebäude zu, als KingK2000 an ihnen vorbei lief und wieder in selbigem verschwand.
    DR. Payne hatte sich inzwischen mit dem Verlust seines Autos abgefunden und betrachtete nun das gesamte Chaos, als sein Blick auf Bandersnatch fiel:
    „Hey, ist das nicht eines von unseren Monstern?“
    T und die beiden Shobijin klatschten sich gleichzeitig die Hand an die Stirn und auch bacitas Mottenform hätte mitgemacht, wenn ihre kleinen Beinchen lang genug gewesen wären um bis an die Stirn zu reichen.
    Noch bevor Billy etwas sagen konnte sprang Rebecca auf die Aussage an:
    „Aha! Das Monster gehört also ihnen! Wie kommt es denn dann dazu unsere Polizisten anzugreifen?“
    DR. Payne stammelte nur leise: „Ähh.... also... ich weiß nicht...“
    Die Shobijin drehten sich um und sangen: „Das Monster ist uns entlaufen, wir können ja nichts dafür, wenn es nicht artig ist...“
    „Ach und Sie lassen einfach so irgendein Monster frei in Raccoon City umherlaufen ohne die Polizei zu alarmieren?“
    Diesmal antwortete T: „HÖHIHAHE, sehen Sie, Agent Chambers, unser kleiner Bandy hier war ein ganz braver als er weggelaufen ist, HIHUHA. Der war überhaupt nicht gefährlich, warum hätten wir der Polizei Bescheid sagen sollen? Müssen wir auch entlaufene Kätzchen melden HIHUHA?“
    „Ihr entlaufenes Kätzchen hat vermutlich einen Polizisten zerfleischt!“ Rebecca konnte sich kaum noch im Zaun halten. Und Billy merkte es:
    „Beruhig dich, Becky, Agent Ryôsuke meinte, dass ihn die Toilette angegriffen hätte oder sowas, wir wissen noch nicht ob das hier überhaupt etwas damit zu tun hat.“
    „HIHUHA sehen Sie? Unser kleiner Bandy hier könnte niemandem was zu Leide tun, aber wenn es ihnen lieber wäre, können wir ihn gerne in einen unserer Käfige verstauen. HÖHEHIHO. Wer weiß, vielleicht hat er da draußen ja Tollwut bekommen oder so. HEHIHIHO.“
    Billy und Rebecca sahen sich kurz an und Billy flüsterte:
    „Na komm Becky, besser als wenn wir drauf aufpassen müssen.“
    „Ja, da hast Du Recht.“, flüstere Rebecca zurück, dann wurde sie wieder lauter und zeigte auf DR. Payne: „Na gut, packen Sie das komische Vieh in einen Käfig aber wenn das Ding doch was mit dem Vorfall zu tun hat, reiß ich dem Biest persönlich den Kopf ab.“
    „HUHIHAHA Das klingt doch ganz vernünftig.“, meinte T während sich DR. Payne dran machte, Bandersnatch aus dem Autowrack zu wuchten.
    T wollte sich erneut umdrehen, als KingK2000 erneut an den Beiden vorbeilief, diesmal mit einer Tasse in de Hand.
    Rebecca stoppte ihn kurzerhand indem sie ihn am Kragen seines merkwürdigen Anzugs packte:
    „Was zum Geier machen Sie hier eigentlich die ganze Zeit?“
    KingKi war ganz erschrocken darüber, dass er festgehalten wurde und bemühte sich den Inhalt der Tasse nicht zu verschütten.
    „Ich bringe Alona einen Kamillentee, sie ist noch ganz aufgewühlt von dem Unfall und sitzt verstört in der Ecke des Wachhauses.“
    Agent Comüller legte KingK2000 die Hand auf die Schulter und löste dabei gleich Rebeccas Griff. „Na komm, dann wollen wir doch mal sehen, ob wir Alona nicht wieder aufmuntern können.“
    Alle anderen sahen den beiden noch kurz hinterher, dann drehten sich T und bacita wieder um, um in das Gebäude zu gehen. Sie hatten kaum einen Fuß durch den Eingang gesetzt, als plötzlich hinter ihnen ein Ruf ertönte: „Hey T, warte mal!“
    T drehte sich um und sah Dawn und Domme, die durch das Tor und direkt auf ihn zukamen.
    „HOHIHEHA, Dawnie! Was gibt es denn wichtiges?“
    „Ich muss mit dir reden, T es ist sehr wichtig.“
    „Oh, HEHEHIHA, gut, wenn es wichtig ist.“ Er wandte sich zu bacita. „Können wir unser Gespräch vielleicht auf später verschieben?“
    Eine der Shobijin flog an Ts Ohr und flüsterte: „In der Kantine arbeitet jemand namens Leo, der hat Christian Jung ein Date verschafft, mit irgendwem hier aus der Firma, er könnte belastende Informationen haben.“
    „HAHAHIHO!“ lachte T laut genug, als das es alle hören konnten. „Wenn dieser Leo Informationen zu Christian Jungs Tod hat, dann solltest Du das wohl Agent Chambers hier erzählen, die ermittelt da schließlich.“
    Rebecca machte einen Schritt nach vorne: „Soso, Sie wollen also, das ich noch irgendwen verhöre, was? Auf so eine komische Nummer falle ich jetzt nicht rein, von dem Kerl erhalte ich bestimmt nur falsche Aussagen.“
    „HAHIHA Wie kommen Sie denn auf sowas, Agent Chambers?“
    „Nur so ein Gefühl... aber was soll’s, ich geh nachher mal hin, und wenn ich das nur tue um Sie glücklich zu machen...“ Rebecca setzte ein schon fast höhnisches Grinsen auf.
    T wandte sich zunächst an Dawn, der bereits mit Domme zusammen an der Tür angekommen war: „HEHUHA Ich hab gleich Zeit für dich, Dawnie, jetzt kümmere ich mich erst mal noch kurz um bacita HAHIHAHA.“ Er sah der großen Motte in die Augen: „War das schon alles? Oder gibt es noch mehr?“
    Die Shobijin flüsterte wieder: „Ja, ich brauche Hilfe um AnTi wiederzubeleben, weißt Du, wer sich mit dem HAL-8999 auskennt?“
    T antwortete wieder in normaler Lautstärke: „HÖHÜHAHA Der HAL-8999 ist Iron Maidens Technologie, er ist da bestimmt der richtige HAHIHA.“
    „Oh gut!“ sagte die Shobijin, diesmal auch in normaler Lautstärke. „Dann werde ich mal gleich nach Iron suchen, hoffentlich finde ich ihn noch.“
    „Oder er findet dich.“, sagte eine Stimme von der Seite.
    DR. Payne erschrak sich so sehr, dass er Bandersnatch fallen lies, denn neben ihm stand plötzlich Iron Maiden. Auch bacita war zusammengezuckt (drei Mal) und die niedlichere der beiden Shobijin sagte im leicht gequälten Singsang: „Mensch Iron, mach doch nicht sowas immer, Du weißt doch, wie sehr wir uns erschrecken, wenn Du so plötzlich dastehst.“
    „Aber ich tauche gerne dort auf, wo man mich nicht vermutet.“ Iron grinste sehr breit und half Payne dabei Bandersnatch wieder vom Boden aufzuheben.
    „Wie haben Sie das denn gemacht?“ wollte Payne wissen.
    „Das bleibt ein Betriebsgeheimnis....Aber sag mal, baci, wie kamt ihr eigentlich darauf den HAL zu verwenden?“
    Beide Shobijin zuckten mit den Achseln: „Ach, den hatte schon Christian Jung in seine Pläne eingezeichnet, wir dachten auch eigentlich, das wäre seine Erfindung.“
    Iron Maiden lies Bandersnatch fallen und schlug mit der Faust an die Wand: „Verdammt noch mal, immer klaut er meine Sachen ohne zu fragen! So ein Mistkerl!“
    Iron bemerkte, dass in diesem Moment alle Blicke auf ihn gerichtet waren und fügte nur verlegen hinzu: „Gott hab ihn selig.“
    Dann machte er sich mit bacita, Payne und Bander auf den Weg durch den Haupteingang.
    T sah ihnen zuerst noch kurz hinterher, dann wandte er sich an Dawn:
    „HE, Und was gibt’s bei dir so, Brüderchen? Wollen wir in mein Büro gehen?“
    „Nein, das wird nicht unbedingt nötig sein, Du erinnerst dich doch noch an die Sache mit Kasumi, oder?“
    „HAHAHIHO, Wie könnte ich das nur vergessen? HUHAHÖ!“
    Dawn guckte noch ein wenig verlegen und Rebecca starrte ihm dabei direkt ins Gesicht.
    „Naja, jedenfalls bin ich heute noch mal zu Zack gegangen und hab mit den Beiden geredet. Jedenfalls lange Rede, kurzer Sinn: Die Beiden waren mit meiner Arbeit sehr zufrieden und haben mir angeboten, das jetzt für alle Gäste von Zack Island zu machen, solange ich den Flug bezahlen kann.“ Rebecca hatte ihren Kopf jetzt direkt neben dem von Dawn, langsam fing es an ihn zu irritieren.
    „HÖHUHAHI was soll das bedeuten, Dawn? Willst Du, dass ich dir den Flug bezahle.“
    „Hehe, ja auf sowas wollte ich hinaus, für mich und Domme.“
    Domme nickte nur heftigst und grinste dabei, während Agent Chambers ein Taschentuch aus ihrer Jackentasche holte.
    „HOHAHIHU! Und warum soll Domme auch mit?“
    Domme grinste fröhlich: „Ich mache die Qualitätskontrollen, wenn Dawn einem Mädel was neues implantiert gucke ich ob sich das auch natürlich anfühlt und symmetrisch ist und so.“
    T lachte nur kurz und Dawn meinte:
    „Ach bitte, Bruder, Domme und ich können schon morgen im Flugzeug in die Karibik sitzen, das ist ein einmaliges Angebot.“
    „HAHAHIHU, ach was soll’s? Meinetwegen!“ lachte T und zückte seine Geldbörse.



    „HUHOHAHA Was kosten die Tickets denn so?“
    „Nicht so schnell!“ rief Rebecca dazwischen und sah Dawn wieder sehr genau an. „Darf ich das noch mal rekapitulieren? Also: Du bist der Bruder von T, der bisher mir gegenüber noch nie erwähnt wurde und Du willst zufällig heute das Land verlassen?“
    „Ja und?“
    Rebecca wischte mit dem Taschentuch unter Dawns Auge entlang: „Dein Mascara verläuft.“
    „Ja, hehehe das sind noch Reste von dem Make-Up, dass ich sonst immer trage.“
    „Sehr interessant.“ Rebecca holte einen kleinen Plastikbeutel aus der Tasche und warf das Taschentuch hinein.
    T lachte nicht: „Denken Sie jetzt bloß nicht das Falsche, Agent Chambers.“
    „Ich denke nie das Falsche.“ Rebecca packte die Tüte in ihre Tasche und zeigte direkt auf Dawns Nasenspitze: „Verlass bloß nicht die Stadt!“
    „Was? Aber wir wollten doch morgen nach Zack Island!“ Dawn ließ die Schultern hängen und Domme merkwürdiger Weise sogar noch mehr als er.
    Plötzlich ertönte noch eine Stimme von der Seite: „T ich muss dringend mit dir sprechen, es gibt Probleme mit dem Afrika-Projekt.“
    Rebecca drehte sich um, sie hatte gar nicht bemerkt, dass Billy und KingK2000 zusammen mit Alona und einem blonden Mann vom Wachhaus zurück gekommen waren.
    T schüttelte nur hastig den Kopf: „Nicht hier b3, das besprechen wir drinnen.“
    Plötzlich wusste Rebecca woher sie den blonden Mann kannte: „Moment mal! Sind Sie nicht dieser Pflanzenkundler, der im RPD andauernd diese Teekräuter verkauft?“
    „Äh...hehe, ja!“ sagte b3 +|uNr34l|+.
    „Aber wir müssen doch nach Zack Island!“ maulte Domme.
    „Bleib doch erst mal ganz ruhig.“ meinte Billy.
    „Sie können doch nicht einfach so meinem Bruder das Reisen verbieten!“ rief T.
    „Warum brüllen denn jetzt schon wieder alles so wild durcheinander?“ fragte Alona.
    Rebecca wurde das jetzt alles zuviel „STOP!“ brüllte sie so laut, dass sogar noch DR. Payne, bacita und Iron Maiden innehielten, obwohl sie schon längst im Inneren des Gebäudes verschwunden waren. „Jetzt ist Schluss mit dem ganzen Kram hier! Morgen früh löse ich diesen ganzen Fall ein für allemal und ihr alle werdet hierher kommen und dann verhafte ich endlich den Mörder!“
    T musste lachen: „HEHIHAHA Aber morgen ist doch Sonntag.“
    „Na und? Wen interessiert das schon? Ich hab eh Schichtdienst und muss arbeiten und ihr seid wohl sowieso alle hier für diese tollen Beerdigungen, die morgen sind, nicht wahr, T?“
    „HAHEHIHO, also um ehrlich zu sein sind diese Beerdigungen immer Sonntags, weil dann niemand kommt... wer will schon Sonntags freiwillig zu Arbeit? Und so sparen wir uns das Katering HEHE.“
    Rebecca schüttelte nur den Kopf: „Dann müssen Sie eben für morgen Schnittchen streichen, mir doch egal, nach der Beerdigung löse ich den Fall und ihr alle werdet da sein! Der Vorstand....“ Rebecca zeigte ins Gebäude, in dem Iron und bacita wieder zur Tür gekommen waren. „..Die Forscher!...“ Becky zeigte auf DR. Payne, „Das Wach- und Empfangspersonal!“ KingK, Alona und selbst Red Queen, die die gesamte Zeit durch brav hinter ihrem Tresen geblieben war, guckten leicht besorgt. „...Das Kantinenpersonal!...“ Agent Chambers deutete auf Masterkiller7, der nur verlegen grinste. „...Die ganzen Trottel aus dem Krankenflügel!...“ Becky machte eine ominöse Kreisbewegung mit der Hand in die ungefähre Richtung des Krankenflügels. „...und wer auch immer ihr drei Heinis seid!“ Rebecca sah Dawn, Domme und b3 an.
    b3 +|uNr34l|+ guckte nur verwirrt: „Wieso ich, was hab ich denn damit zu tun? Ich bin doch nur zufällig hier.“
    „Ja, Zufall, ich glaub nicht an Zufälle, oder wollen Sie mir sagen, dass es Zufall ist, dass Sie grüne Kräuter verkaufen und Christian Jung ganz grün im Gesicht war?“
    b3 starrte nur ungläubig auf die kleine aufbrausende Agentin: „Äh... ja?“
    „Das dachte ich mir schon!“ Rebecca schnappte Billy am Arm und zog ihn mit sich zu Masterkiller7. „So und Sie führen mich jetzt zur Kantine und zeigen mir diesen Leo!“
    Noch bevor Masterkiller7 auch nur ein Widerwort geben konnte, schob Rebecca ihn auch schon vor sich her und durch den Eingang. Während alle anderen nur auf sie starrten drehte sich Rebecca noch mal um: „Und wenn nur einer von euch Schlümpfen auch nur dran denen sollte morgen nicht aufzutauchen werde ich persönlich dafür sorgen, dass er nach ganz oben in die Liste der meistgesuchten Verbrecher kommt, ist das klar? Der Kerl hat dann mehr Ärger am Hals als Osama Bin Laden!“
    Zunächst schwiegen alle, während Rebecca Masterkiller7 weiter den Gang hinunterschubste und Billy nur langsam hinterher trottete. Nachdem die drei verschwunden waren richteten sich alle Blicke auf T.
    „HEHE Macht doch nichts, Osama haben die ja bisher auch noch nicht erwischt.“

  • Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns


    Von AngelS Wesker und Sarlac


    Kapitel 63: OP ruft Dr. G-Sam Teil 3 von 3


    Nachwirkungen:
    2 Minuten 31 Sekunden später:
    Obwohl Masterkiller7 Rebecca mehrfach beteuert hatte, dass er sehr wenig mit Leo zu tun hatte, weil ja beide in vollkommen anderen Schichten arbeiten würden, ließ sich Rebecca nicht dazu überreden, ihn gehen zu lassen. Mit einem kleinen Schubs stieß sie Masterkiller7 durch die Kantinentür:
    „So, nun suchen Sie mal ihren Kollegen.“
    Masterkiller7 sah sich nervös um, die ganze Kantine war leer, aber was blieb ihm schon anderes übrig, als nach dem komischen Kerl zu rufen?
    „Leo? Hilf uns Leo! LEEEEEEOOOOO?“
    Nach einer kurzen Zeit, in der er schon gehofft hatte einfach wieder gehen zu können, öffnete sich die Tür der Küche und ein junger Mann trat heraus.
    „Was gibt es denn?“
    „Ach Leo, schön dass Du dich endlich zeigst!“ Masterkiller7 hoffte einfach, dass es sich auch um den richtigen Kerl handelte, schließlich wusste er überhaupt nicht, wer dieser Leo-Knilch sein sollte. „Diese beiden Agenten hier möchten dir ein paar Fragen stellen.“
    Das große Fragezeichen, dass Leo bereits seit der Begrüßung von Masterkiller7 über dem Kopf schwebte wurde nur noch größer:
    „Okay und was wollt ihr von mir?“
    Rebecca machte einen Schritt nach vorne: „Wir sind vom DSI und uns ist zu Ohren gekommen, dass Sie einige Informationen zum Tod von Christian Jung haben.“
    „Was? Da hab ich doch gar keine richtige Peilung von...“
    „Wir haben gehört, Sie hätten versucht Dr. Jung ein Date zu verschaffen, stimmt das?“
    Leo streckte stolz die Brust raus: „Ja, das habe ich, ich bin vielleicht der beste Freizeit-Amor, den ihr je getroffen habt! Ich hab schon so viele vermittelt, ohne mich hätte Raccoon City nur halb so viele Einwohner.“
    „Ja, schön.“ seufzte Becky. „Können wir jetzt bitte endlich zu Christian Jung kommen?“
    „Ja in Ordnung... sagt mal, ihr zwei Turteltauben braucht aber nicht zufällig...“
    „NEIN!“
    „Okay, okay, ich seh schon wenn ich gar nicht mehr gebraucht werde....“ Leo grinste etwas verschmitzt. „Also, das mit Christian war so eine richtig schwere Sache, ich hab wirklich überall rumgefragt, Bahnhof, Busstation, Freudenhäuser...“
    Rebecca fragte sich ob der Kerl den Unterschied zwischen Liebesbote und Zuhälter wirklich kannte: „Komm zum Punkt, Junge!“
    „Okay, okay! Jedenfalls hab ich dann eine Frau gefunden, die tatsächlich bereit war mit ihm auszugehen und die er auch nicht gleich kategorisch abgelehnt hat.“
    Billy fragte kurz dazwischen: „Ach, er hat auch einfach Frauen abgelehnt, wieso das denn?“
    „Der Kerl hatte aus irgendeinem Grund was gegen Prostituierte und das obwohl ich sogar angeboten hatte ihm danach persönlich den HIV-Test zu zahlen... versteh einer die Leute...“
    Langsam langte es Rebecca: „Ja, blöde Kunden, was haben die auch Standards... nun spuck schon aus, wer die Tussi war!“
    „Okay, okay, passen Sie gut auf, Sie werden überrascht sein.“
    Und das war Rebecca auch.


    10 Minuten und 24 Sekunden später:
    Iron Maiden betrachtete AnTis Oberkörper, der in einer großen Gefriertruhe voller Eis lag:
    „Und ihr meint wirklich, dass ihr den wieder hinkriegt?“
    „Nö!“ antwortete DR. Payne knapp.
    „Doch, doch, wir werden ihn wieder zum Leben erwecken!“ sangen beide Shobijin im Chor. „Die Aufzeichnungen von Dr. Jung zeigen eindeutig, dass es möglich wäre!“
    Iron Maiden hielt sich das Kinn: Na gut, aber das größte Problem ist doch, dass ihm ein Bein und ein Arm fehlen, woher sollen wir die nehmen?“
    n3m^ erhob sich aus dem Stuhl, in den er nach seiner Ankunft von DR. Payne gesetzt wurde, und humpelte auf die Gefriertruhe zu:
    „Ihm fehlen sogar beide Beine, das eine, was da drin liegt, ist meins.“
    „Das ist dann ja noch schlechter, außerdem weiß ich nicht, inwieweit der HAL sicher genug ist um in einem solchen Dauerbetrieb stabil zu bleiben. Immerhin besteht das Ding hauptsächlich aus den Reaktorteilen meines Raumschiffs.“
    Die Shobijin lachten: „Aber dein Raumschiff fliegt doch gut Iron, das hatten wir doch selbst letztes Weihnachten ausprobiert und da flog das super!“
    „Ja schon, aber das Ding fliegt jetzt auch nicht mehr mit dem HAL... ich hab vor zwei Jahren den Motor einer Cessna eingebaut, seitdem läuft es erst wieder richtig. Glaubst Du ernsthaft ich würde hier noch rumhängen, wenn mein Raumschiff zum interstellaren Reisen fähig wäre?“
    Die große Motte ließ ihre Flügel und Fühler hängen und Iron bekam irgendwie Mitleid mit ihr: „Aber warum nicht? Versuchen wir es doch einfach! Morgen sehen wir zu ob wir das nicht vielleicht doch gemeinsam hinkriegen!“
    n3m^ und bacita jubelten und die Shobijin führten sogar einen kleinen Freudentanz auf, nur DR. Payne schüttelte verdrießlich den Kopf.
    Iron guckte noch ein wenig in das Gefrierfach und erblickte plötzlich etwas gelbes:
    „Sagt mal, was ist denn das für ein Ding?“
    n3m^ lächelte stolz: „Das ist der Kopf von Genesis, ich hab den da mal reingepackt, damit er noch schön frisch ist, wenn AnTi und ich ihn T überreichen.“
    Iron Maiden nickte nur: „Ach so, alles klar, dann machen wir das ganze aber am Montag oder, solange der Körper auf Eis liegt, sollte das wohl nicht viel ausmachen, oder?“
    „Ja, das machen wir Montag.“ lachten die Shobijin.
    „Gut, dann können wir ja jetzt alle Feierabend machen.“ freute sich Iron, doch n3m^ war gar nicht so glücklich.
    „Und was wird jetzt eigentlich aus meinem Bein?“
    DR. Payne hatte das Thema inzwischen satt: „Ich hab dir schon 5 mal gesagt, dass der OP dafür frei sein muss und jetzt ist da eben erst mal dieser blöde Polizist drin, wir hätten ja gleich nach unserer Ankunft gehen können, aber Du wolltest ja nicht, jetzt können wir das auch gleich erst Montag machen, das Bein wird davon auch nicht mehr schlechter.“
    „Können wir das nicht einfach hier und jetzt machen?“
    „Ich hab dir doch schon mal gesagt, dass es dafür steril sein muss..“
    „Ach, das wird schon nichts machen, das geht schon in Ordnung so.“
    „Ja und wenn Du morgen Wundbrand hast, bin ich natürlich Schuld.“
    „Nein, das geht schon, ich unterschreib dir auch einen Wisch dafür oder so.“
    „Ich weiß ja nicht mal ob Du dafür zurechnungsfähig wärst und deine Unterschrift überhaupt irgendwie gültig wäre.“
    „Was soll dass den heißen?“ n3m^ war äußerst entrüstet.
    „Naja, wegen dem Dächlein hinter deinem Namen eben.“
    „Was hat denn das damit zu tun?“ fragte eine der Shobijin.
    Und auch n3m^ guckte ihn fragend an. Nur Iron Maiden sah ihn nicht verwundert an, was aber vermutlich nur daran lag, dass er schon wieder verschwunden war, ohne dass es jemand bemerkt hatte. Zunächst guckte DR.Payne etwas verwirrt, doch dann beschloss er sich auf die anwesenden Personen zu konzentrieren:
    „Ihr habt wirklich beide keine Ahnung für was n3m^ die Abkürzung ist, oder?“
    bacita und n3m^ schüttelten beide den Kopf und DR. Payne seufzte nur laut:
    „Das Dächlein zeigt an, dass bei der Verpflanzung des Neurotechimplantats etwas schiefgelaufen ist und das Gehirn dabei beschädigt wurde. Das Kürzel liest sich: Neurotech, dritte Generation, Mensch, mit Dachschaden.“


    19 Minuten 32 Sekunden später:
    Rebecca steckte den Kopf durch die Tür von Dr. Haus Büro:
    „Nur als Information: Ich erwarte, dass Sie morgen mit ihrem ganzen Personal sowie allen anderen Ärzten und Schwestern anwesend sind, damit ich den Fall klären kann, klar?
    „Ach, ich wusste gar nicht, dass Sie mir jetzt etwas zu sagen haben, Agent Chambers.“
    „Das ist kein Scherz, ich erwarte, dass alle anwesend sind, auch dieser Knilch aus der Leichenhalle, der die Autopsie vorgenommen hat, Sie wissen schon wen ich meine...“
    „Herrn Skrabby?“
    „Ja, genau den, sorgen Sie dafür das alle da sind, wenn auch nur einer fehlt reiß ich ihnen die Eier ab.“
    Dann zog Rebecca den Kopf wieder aus dem Türspalt und verschwand, noch bevor Dr. Haus etwas sagen konnte. Billy freute sich, endlich lächelte Becky mal.


    28 Minuten 49 Sekunden später:
    G-Sam kam aus dem OP und nahm die Maske und das Käppchen ab.
    „Wir haben die Blutung erst mal weitestgehend unter Kontrolle, und er ist bei seiner vierten Blutkonserve.“
    Taka schluckte leicht und sah durch die Glasscheibe auf seinen Vorgesetzen.
    „Was ist denn nur mit ihm los?“
    „Wir sind und auch nicht ganz sicher, er blutet wirklich unaufhaltsam und es sieht so aus als würde er von innen heraus verrotten. Sein halber Dickdarm hat sich schon aufgelöst, wir wissen wirklich nicht, woher das kommen kann. Das mag etwas merkwürdig klingen, aber hat er sich eventuell in letzter Zeit irgendwelche Fremdkörper in den Hintern eingeführt?“
    Taka stockte zunächst, doch dann erinnerte er sich:
    „Na klar, den mYchL!“
    G-Sam erschrak: „Was haben Sie grade gesagt?“
    „Reon hat sich einen mYchL hinten rein gesteckt, das war so ein komisches Zäpfchen, dass wir in ihrem Büro gefunden haben.“
    „Aber auf der Packung stand doch drauf, dass es nur für posthumane Lebewesen gedacht ist.“
    „Ja, Reon meinte, sein Vater wäre bei der Post gewesen.“
    G-Sam schlug sich mit der Hand an den Kopf.
    „Okay, kommen Sie ruhig mit rein, ich muss das mit Reon besprechen.“
    „Aber der OP muss doch steril bleiben.“
    „Für Reon ist das jetzt egal.“
    G-Sam ging mit gesenktem Haupt durch dir Tür und Taka folgte ihm schweigend.
    G-Sam beugte sich über seinen Patienten:
    „Reon? Reon hören Sie mich?“
    Reon öffnete die Augen leicht „Nero.“
    „Was?“ fragte Taka verwundert.
    „Nennt mich Nero, *ehu* .... ich hab immer davon geträumt mar Nero zu heißen...*ehu* ..schon seit der Grundschure ars bei mir Dysrexie diagnostiziert wurde.“
    G-Sam nickte nur kurz: „Okay, Nero, dann wollen wir dich jetzt auch so nennen. Hör mir kurz zu, erinnerst Du dich daran, dass Du ein Medikament namens mYchL zu dir genommen hast?“
    „Ja... diesen mYchR hab ich mir in den Hintern geschoben.“
    „Genau, das Problem dabei ist, dass ich mYchL niemals auf Menschen loslassen wollte. mYchL sollte für posthumane Lebewesen sein.“
    „Ja... mein Vater war bei...“
    Ich weiß, aber das hat mit posthuman nichts zu tun, posthumane Lebewesen ist die politisch korrekte Bezeichnung für Zombies.“
    „Ohhh...“ stammelte Reon.
    „Ja, also bei Zombies tritt ein gewisses Problem auf, sobald sie zu viel Blut im Körper haben, werden sie nämlich wesentlich aggressiver als normal. Wir bezeichnen das als „Red Head Syndrom“ und wenn man so einen Zombie hat, dann muss man ihm einfach eine genügende Menge Blut abnehmen und das geschieht über den mYchL.“
    Reon (oder Nero, wie auch immer) sah ihn nur fragend an.
    „Sehen sie, der mYchL ist ein mit Yttrium ummanteltes Heil-Abführmittel. mYchL wandert gezielt ganz tief in den Darm und nistet sich dort ein um den Zombie von seinem Blut zu befreien und das solange, bis der Zombie wieder normal ist.“
    Reon stammelte nur: „Aber... der mYchR führte sich so warm und wohrig an.“
    „Ja, das kann ich mir vorstellen, dass ihnen das gefallen hat, aber es war fatal, Sie haben sehr viel Blut verloren.“
    „Aber...*ehu*... jetzt geben Sie mir ja neues.“
    „Ja, aber das wird nichts bringen, das Problem ist dabei das Yttrium, das ist radioaktiv.“
    Reon und Taka rissen die Augen auf und sahen den Arzt verstört an. G-Sam redete weiter:
    „Für Zombies ist Yttrium nicht so schlimm insgesamt macht denen radioaktive Strahlung nicht so viel aus, aber für einen Menschen sind die Schäden leider irreparabel.“
    Nero blickte G-Sam an und schluckte: „Wie range?“
    „Nicht länger als einen Tag...“


    5 Stunden 34 Minuten 52 Sekunden später im Raccoon City Police Department:
    „Becky, können wir nicht endlich aufhören über diesen Akten zu brüten und nach Hause gehen?
    „Nein, Billy, wir machen jetzt solange weiter, bis wir den Fall gelöst haben und wenn wir die ganze Nacht drüber grübeln müssen.“
    „Aber ich bin müde.“
    „Na und, ich auch, aber wenn ich morgen nicht weiß, wer diesen merkwürdigen Dr. Jung getötet hat, stehen wir beide wie die letzten Trottel da.“
    „Na gut Becky, ich setzt uns noch einen Kaffe auf.“
    „Ja, mach das! Und dann setz dich wieder an den Tisch, ich hab nämlich immer noch nicht die geringste Ahnung, wer diesen Dr. Jung nun getötet haben könnte... oder weißt Du es vielleicht?“

  • Zitat

    Meld! (Okay, ist jetzt keine Überraschung, oder?)


    Hm, ne jetzt nicht so richtig :laugh1:


    Ansonsten, richtig cooles und vor allem langes Kapitel


    Und mal wieder n besonderes Lob an die Pics :thumbs5:


    Hab ma in nem Interview mit Ewan McGregor gelesen, dass er schon zig ma gefragt wurde wie sie die Kloszene in Trainspotting hingekriegt haben.
    Das dürfte sich jetzt erledigt haben :D

  • Hui, erstmal danke für das viele Lob


    Zitat

    Original von SiNNeR
    hmm... radioaktiver blutverlust über den anus... klingt... strange xDD


    Stimmt, ist aber erschreckender Weise sogar realistisch :8o:

    Zitat

    Aus einer IPPNW-Studie von Dr. med. V. W. Sidel, Dr. med. H. J. Geiger, Dr. med. H. L. Abrams, Dr. phil. R. W. Nelson
    Was die akute Form der Strahlenkrankheit angeht, sind Zellen im Stadium der Mitose und solche mit erhöhter Stoffwechselaktivität (Anm.: d.h. eben Verdauungsystem & Darm) empfänglicher für radioaktive Strahlung als andere. Da Epithelzellen besonders empfindlich sind, weisen erste Symptome wie anhaltendes Erbrechen, Durchfall sowie Flüssigkeits- und Elektrolytverlust häufig auf Schäden des Verdauungstrakts hin. Schwere Anämie und Blutungen sind verbreitete Phänomene.


    Und nun sag nochmal einer, dass man bei uns nichts lernt! :bigfinger: :laugh1:
    Und das sind nur die Symptome für "normale" Verstrahlung, wenn wir nun mal davon ausgehen, jemand würde tatsächlich die irreale Tat begehen sich einen radioaktiven Körper rektal einzuführen :ahja:, dann behaupte ich jetzt, dass ich mit meinen Symptomen vermutlich gar nicht soweit daneben läge :P


    Zitat

    Original von Domme
    So notgeil bin ich doch garnicht.. ._.


    Ach, normalerweise würdest Du den Job natürlich gleich ablehnen, oder? :laugh1: Na dann muss ich den verklemmtesten User wohl nochmal überdenken, solange anTi noch im MGO-Wahn ist :laugh1:


    Zitat

    Original von Iron_Maiden
    Was fällt euch ein, einfach den Reaktor aus meinem Raumschiff für diesen ollen HAL auszuschlachten?


    Ach, das Ding fliegt auch ohne gut genug :P Und der 8999er HAL war ja eh ein Auslaufmodel, der Nachfolger war immerhin schon 2001 auf dem Markt :rolleyes:


    Zitat

    Original von seb bsaa-europe
    Und mal wieder n besonderes Lob an die Pics :thumbs5:


    Danke dabei waren die diesmal nichtmal selbstgemacht sondern nur aus meinem Fundus von skurilem Quatsch aus dem Internet. (sollte wohl mal wieder 'nen Beitrag für WWW verfassen...)

  • Jop jop ohne scheiß Kinnas 3 Teile...nehmt euch mal wieder ne Pause. :D geht so nich,ihr fallt uns noch aus den Latschen wegen der Story.Wie immer fuckin`brillant.Und echt AngelS & Sarlac meinen Respekt das ihr euch die ganze Handlung merken könnt ihr seid ja noch bescheuerter als die LOST Heinis ^^ DAnke wiedermal für dieses wunderbare Kapitel.

  • Zitat

    Original von F.E.A.R.
    Jop jop ohne scheiß Kinnas 3 Teile...nehmt euch mal wieder ne Pause. :D geht so nich,ihr fallt uns noch aus den Latschen wegen der Story.Wie immer fuckin`brillant.Und echt AngelS & Sarlac meinen Respekt das ihr euch die ganze Handlung merken könnt ihr seid ja noch bescheuerter als die LOST Heinis ^^ DAnke wiedermal für dieses wunderbare Kapitel.


    Danke ^^
    Das merken der Handlung ist gar nicht das komplizierte, sondern die Chara-Logistik (wenn das Wort einen Sinn ergibt). Jedenfalls war es grade in diesem Kapitel besonders kompliziert, die (insgesamt 20) Leute auf einem Haufen zu haben und durcheinanderwuseln zu lassen. :rolleyes:
    Und die Pause nehmen wir uns jetzt auch quasi, denn die nächsten paar Kapitel werden wesentlich kürzer :yay: (muss auch mal sein...)


    EDIT:
    @Taka unter mir (sofern er das noch bemerkt :rolleyes: ): Tja, nun wollte ich grade schreiben "Doch, der Vater von nem Bekannten von mir fährt den!" Aber das kann ich nicht mal...Mist....okay, ich erklär das mal:
    Sowas dummes passiert dann, wenn man mal über ein Auto schreibt, von dem einem dauernd was erzählt wird und dann von jemandem, der offensichtlich weniger Ahnung von Autos hat als ich (ja sowen gibt es)... Jedenfalls erzählte mir ein Bekannter andauernd von dem tollen neuen Protz-SLK seines Vaters und wie sehr man da aufpassen muss, dass die Rücksitze nicht dreckig werden.... Das ist aber ein CLK, wie ich grade erfahren durfte :laugh1:
    Und den muss es damit als 4-Türer geben :bigfinger:
    Daher auch jetzt meine Frage: wo liest Du denn da oben SLK? :rolleyes: :laugh1:

  • So, nun mal wieder ein etwas kürzeres Kapitel. ^^


    Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns


    Von AngelS Wesker und Sarlac


    Kapitel 64: AngelS konspiriert


    Ich stapfte wütend zurück in die Höhle, wo Subzero noch immer leicht verdattert dastand. Meine Verdugos sahen verschreckt aus und erst jetzt wurde mir klar, was für eine Szene Sarlac und ich da veranstaltet hatten.
    Ich wollte mich bei Subzero dafür entschuldigen, das Sarlac so ein elender Idiot war, doch ich hatte das Gefühl, wie eine Irre schreien zu müssen, sobald ich den Mund aufmachte. Ich versuchte, meiner Gefühle wieder Herr zu werden, doch kaum hatte ich die eine Welle heiß glühender Wut herunter geschluckt, da überrollte mich schon die nächste.
    Und plötzlich dämmerte es mir. Sarlac war den Berg hoch abgehauen. Sollte ich etwa zulassen, dass er vor mir dort oben war? Dass ER meinen Albert rettete? Dann müsste ich mich wohlmöglich noch bei ihm bedanken, und das ging ja mal gar nicht!
    Sofort setzte ich mich in Bewegung und verteilte das restliche Gepäck auf meine Verdugos. Es kostete mich ein enormes Maß an Selbstbeherrschung, wenigstens halbwegs freundlich zu klingen, als ich mich schließlich noch mal an Subzero wandte. „Tut mir leid, das alles. Vielen Dank für ihre Gastfreundschaft.“ Ohne seine Reaktion abzuwarten stürmte ich aus der Höhle und begann, Sarlacs Spuren zu folgen.
    Eine ganze Weile lang lief ich in dem kleinen Weg, den er in den Schnee gepflügt hatte und ging meinen trüben Gedanken nach. Es war alles Sarlacs Schuld!
    Wenn er sich nicht mit Umbrella angelegt hätte, wäre mein süßer Kleiner noch bei mir. Bestimmt hatte es auch etwas damit zu tun, dass Sarlac diese Mottenfrau am Flügel verletzt hatte. Vielleicht war sie devilmans Geliebte oder so was und jetzt wollte er Rache.
    Dass so viele meiner Verdugos tot waren, war auch Sarlacs Schuld. War es denn zuviel verlangt, dass er –als ach so großer Wissenschaftler- ein merkwürdiges Klirren identifizieren konnte? Er wusste doch sonst immer alles. Er kannte sich doch auch so viel besser mit Verdugos aus. Da hätte er doch auch wissen müssen, dass die bei zu großer Kälte einfrieren und zerspringen. Wie hätte ich das denn bitteschön wissen sollen? ER hatte schließlich den Kurs in Verdugologie besucht... nicht ich!
    Und wenn er in so kurzer Zeit so viel Mist baut, muss er sich auch nicht wundern, wenn meine Laune im Keller ist. Und bei dem ganzen Blödsinn, den er in letzter Zeit gelabert hat, MUSS man doch einfach mal Kontra geben. Also war auch dieser Streit allein seine Schuld!
    Mich hätte es wirklich nicht gewundert, wenn auch noch der Treibhauseffekt, der Untergang der Titanic UND die Erfindung der koffeinfreien Cola auf seine Kappe gehen würden. Zuzutrauen wäre es ihm.
    Doch lange kreisten meine Gedanken nicht um all die Dinge, an denen Sarlac noch Schuld sein musste. Viel zu schnell kehrten sie immer wieder zu Albert zurück. Und mit ihnen kamen weitere, immer schrecklichere Bilder in meinem Kopf. Was, wenn Sarlac ihn sogar bewusst an Umbrella verkauft hatte? Wenn er mit T gemeinsame Sache machen würde? Nur was hätte er davon? Und was hätte T davon? Nun ja... immerhin war mein Albert höchst selten. Ein einzigartiges Exemplar. Ein Publikumsmagnet in jedem Zoo. Und Albert konnte auch tolle Kunststückchen. Eine tolle Attraktion in jedem Zirkus. Und Albert war auch überaus liebreizend anzusehen. Eine herrliche, einzigartige Jagdtrophäe, die sich gut über jedem Kamin machen würde... Dieser Gedanke war entgültig zu viel für mich. Mit Tränen in den Augen beschleunigte ich meine Schritte. Wenn DAS wahr sein sollte, würde ich mir aus Sarlacs und Ts Köpfen ein paar wunderschöne Hausschuhe basteln.
    Ich musste einen Weg finden, Sarlac zu überholen. Blöd nur, dass er einen ziemlich geraden Weg in Richtung Gipfel genommen hatte. So bot sich mir keine Abkürzung. Ich konnte nur den von ihm ausgetretenen Pfad verlassen und auf meine Schnelligkeit zählen. Ich hatte auch noch den Vorteil der Nachtsicht. Er würde bei Dunkelheit rasten müssen, ich nicht.
    Also ignorierte ich die Blasen an meinen Füßen, das Seitenstechen und meine schmerzenden Beine und pflügte mir selbst einen Weg durch den Schnee.
    Meine Verdugos konnten kaum mit mir Schritt halten. Besonders Arko und Marvin keuchten wie meine Oma beim Treppensteigen. Arko hatte ja noch nie viel Kondition gehabt, aber Marvin war einfach nur faul. Vielleicht hatte er sich auch bloß einen Fingernagel abgebrochen und zickte jetzt rum wie ein Mädchen... aber dafür hatte ich einfach keinen Nerv. Sarlac durfte einfach nicht vor mir auf dem Gipfel ankommen.
    Ich hatte zwar auch überhaupt keinen Plan, wie ich in das Labor hinein kommen sollte, wenn ich erst mal da war, aber das würde sich wohl finden. Es würde sich wohl finden MÜSSEN... und das auch noch schnell. Denn so wie ich Sarlac kannte, hatte er sicher schon einen Plan. Mr. Superschlau, der immer auf alles eine Antwort wusste. Mr. Oberperfekt, wegen dem mir in letzter Zeit einfach nichts mehr gelingen wollte. Immer kam er mir zuvor. Oh, und wie beleidigt er war, als ich mal eine bessere Theorie hatte als er. So stinkig, das er mir sofort das mit dem Verdugo-Curry reingewürgt hatte. Und dann war es auch noch seine Schuld, das ich kein Autogramm von Alfie bekommen hatte. Dieser Blödmann gönnte mir aber auch gar nichts. Und dann auch noch unnötig Zeit mit einem durchgeknallten Einsiedler vertrödeln.
    Wahrscheinlich war er auch noch Schuld an diesem Flugzeugabsturz. Genau! Und er wollte mich mit dieser abstrusen Geschichte nur von Albert ablenken. Wohlmöglich hingen also auch noch lilumax und Subzero da mit drin.
    Weiter kam ich mit meiner schönen Verschwörungstheorie leider nicht, denn das panische Quieken eines Verdugos holte mich unsanft wieder in die Wirklichkeit zurück.
    Ich drehte mich um und wurde Zeugin einer entsetzlichen Szenerie. Marvin hatte gebummelt, war ein gutes Stück zurückgefallen und wurde nun von einem weißhaarigen Typen mit einem roten Mantel und einem riesigen Schwert bedroht.



    Mein Herz raste. Einerseits war es ja nur Marvin, aber andererseits würde ich wohl jeden meiner letzten paar Verdugos noch brauchen können... Also setzte ich mich in Bewegung und lief auf den Angreifer zu, was bergab erstaunlich schnell ging...
    „EY, Du Pappnase! Bist Du denn total gestört ?“
    Der Weißhaarige antwortete, ohne den Blick von Marvin zu wenden, der nun völlig verängstigt am Boden kauerte. „Keine Sorge, Ma’am. Diese Viecher hier wollten sich von hinten an Sie ranschleichen, aber ich habe alles unter Kontrolle. Gleich sind Sie in Sicherheit!“
    Ich schoss den Weg förmlich hinab und schlitterte graziös an ihm vorbei. Gerade noch schaffte ich es, mich an seinem Mantel festzuhalten und ihn ein paar Meter mitzureißen, bevor ich unsanft auf meinem Hintern landete.
    Das konnte doch alles nicht wahr sein. Jetzt wurde ich schon wieder aufgehalten...
    „Von wegen, „alles unter Kontrolle“! Wenn Du meinen Verdugos auch nur ein Haar krümmst, krümm ich dir was ganz anderes!“
    „Die gehören zu dir?“
    Der war wohl schwer von Begriff... „Natürlich gehören die zu mir! Hast Du schon mal wilde Verdugos durch irgendwelche Gletscher spazieren sehen?“
    „Ehrlich gesagt habe ich noch nie Verdugos gesehen. Weder im Gletscher noch sonst wo.“
    Er steckte jetzt wenigstens seine Pistolen wieder ein. Ich rappelte mich wieder hoch und klopfte mir den Schnee vom Kampfanzug.
    Der weißhaarige Typ warf einen skeptischen Blick zu Marvin, der sich jetzt hinter Fuzzy versteckte. „Tja... dann... Du hast nicht zufällig einen richtigen Teufel oder so was in der Art hier oben gesehen?“
    Warum nur schoss mir bei dieser Frage ein Bild von Sarlac vor mein inneres Auge? Zu dumm, das ich gut erzogen war und daher wahrheitsgemäß antwortete. „Nö. Sowas hab ich nicht gesehen. Aber ich bin auf dem Weg zu einem gewissen devilman. Der sieht aus wie ein Teufel, benimmt sich wie einer und riecht sicherlich auch so. Meinst Du vielleicht den?“
    Der Typ runzelte die Stirn. „Könnte sein. Wo soll der sich aufhalten?“
    „Was willst du denn von ihm, wenn er es ist?“ So wie dieser Kerl bewaffnet war, konnte es nichts gutes sein. Das könnte mir zwar einerseits von Nutzen sein, denn wenn er devilman an den Kragen wollte, würde das weniger Arbeit für mich bedeuten, aber andererseits war es schließlich MEINE Mission, Albert zu retten.
    „Ach, ich wurde beauftragt, einen Teufel zu erledigen, der angeblich hier in den Arklay Mountains gesichtet wurde.“
    Na das war ja prima... hätte man mir nicht sagen können, dass es komische, weißhaarige Typen gibt, die man mit so etwas beauftragen kann, BEVOR ich mich den ganzen Weg hier herauf gequält hatte? Jetzt war es auch zu spät. Ich würde nicht umkehren und ich würde Alberts Rettung niemandem sonst überlassen! „Tja, da kann ich dir auch nicht helfen! Deinen Teufel kannst Du dir allein suche. Ich muss weiter!“ Mit diesen Worten begann ich, wieder los zu marschieren. Ich hatte keine Zeit mehr zu verlieren.
    Doch dieser dreiste Typ folge mir einfach.
    „Hey, ich kann doch keine Lady hier oben so ganz allein rumlaufen lassen.“
    Ohne zurück zu sehen ging ich weiter. „Tsss... da könnte ja jeder kommen. Ich weiß ja nicht mal wer Du bist, da werd ich dich garantiert nicht mitschleppen!“
    Doch er schleppte sich einfach selbst mit. Ein ganzes Stück des Weges folgte er mir und ich musst mir schließlich eingestehen, dass es schon ganz gut so war. Immerhin lenkte er mich von meinen trüben Gedanken ab. Er erzählte mir, das er Dante hieß und Teufelsjäger war. Ein recht ungewöhnlicher und gefährlicher Beruf, den er eigentlich nur aus Trotz ergriffen hatte, weil er nicht Banker werden wollte, so wie sein Vater.



    Er war von einer alten Dame beauftragt worden, die am Stadtrand von Raccoon City wohnte. Angeblich hatte sie, während sie mit ihrem Fernglas Vögel beobachtete, ein merkwürdiges Wesen auf einem Weg am Fuß des Berges gesehen. Doch er hatte hier oben außer meinen Verdugos keine merkwürdigen Wesen entdeckt, also wollte er langsam wieder umkehren.
    Wir einigten uns darauf, das er noch ein Stückchen mit mir kam, und erst dann umkehren würde, um der alten Dame zu erzählen, er habe dieses Wesen gefunden und erlegt... und dann natürlich seinen Lohn zu kassieren.
    Es dämmerte schon, als wir uns einer Höhle näherten. Dieser Berg war ja der reinste Schweizer Käse. Normalerweise hätte ich mich über dieses passende Timing, eine Höhle gerade zur Dämmerung zu finden, gefreut, doch in diesem Fall war es ein Schlag ins Gesicht für mich, da ich es mir beim besten Willen nicht leisten konnte und wollte, hier die Nacht zu verbringen. Allerdings konnte es wohl auch nicht schaden, wenigstens zehn Minuten Pause zu machen und einen Happen zu essen. Je näher wir der Höhle kamen, desto verlockender erschien mir der Gedanke an eine kleine Pause... zumindest bis ich die Spuren entdeckte.
    Da waren Spuren im Schnee. Die Spuren sahen frisch aus und selbst ich mit meinem miserablen Fähigkeiten im Spurenlesen erkannte, das diese hier von nur einer Person verursacht wurden. Sarlac war vor mir hier gewesen.
    Ich verfolgte die Schneise im tiefen Schnee mit den Augen und sie führten geradewegs in die Höhle hinein. Mir stockte der Atem. Das war meine Chance. Wenn Sarlac sich hier vor der bösen, bösen Dunkelheit verkrochen hatte, musste ich nur die Nacht durchwandern, um ihn endgültig abzuhängen. Und ich würde von nun an allein weiter gehen.
    Ich drehte mich zu Dante um.
    „Also, Dante... Du äh.... kannst jetzt ruhig umkehren. Ab hier schaff ich es schon allein.“
    Wir verabschiedeten uns und bevor er mit halsbrecherischen Sprüngen den Berg herunter turnte, drückte er mir noch eine Visitenkarte seines Ladens „Devil May Cry“ in die Hand.
    Ich sah ihm noch kurz nach, zerknüllte die Visitenkarte und näherte mich vorsichtig der Höhle.
    Weder Licht noch Geräusche waren hier draußen auszumachen. Vielleicht war Mr. Superschlau-ich-hab-studiert ja zu doof, sich selbst ein Feuer zu machen. Dieser Gedanke erfüllte mich mit einer diebischen Schadenfreude und ich konnte mir ein leises Kichern nicht verkneifen, als ich mich so lautlos wie möglich am Eingang vorbei schlich und beschwingten Schrittes weiterging.

  • Kurz, knackig, gut (starke Untertreibung im letzten Punkt)


    Dantes Auftritt fand ich gut, da ich den Kerl samt dazugehöriger Spielereihe eh mag.


    Und die Pics sind auch wieder top. Und wie man sieht ja auch wieder self-made.
    (Irgendwie kann ich es nicht lassen die Bilder zu erwähnen :8o:)

  • Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns


    Von AngelS Wesker und Sarlac


    Kapitel 65: Der Wahnsinn in den Bergen



    Wütend stapfte Sarlac aus Subzeros Höhle. Was fiel AngelS überhaupt ein, einfach so über Geräte zu lästern von denen sie gar keine Ahnung hatte? Aber das war ja nichts neues, die Frau hatte schließlich von überhaupt nichts eine Ahnung. Er würde es ihr schon zeigen und zwar so richtig. Er würde einfach als Erster auf dem Gipfel sein und dort würde er schon diesen komischen Albert und..... er blickte in die Innenfläche seiner Hand... Marukka! Genau! Er würde die beiden einfach als Erster retten...nein nicht als Erster, als Einziger, genau! MUHAHA!
    Sarlac schulterte seinen Rücksack und rannte los, so schnell er konnte. Er war ja schon im Gehen immer schneller als AngelS gewesen, wenn er sich jetzt wirklich beeilte, war er vermutlich Tage vor AngelS auf dem Gipfel, wenn die überhaupt je dorthin kommen würde. MUHAHA!
    Als er außer Sichtweite der Höhle war, holte er mit einem triumphierenden Grinsen seine absolute Trumpfkarte aus der Jacke: Die Karte, die er Subzero unter dem Atari rausgefischt hatte. Auf so eine schlaue Idee wäre AngelS sowieso nie gekommen und fast hätte sie ihm sogar alles ruiniert, durch ihren blöden mixbox-Kommentar... Er schlug die Karte auf und betrachtete sie ausgiebig. Dabei fiel sein Blick sofort auf die zwei eingezeichneten Höhlen und die zwischen ihnen eingezeichnete Linie, über die lilumax das Wort „Abkürzung“ geschrieben hatte. Sarlac konnte sein Glück nicht fassen, er überlege kurz, wie er wohl gehen sollte, dann faltete er die Karte wieder zusammen und stopfte sie in seine Tasche. Als er den Weg sah, musste er lachen, direkt vor ihm war ein kleiner steiler Hang, den er hinauf konnte. Nur AngelS würde sicherlich lieber einen Umweg in Kauf nehmen, als sich den Hang hoch zu hieven, die Frau hatte keine Chance mehr, er würde gewinnen. MUHAHA!
    Sarlac lachte noch einige Minuten, bis ihm auffiel, dass es besser für ihn war, still zu sein, schließlich wollte er nicht, dass AngelS dem Gelächter und damit ihm folgte. Es dauerte nur ca. eine Stunde, bis er zu der eingezeichneten Höhle kam, AngelS würde sicherlich noch fast bis Sonnenuntergang brauchen um auch nur annähernd soweit zu sein. Sarlac ging durch den Eingang und versuchte etwas zu erkennen. Er ärgerte sich fast, dass er den Nachtsichthelm von AngelS nicht dabei hatte, war ja typisch, das eine Mal, dass man die Tussi mal zu was gebrauchen könnte und sie war nicht da.... aber das war auch schon egal, denn so langsam gewöhnten sich Sarlacs Augen an die Dunkelheit und es schien so, als wäre die Höhle nicht sonderlich tief und einen Ausgang konnte er auch nicht wirklich erkennen.... Sarlac fasste sich an den Kopf und überlegte. Irgendetwas musste nicht stimmen, es war doch ein Durchgang auf der Karte eingezeichnet gewesen, er ging hier in der Höhle in den Berg hinein und kam ein ganzes Ende weiter oben wieder raus... nachdenklich blickte Sarlac nach oben, dann schlug er sich die Hand an den Kopf. Direkt über ihm konnte er einen Lichtschein erkennen, das musste der Ausgang sein. Alle Wände gingen fast senkrecht nach oben und er hatte keine Möglichkeit an ihnen hoch zu klettern. Der ganze Weg war umsonst gewesen... hätte er doch nur eine Kletterausrüstung mitgenommen... Enttäuscht schlug Sarlac mit der Faust gegen die harte Steinwand und musste feststellen, dass er gegen etwas anderes geschlagen hatte, es war auch hart, aber kein Stein....Er erkundete mit seinen Fingern die Wand und plötzlich griff er etwas. Sarlac konnte sein Glück kaum fassen, es war ein Seil! lilumax oder Subzero mussten es hier gelassen haben, die Abkürzung funktionierte noch. MUHAHA!


    Aber auch eine Steinwand an einem alten Seil hinauf zu klettern war nicht grade die leichteste Aufgabe für einen Wissenschaftler, der die meiste Zeit seines Tages damit verbrachte in einem einsamen Labor zu hocken. Sarlac stellte fest, dass er zwar gerne wanderte, aber das Klettern an einem Seil war wesentlich anstrengender, als es in der alten Batman-Serie immer wirkte. Nach nichtmal der halben Strecke taten ihm seine Arme so sehr weh, dass er sich wünschte, er könnte eine Pause einlegen, doch das war nicht möglich, es ging nur entweder aufwärts oder abwärts. Sarlac begann zu schwitzen und atmete immer heftiger, die eisige Luft brannte in seinen Lungen, doch er konnte nicht aufgeben. Der Rucksack wog eine gefühlte Tonne, warum hatte er nicht gleich daran gedacht ihn unten zu lassen? Er hätte ihn einfach festbinden können und hinter sich herziehen, aber darauf war er gar nicht gekommen... sowas dummes... bestimmt war das nur die Schuld von AngelS, wenn jemand so unpraktikabel war musste das ja irgendwann abfärben.... Aber jetzt war es zu spät, er hatte schon den halben Weg zurück gelegt und wenn er jetzt noch wieder hinunterklettern würde, hätte er nicht mehr genug Kraft für den zweiten Aufstieg. Das Ende des Seils konnte er auch nicht nach oben ziehen, geschweige denn den Rucksack festbinden, bei dem Versuch würde er sicherlich abstürzen. Es half alles nichts, er mühte sich weiter nach oben, Schritt um Schritt, Zentimeter um Zentimeter. Seine Oberarme schmerzten vom Gewicht seines eigenen Körpers und des verfluchten Rucksacks und der Schweiß auf seiner Stirn gefror durch die kalte Luft. Sarlac wurde immer heißer und immer kälter, doch er kämpfte sich weiter nach oben, während das Licht des Eingangs langsam verschwand... Es wurde Nacht. Sarlac bemühte sich schneller nach oben zu kommen, bevor er sein Ziel ganz aus den Augen verlieren würde. Seine Augen begannen vor Anspannung zu brennen und die Höhle verschwamm vor ihm, er konnte nicht mehr, gleich würde er das Seil loslassen müssen, doch grade als er auf geben wollte, ging sein Griff ins Leere, er tastete zur Seite und rief nur laut „Jahaaaaa!“, er hatte es geschafft, er war die Wand hochgekommen! Sarlac zog sich die letzten Zentimeter hoch und blieb erschöpft auf dem Höhlenboden liegen. Er atmete schwer und tief ein, die kalte Höhlenluft brannte noch immer, doch in der Dunkelheit ohne die Anstrengung, war es jetzt schon fast eine Wohltat. Für einige Sekunden lag Sarlac erschöpft auf dem Boden, dann hörte er plötzlich ein lautes Zischen gefolgt von einem brennenden Knistern. Die gesamte Höhle war in ein rotes Licht gehüllt. Sarlac sah nach oben und kniff die Augen zusammen, jemand hielt ihm die rote Leuchtfackel direkt ins Gesicht.
    „Sehen Sie, ich hab doch gesagt, dass ich jemanden bemerkt habe. Hätten Sie geglaubt, dass er es bis hierher schafft, Mr. Sin?“
    „Aber niemals, Mr. White, ich wusste nicht mal, dass er überhaupt hierher unterwegs war.“
    Sarlac spürte plötzlich einen Schuh, der gegen seine Schulter drückte und ihn nach hinten schob.
    „Das war er auch nicht, Mr. Sin.“
    Sarlacs Beine rutschen über die Klippe, doch er hatte nicht die Kraft sich zu wehren, mit einem lauten „Ahhhhh!“ stürzte er den Abgrund hinunter.
    „Ein tragischer Fall, Mr. White.“
    „Ja, ein tragischer Fall....“


    Einen Moment lang war alles rot, dann öffnete Sarlac die Augen. Er konnte kaum etwas erkennen nur schemenhaft nahm er zwei Gestalten war.
    „Sehen Sie, er lebt ja noch, Mr. Sin. Hab ich’s nicht gesagt? Sowas von penetrantem Lebenswillen erlebt man selten, nicht wahr?“
    „Wohl wahr, Mr. White. Aber dem wollen Sie ihm ja noch austreiben, oder?“
    „Scharf erkannt, Mr. Sin, auf eine solche Gelegenheit warte ich schon lange.“
    Sarlac erkannte inzwischen deutlich mehr als nur Konturen, er erkannte die beiden Männer:
    „SiN NeR? White Umbrella? Was macht ihr hier?
    White Umbrella wandte sich an ihn:
    „Na, na, Mr. Sarl, wer wird denn hier gleich solche Fragen stellen?“
    „Mein Name ist Sarlac nicht Sarl Ac und selbst wenn er das wäre, müsste ich wohl eher „Mr. Ac“ heißen, oder?“
    White Umbrella schien ihn zu belächeln: „Ach sehen Sie nur, Mr. Sin, ein kleiner Klugscheißer, der meint uns sagen zu müssen, wie er heißen soll...“
    Sarlac sah ihn nur abschätzend an, irgendetwas war merkwürdig an White Umbrella, aber an SiN NeR auch.
    „Soll mir egal sein, wie ihr euch nennt, was macht ihr hier? Ich dachte ihr arbeitet unten bei Umbrella.“
    White Umbrella drehe sich zu ihm um und packte SiN NeR am Kragen, damit er ihm folgte.
    „Wir nennen uns so, wie es mir gefällt, Mr. Sarl. Und unser Arbeitsverhältnis hat sich ebenso geändert, wie unsere Namen.... und wie wir.“
    Sarlac schluckte nur kurz, als ihm White Umbrella und SiN NeR in die Augen sahen, denn sie taten es ohne eben diese. White Umbrella drehte sich wieder um und nur SiN NeR starrte Sarlac noch aus seinen leeren Aughöhlen an.


    Sarlac hatte sich bei dem Vorfall im Umbrella Gelände gut mit SiN NeR verstanden und denn sympatischen Wächter jetzt so zu sehen betrübte ihn.
    Er konnte den Anblick nicht ertragen und wollte wegsehen, doch es gelang ihm nicht, denn er konnte seinen Kopf nicht bewegen. Er konnte überhaupt keinen Muskel rühren. Er wusste nicht einmal ob er gefesselt war... Es wirkte nicht so, er konnte sich nur nicht bewegen.
    Es kam ihm so vor als würde er sitzen, aber er wusste nicht worauf er saß, vielleicht war es ein Stuhl, allerdings wusste Sarlac überhaupt nicht woher der kommen könnte... Er war immer noch am Boden der Höhle, es war zwar dunkel, aber er konnte die eisigen Wände ausmachen.
    „Was soll das alles?“ stammelte er nur „Und was wollt ihr von mir?“
    White Umbrella drehte sich wieder um und hatte plötzlich ein Skalpell in der Hand.
    „Was wir von ihnen wollen, Mr. Sarl, ist Genugtuung!“ White Umbrella schnellte vor und legte Sarlac das Skalpell an die Wange. „Wissen Sie, was da unten passiert ist? Unser beider Arbeitsverhältnis wurde... nun sagen wir mal... endgültig terminiert. Weil wir ein paar Eindringlingen geholfen haben auf das Gelände zu kommen.“ Er übte Druck auf die scharfe Klinge aus und ein stechender Schmerz zog sich durch Sarlacs Wange. „Können Sie erahnen, wer diese Eindringlinge waren?“
    Sarlac zitterte nur und sah aus dem Augenwinkel, wie das Blut seine Wange hinunterlief.
    SiN NeR wandte sich seinem Partner zu. „Whitey....“
    „MR. WHITE!“ schrie ihn dieser nur an.
    „Entschuldigung, Mr. White, aber ich weiß nicht ob wir...“
    „Du weißt nicht? Ist dir nicht klar, was dieser Kerl hier getan hat? Er ist für unsere jetzige Lage verantwortlich! Oder hast Du das jetzt schon wieder alles vergessen?“
    „N... Nein... aber müssen wir ihn deshalb foltern?“
    „Willst Du das alles etwa so auf sich beruhen lassen? Unser Leben ist vorbei! Wegen dieser miesen Kröte hier!“
    White Umbrella trat gegen den Stuhl und Sarlac fiel auf den kalten Boden in den Schnee. Er war ganz sicher noch in der Höhle, aber woher kam nur der Stuhl? Sarlac konnte sich das nicht erklären, in all dem Chaos, das um ihm vorging, schien ihm der Stuhl plötzlich so wichtig, er riss sich zusammen und konzentrierte sich auf das, was vor ihm geschah.
    SiN NeR blickte auf Sarlac und schüttelte nur den Kopf: „Ich will mit der Sache jedenfalls nichts zu tun haben. Das ist dein Weg und nicht meiner, meiner ist ein anderer.“ Und mit diesen Worten stapfte SiN NeR an White Umbrella vorbei und zum Höhlenausgang hinaus. Sarlac rief ihm nur noch hinterher:
    „SiN NeR geh nicht!“
    White Umbrella grinste:
    „Ach, Mr. Sarl, verzweifeln Sie doch nicht, wir werden auch ohne ihn unseren Spaß haben.“
    Der Mann, der trotz der Kälte immer noch nur einen weißen Anzug trug, der allerdings inzwischen einige rote Flecken hatte, griff nach Sarlacs linker Hand.
    Sarlac konnte keinen einzigen Muskel rühren und sah nur zu, wie White Umbrella ihm die Hand ins Blickfeld legte.
    „Sehen Sie nur, der Daumen zeigt nach Süden, der Ringfinger nach Norden.“
    Sarlac sah nicht hin, er blickte nach unten in den Schnee, der von dem Blut, das von seiner Wange tropfte, langsam rot gefärbt wurde.
    „Passen Sie gefälligst auf, wenn ich etwas erzählte!“ Mr. White bog Sarlacs Mittelfinger mit einer ruckartigen Bewegung nach oben, wodurch dieser mit einem lauten Knacken brach.
    Sarlac schrie vor Schmerzen.
    White Umbrella lachte nur: „Das macht nichts, der war sowieso überflüssig, und die zwei hier passen auch nicht ganz.“ Mr. White griff Sarlacs Zeigefinger und brach ihn mit einer ruckartigen Bewegung nach außen. Danach tat er das selbe mit dem kleinen Finger. Sarlac schrie mehrfach und kniff die Augen zusammen.
    „Hey, hey, nicht ohnmächtig werden, jetzt fängt ihre Lektion doch erst an, Mr. Sarl.“ White Umbrella klatschte Sarlac mehrfach ins Gesicht. „Sehen Sie? Der kleine Finger zeigt jetzt nach Westen und der Zeigefinger nach Osten, alle vier Himmelsrichtungen.“
    Sarlac wusste nicht, was schlimmer war, die Schmerzen, oder der Spaß, den Mr. White bei seinem kleinen Spiel zu haben schien. Er biss die Zähne zusammen und zischte nur:
    „Komm auf den Punkt, Du krankes Schwein.“
    „Oh, der Punkt, Mr. Sarl? Der wird ihnen gar nicht gefallen.“
    Mr. White griff wieder das Skalpell und drehte Sarlacs Handinnenfläche zu sich. Dann begann er langsam damit zwei Schnitte in jeden der vier Himmelrichtungs-Finger zu machen, ein blutiges V von den Kuppen bis in die Handfläche hinein.
    Sarlac hätte sich vor Schmerzen gewunden, wenn er es gekonnt hätte, doch er kniff nur die Augen zusammen.
    „Hey hey, Augen zu ist unfair, Mr. Sarl. Sehen Sie doch auf den Schnee, na los.“
    Sarlac konnte plötzlich nicht anders als die Augen zu öffnen, er blickte auf den Schnee.
    „Braver Junge. Sehen Sie, wie schön weiß der Schnee ist, unschuldig und gut. Aber was wenn etwas anderes auf diese Unschuld trifft, aus allen vier Himmelsrichtungen?“
    White Umbrella drehte Sarlacs Hand um und das Blut tropfte aus den tiefen Schnitten in den Schnee und formte ein grausames Muster.


    „Verstehen Sie jetzt, was das Geheimnis von Umbrella ist?“
    Sarlac zitterte nur und brachte kein Wort heraus.
    „Na na, jetzt raten Sie schon, sonst macht das Spiel doch keinen Spaß!“
    Sarlac biss die Zähne wieder zusammen: „Zerstörte Unschuld?“
    „Ha! Genau das, Sie sind gar nicht so dumm, wie ich dachte...“
    Sarlac röchelte: „Zu dumm nur, dass Dein Bild stinkt!“
    „Was?“ White Umbrella schmiss Sarlacs Hand verächtlich in den Schnee, so dass nur noch rote Schlieren von dem Bild übrig blieben.
    „Wenn weiß die Unschuld ist, warum nennst Du dich jetzt noch Mr. White und nicht Mr. Umbrella? Was Du hier tust ist wohl kaum unschuldig oder gut.“
    „Mr. Sarl, so schlau sind Sie wohl doch nicht, oder? Wenn einem erst mal die Unschuld von jemanden geraubt wird....“ White Umbrella zeigte auf die Blutflecken auf seinem Anzug. „Dann verdreht sich alles, weiß ist rot und rechts ist links, vorn ist hinten, oben...“
    „Ich hab’s kapiert!“ schrie Sarlac so laut er konnte.
    „Na das freut mich aber, Mr. Sarl.“
    Sarlac setzte trotzig hinzu: „Dein Bild stinkt aber trotzdem noch.“
    White Umbrella lachte nur:
    „Ach Mr. Sarl, ich sehe schon, das wird heute eine lange Nacht.“
    Er richtete Sarlac mitsamt Stuhl wieder auf, dann griff der Mann in weiß wieder zum Skalpell und legte es an Sarlacs Wange, grade als er den nächsten Schnitt durchführen wollte, öffnete Sarlac den Mund:
    „Woher kommt der Stuhl?“
    „Was? Der Stuhl?“ lachte White Umbrella. „Mr. Sarl, ich versuche hier ihnen eine wichtige Lektion zu erteilen und Sie interessieren sich nur für einen Stuhl?“
    „Ja, woher kommt der Stuhl? Wir sind offensichtlich noch auf dem Boden der Höhle und er war nicht da als ich reinkam.“
    „Dann haben wir ihn eben mitgebracht. Was sollte daran wichtig sein?“
    „Aber wieso habt ihr den Stuhl mitgebracht und woher? Ihr müsstet ja noch mal gelaufen sein um ihn zu holen, wer schleppt schon einen Stuhl mit sich rum? Und warum hab ihr mich nicht dorthin geschleppt, wo der Stuhl war?“
    White Umbrella schrie ihm wütend ins Gesicht: „Das ist doch vollkommen egal! Vergiss den blöden Stuhl, oder muss ich Dir die Zunge rausschneiden?“
    „Muhahahahaha!“ brach es plötzlich aus Sarlac heraus, der sich kaum wieder einkriegen konnte.
    Mr. White stach ihm tief mit dem Skalpell in die Wange: „Was ist denn so komisch!“
    Sarlac lachte nur weiter wie wahnsinnig vor sich hin: „Es gibt keine logische Erklärung für den Stuhl! Haha!“
    White Umbrella konnte Sarlac nur sprachlos ansehen, während dieser weiterlachte:
    „Nichts von all dem hier ist echt, das hier ist nur einer der Träume dieses verdammten Bergs! MUHAHAHAHAHAHA!“
    Sarlac lachte so laut, dass die Wände der Höhle zersplitterten und Eisscherben von den Seiten durch den ganzen Raum schossen, White Umbrella stand nur wie angewurzelt da, als die ihm die Scherben klaffende Wunden über den ganzen Körper rissen:
    „Mr. Sarl, Sie Spielverderber!“
    Und mit diesen Worten zersprang Mr. White mit einem lauten Knall in Tausende kleiner Scherben.


    Kurze Zeit später hörte Sarlac auf zu lachen und ging zu dem Scherbenhaufen. Dass er sich wieder bewegen konnte überraschte ihn nichtmal, es erschien ihm einfach nur logisch.
    Er blickte in die Scherben und sah sich selbst, er lachte. Obwohl er selbst damit doch schon längst aufgehört hatte, lachte sein Spiegelbild aus vollem Hals.
    „Hör auf!“ rief er seinem Spiegelbild zu, das darauf hin nur noch mehr lachte.
    „Hör auf, hör auf, hör auf!“ rief Sarlac, während sein Spiegelbild und alles andere um ihn herum verschwamm.


    „Hey, guck mal, er wacht auf!“ sagte eine weibliche Stimme.
    Sarlac öffnete die Augen und sah nur schemenhaft die Umrisse einer Frau.
    „Marukka?“

  • Sooo, keine Bange, keine Panik... ich hab's nicht vergessen. ^^
    Besser spät als nie, oder nicht? :laugh1:


    ------------------------------------------------------------------------


    Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns


    Von AngelS Wesker und Sarlac


    Kapitel 66: AngelS hobbitiert


    Keuchend sank ich auf meine Knie. Ich hätte auch rüber zu einem der Felsen gehen können, an denen ich nun viel öfter vorbei kam als an Bäumen, doch mein Körper war wohl der Meinung, hier wäre es viel besser.
    Vier Stunden war es her, seit ich Sarlac, in seiner blöden Höhle schlafend, hinter mir gelassen hatte und ich befürchtete immer noch, er könne mich einholen.
    Dabei war das so gut wie ausgeschlossen. In diesen vier Stunden hatte ich mir nur eine kleine Pause gegönnt, um etwas zu essen und zu trinken.
    Etwa eine Viertelstunde hatte ich dafür gebraucht, den letzten Rest des Verdugo-Currys herunter zu würgen. Zu meiner Überraschung war es sogar weniger schlimm, dass es MEIN Verdugo war, der da drin verwurstet worden war... viel ekliger war es, weil es nicht nur kalt, sondern sogar schon ein klein wenig angefroren war. Doch da ich weder die Zeit, noch das Holz hatte (und schon gar nicht die Zeit, um Holz zu suchen...), um ein Feuer zu machen, musste ich es eben kalt essen.
    Das allerdings hatte mir eine nicht unerhebliche Übelkeit verursacht. Und dass auch mein Trinkwasser in den Flaschen zu gefrieren begann, und daher ebenfalls eiskalt war, half meinem Magen nicht besonders.
    Und so kniete ich also hier im Schnee... erschöpft, völlig übermüdet, frierend und mit schmerzenden Beinen und ließ mir das Verdugo-Curry im wahrsten Sinne des Wortes noch einmal durch den Kopf gehen.
    Diese Reise war ja schon mit Sarlac zusammen ein einziges Desaster gewesen, doch allein war es beinahe noch schlimmer. Zwar war niemand mehr da, der mich mit seinem ach so klugen Gebrabbel nervte, doch andererseits hatte ich auch niemanden mehr, dem ich mal so richtig die Ohren vollheulen konnte.
    Und dass mir jetzt so übel war, war auch Sarlacs Schuld. Er hätte mir ja schon zu Beginn der Reise sagen können, wozu halb gefrorenes Essen und Trinken, gepaart mit derartigen Anstrengungen, führen. Aber der werte Herr wollte ja schließlich, dass es mir schlecht ging.
    Sicher war das nur eine weitere seiner Taktiken, mich aufzuhalten.
    Aber nicht mit AngelS Wesker, Freundchen. Vier Stunden Vorsprung hatte ich schon. Und während der superkalifragilistischexpiallegorische Herr Sarlac seelenruhig in seiner Höhle schlief, würde ich diesen auch noch weiter ausbauen.
    Ich verharrte noch einen Augenblick auf den Knien, atmete tief durch und gönnte meinen Füßen einen Moment süßer Entspannung, dann rappelte ich mich wieder hoch.
    Wie gern hätte ich etwas getrunken um den fiesen Geschmack in meinem Mund loszuwerden, doch als ich die Eisbröckchen in der Flasche nur sah, begann mein Magen wieder gefährlich zu gurgeln. Also spülte ich mir den Mund nur aus und befestigte meinen Helm an meinem Rucksack, um mir wenigstens etwas frische Luft zu gönnen. Dann setzte ich mich wieder in Bewegung.
    Je eher ich bei devilmans Labor war, desto mehr Zeit würde ich haben, dort auch herein zu kommen, bevor Sarlac ankam. Bis die Sonne vollständig untergegangen war, hatte ich versucht, einen brauchbaren Plan auf die Beine zu stellen. Das hatte sich allerdings als sehr schwierig erwiesen, weil ich ja keine Ahnung hatte, wie es dort überhaupt aussah. Wie war das Labor gesichert? Und allgemeine Taktiken wie ‚reinschleichen’ oder ‚Wachen überrumpeln’ waren halt so... na ja, allgemein halt.
    Seit es dunkel war, hatte ich allerdings viel mehr damit zu tun, mich ständig nervös umzusehen und Geräusche zu hören, die gar nicht da waren.
    Ich habe keine Angst in der Dunkelheit, doch dieser Berg hier war irgendwie ein Sonderfall.
    Andauernd hörte ich ein Rascheln oder Knacken, aber nichts und niemand außer meinen Verdugos war zu sehen.
    Vielleicht rührte daher auch meine Sorge, Sarlac könnte mir doch dicht auf den Fersen sein. Wohlmöglich hatte er ja eine Maschine erfunden, die unsichtbar machte.... und jetzt stand er nur ein paar Meter weit entfernt von mir und lachte sich ins Fäustchen. Oh, ich konnte sein dämliches „Muhaha“ beinahe hören. Ja, diese dumme Lache passte zu ihm. Das klang wie ein Ochsenfrosch mit Keuchhusten.
    Aber so nicht.... irgendwann musste er sich zeigen und dann würde ich ihn einfach niederschlagen und mit einem Fußtritt den Berg hinunter rollen.
    Doch dann riss mich wieder mal ein Geräusch aus meinen befriedigenden Gedanken an Sarlac, der in einem riesigen Schneeball gen Tal purzelte.
    Und als ich diesmal zu dem Geräusch herumwirbelte, sah ich tatsächlich etwas. Es war kaum mehr als ein huschender Schatten, der gerade hinter einem Felsvorsprung verschwand, doch es war da gewesen.
    Vorsichtig pirschte ich mich an den Felsen heran und spähte um die Ecke. Da hockte ein widerliches kleines Ding in den dunklen Schatten, wo nicht mal das spärliche Licht von Mond und Sternen hinschien.
    Es sah beinahe aus wie ein Mensch, war vielleicht einen Meter groß und fast kahl. Seine Haut war blass und hatte einen hässlichen, grauen Teint. Übergroße, gelbliche Augen blickten aus dem viel zu großen Kopf. Ein schmutziger Fetzen war wie eine Art Lendenschurz um seine Hüften gewickelt und es nagte an einem offensichtlich frisch getöteten Eichhörnchen herum. Als ich das sah, überkam mich eine leichte Panik, weil ich plötzlich an Genesis denken musste, doch dann fiel mir ein, das Gene ja eine Ratte war. Angesichts dieses Anblicks wünschte ich mir, meinen Helm zu tragen. Nachtsicht hätte mir diesen Anblick sicher etwas erleichtert...


    Dieser Mitternachtssnack beanspruchte alle Aufmerksamkeit dieses Wesens, sodass ich es wagte, ein wenig näher heran zu schleichen. Nun konnte ich auch verstehen, was es da vor sich hin murmelte. „...ganz allein. Kein Schatz. Grässliche Menschen, sie werden ihn nehmen, werden meinen Schatz stehlen. Diebe. Wir hassen sie. Eichhörnchen, nettes Eichhörnchen. Macht uns stark. Macht Augen scharf, Finger kräftig, ja. Sie erwürgen, Schatz. Sie alle erwürgen, ja, wenn wir Gelegenheit haben. Nettes Eichhörnchen. Nettes Eichhörnchen!...“
    Nun... das fand ich dann doch ein wenig befremdlich. Ich überlegte kurz, ob ich einfach weiter gehen sollte... dieses Vieh war zwar hässlich wie die Nacht, doch es sah nicht so aus, als könnte es einen Kampf gegen mich und vier Verdugos gewinnen. Selbst wenn es mich noch bemerken würde, würde es mich wohl kaum angreifen.
    Doch Fuzzy machte mir einen Strich durch die Rechnung. Ich hatte ihm schon so oft gesagt, das er nicht einfach mit Fremden spielen sollte, doch nun schlüpfte er an mir vorbei um die Ecke, stupste das Wesen freundlich mit seiner Kralle an und scharrte mit den Füßen im Schnee. Eigentlich ja schon sehr niedlich.
    Das komische Vieh kreischte erschrocken los, warf sich demütig flach auf den Boden und weinte beinahe. „Tut uns nicht weh! Lass nicht zu, dass sie uns weh tun, Schatz! Sie werden uns doch nicht weh tun, die netten kleinen Monsterse? Wir hatten nichts Böses vor, aber sie sprangen auf uns wie Katzen auf arme Mäuse, das taten sie, Schatz. Und wir sind so allein, Gollum. Wir werden nett zu ihnen sein, sehr nett, wenn sie nett zu uns sind, nicht wahr, ja, ja.“
    Wie konnte man sich nur so anstellen wegen einem verspielten, jungen Verdugo? Ich trat ein paar Schritte vor und zog Fuzzy an seinem Pullover von dem Ding weg. „Jetzt mach mal nicht so 'nen Wind, du Drama-Queen! Das ist doch bloß ein Verdugo. Tu nicht so, als hättest Du noch nie einen gesehen!“
    Das Ding richtete sich auf und blickte mich ungläubig an. „Nein, keine Verdugose. Sméagol hat nicht von ihnen gehört. Er will nicht, das es sie gibt. Sméagol will von hier fortgehen und sich irgendwo verstecken, wo es sicherer ist.“
    Soso... verstecken wollte es sich? Ich hätte ihm ja nur zu gern eine gewissen Höhle mit einem gewissen, schlafenden Herrn drin empfohlen, allerdings würde dieses komische Ding dann Sarlac wecken. Und das könnte ihn entweder noch etwas länger aufhalten, oder ihn aber nur umso schneller auf meine Fährte bringen. Das Risiko war mir einfach zu groß.
    Und ich hatte auch keine Zeit, mich großartig von noch mehr Freaks ablenken zu lassen, also beschloss ich, dass es wohl das Beste wäre, einfach weiter zu gehen. „Schon gut, Du Angsthase. Ich werde dich nicht länger mit meinen Verdugos belästigen. Ich geh einfach weiter und Du hast mich nie gesehen...“ Ich hoffte, dieser kleine Stinker war von meinen Verdugos ausreichend eingeschüchtert, um die Klappe zu halten, falls Sarlac ihm über den Weg lief.
    Als ich allerdings nur ein paar Schritte weiter bergauf gegangen war, rannte mir das Vieh jedoch beängstigend schnell hinterher.
    „Ach, sss – nein! Nein! Alberne Herrin, töricht, ja, töricht! Das dürfen sie nicht tun!“
    Ich blieb stehen und drehte mich zu ihm um. Noch niemand hatte mich 'Herrin' genannt. Naja... zumindest nicht nach so kurzer Zeit. Das schmeichelte mir nun schon ein bisschen und machte dieses kleine Kerlchen in meinen Augen um einiges sympathischer. Und sooo hässlich war er nun auch wieder nicht. Ich könnte wirklich ein wenig netter zu ihm sein.
    „Okay. Danke, das Du dir anscheinend Sorgen um mich machst, aber ich muss mich beeilen, weil mir jemand auf den Fersen ist. Ich muss vor diesem jemand bei devilmans Labor auf dem Gipfel sein und dafür muss ich mich eben hier hoch quälen.“
    Der putzige kleine Wicht huschte um mich herum und hielt dabei sorgfältig Abstand zu meinen Verdugos. „Nicht nötig, gar nicht nötig. Nicht, wenn die Herrin das dunkle Gebirge erreichen und ihn sehr schnell sehen will. Zurück ein bisschen und herum ein bisschen... und ihr könnt auf harten, kalten Straßen bis zu den Toren seines Landes kommen.“
    Der kleine drückte sich zwar merkwürdig aus, aber das klang jetzt irgendwie vielversprechend.
    „Soll das heißen, Du kennst einen schnelleren Weg?“
    Dieser Sméagol (ich ging einfach mal davon aus, dass das sein Name war, wenn er sich selbst so nannte...) nickte so heftig, das ich beinahe befürchtete, sein Hals würde durchbrechen.
    Ich blickte nachdenklich den steilen Hang vor mir hoch. Dieser Weg sah zwar so aus, als würde er mich geradewegs zum Gipfel führen, andererseits war er aber auch sehr steil und bestimmt sehr beschwerlich.
    Das kleine Kerlchen nickte immer noch, als ich ihn wieder ansah.
    „Gut, äh... magst Du mich vielleicht zu diesen, äh... 'harten, kalten Straßen' bringen?“
    Kaum zu glauben, dass er sogar noch heftiger nicken konnte.
    „Der gute Sméagol kommt. Nun lass uns gehen, schnell gehen, ja. Durch die Bäume, solange die Gesichter dunkel sind. Ja, komm, lass uns gehen!“
    Er huschte los wie ein Hund, der mit seinem Herrchen Gassi geht. Fast wie mein süßer Albert, wenn ich ihn mal ohne Leine im Park laufen ließ...
    Er führte mich ein gutes Stück zurück und dann auf einem deutlich angenehmeren Weg weiter aufwärts. Hier war der Weg sehr viel weniger steil und große Kiesel unter dem Schnee boten meinen Füßen viel mehr Halt. Von da an dauerte es nicht mehr lange, bis ich anscheinend tatsächlich über einen befestigten Weg lief. Sméagol lief weiter vor mir her und schien sich auch endlich etwas besser mit meinen Verdugos anzufreunden. Nachdem ich ihm gefühlte Tausend mal versichert hatte, das sie ihm nichts tun würden, schrie er nicht mehr wie am Spieß, wenn Fuzzy ihm im Spiel hinterher jagte, sondern wimmerte nur noch ängstlich. „Ja, armer Kerl sind wir, Schatz. Elend, Elend! Verdugose werden uns nicht töten, nette Verdugose.“
    Ich war erschöpfter denn je. Die ganze Nacht lang waren wir weiter gewandert, bis weit in den Tag hinein und ich war müde, hungrig, durstig, kalt und immer noch voller trüber Gedanken um Albert.
    Meine einzige Ablenkung war der kleine, putzige Sméagol, den ich am liebsten mit nach Hause nehmen würde und mein einziger Trost war der Gedanke an Sarlac, der weit, weit hinter mir lag und sich bestimmt sicher war, er wäre schneller als ich.
    Doch gerade, als ich daran dachte, mir eine richtige Pause, mit ein wenig Schlaf zu gönnen, überschlug sich plötzlich alles.
    Sméagol war plötzlich nirgendwo mehr zu sehen.
    Dann hörte ich eine vertraute Stimme meinen Namen rufen, doch noch bevor ich ausmachen konnte, woher das Rufen kam, dröhnte es in meinen Ohren und alles wurde weiß....