Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns

  • Mit meinen Habseligkeiten wird ja auch nicht herumgeworfen! :argh6:
    Und das mit den erfrorenen Leichen hätte auch glatt von mir kommen können. :thumbs5:


    Super geschrieben... aber ich finde mich in dieser Geschichte teils wirklich wieder. Ich hab Angst. :what??:

  • Seb : Also wenn es nicht offensichtlich normale Bilder sind verbrechen wir die schon selbst, z.B: das Bild von Subzero mit den Decken, da hab ich natürlich selbst die Decken reineditiert. In der Regel erkennt man das schon ganz einfach, wenn etwas ungewöhnliches auf dem Bild ist, stammt das Bild meistens von uns. (Die mYchL-Zäpfchen kann man zum Glück auch noch nicht kaufen :D ) Das "The Ring" Bild im letzten Kapitel war mal eine Ausnahme, eigentlich wollte ich das auch selbst erstellen, aber bei meiner Suche nach Quellbildern hab ich dann festgestellt, dass jemand anderes schon genau das selbe erstellt hat, was ich machen wollte :laugh1: da musste ich mir die Arbeit ja nicht nochmal machen :D
    Ab diesem Kapitel haben wir auch damit angefangen, die Bilder entsprechend zu markieren, dann kann man auch sehen, wer das Bild verbrochen hat :)
    Für die alten rückwirkend machen wir das aber nicht nochmal...:rolleyes:
    Du kannst aber auch gerne nach bestimmten Bildern fragen, wenn Dich was genauer interessiert...:D


    Subzero : Schön dass Dir dein kleiner Auftritt gefallen hat :D Das Kapitel war eines der ersten, dass wir beim Brainstorming für die Geschichte fest eingeplant hatten...umso bedenklicher, dass es jetzt das 55. wurde :8o: :laugh1:

  • @C.J.: Ja, das wäre was gewesen, aber CAW ist damals als er von AngelS an der Autobahnraststätte ausgesetzt wurde gleich fröhlich grinsend vor einen Sattelschlepper gelaufen, deshalb wurde das leider nichts mit dem Auftritt :laugh1:

  • Zitat

    Original von Sarlac
    Seb : Also wenn es nicht offensichtlich normale Bilder sind verbrechen wir die schon selbst, z.B: das Bild von Subzero mit den Decken, da hab ich natürlich selbst die Decken reineditiert. In der Regel erkennt man das schon ganz einfach, wenn etwas ungewöhnliches auf dem Bild ist, stammt das Bild meistens von uns. (Die mYchL-Zäpfchen kann man zum Glück auch noch nicht kaufen :D )


    Na klar, bei manchen erkennt man das schon^^
    aber die 3 Bilder (Handtuchhalter-Subzero, mYchL-Zäpfchen und das The Ring-Bild) kamen mir da auch als erstes in den Sinn bei meiner Frage...die sind richtig gut gemacht :thumb3:



    Zitat

    Du kannst aber auch gerne nach bestimmten Bildern fragen, wenn Dich was genauer interessiert...


    ja da fällt mir spontan noch eins ein, und zwar das S.T.A.R.S-Bucks- Bild. Habt ihr das auch selbst gemacht?
    Sieht nämlich auch ziemlich gut aus

  • Zitat

    Original von seb bsaa-europe
    ja da fällt mir spontan noch eins ein, und zwar das S.T.A.R.S-Bucks- Bild. Habt ihr das auch selbst gemacht?
    Sieht nämlich auch ziemlich gut aus


    Danke :D Das Bild hab ich gemacht,war aber eine gute Vorlage, da es eben das Foto von einem Starbucks war. Da musste ich nur das "S" verdoppeln und die Punkte einfügen. Das es ganz gut aussieht liegt nur daran, dass ich eben nicht einfach den Text eingefügt habe, sondern die vorhandenn Buchstaben genommen. Auch die Punkte in S.T.A.R.S. sind geschrumpfte "O"s aus "Coffee" (mit geweißtem Innenraum) :D

  • Zitat

    Original von Sarlac


    Danke :D Das Bild hab ich gemacht,war aber eine gute Vorlage, da es eben das Foto von einem Starbucks war. Da musste ich nur das "S" verdoppeln und die Punkte einfügen. Das es ganz gut aussieht liegt nur daran, dass ich eben nicht einfach den Text eingefügt habe, sondern die vorhandenn Buchstaben genommen. Auch die Punkte in S.T.A.R.S. sind geschrumpfte "O"s aus "Coffee" (mit geweißtem Innenraum) :D


    Aso...muss man erstma drauf kommen...gut gemacht, auf jeden Fall :thumb3:

  • Und es ist mal wieder Zeit für ein megalanges Kapitel, dass diesmal sogar nur knapp in 2 Beiträge gepasst hat :8o:


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    Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns


    Von AngelS Wesker und Sarlac


    Kapitel 56: Gute Seifen, schlechte Seifen (Teil 1 von 2)


    Es war ein seltsamer Morgen für Bob gewesen, er hatte sehr gut auf der weichen Matratze in Tylers Gästezimmer geschlafen. Der Seifenproduzent wohnte in einer alten Fabrik, die sehr geräumig war, Bob wusste nicht ob Tyler Besitzer oder Besetzer war, zugetraut hätte er ihm beides. Er war schon etwas länger wach, als Tyler die Tür öffnete und ihn bat aufzustehen.
    „Falls Du etwas frühstücken willst, findest Du einen Kühlschrank in dem Büro da drüben. Du kannst mal gucken, was Du drin findest, aber nimm nicht das aus dem obersten Fach.“
    „S.T.A.R.S.“
    „Ach, kein Frühstück, na gut soll mir auch in Recht sein. Wir dürften noch ein paar Minuten Zeit haben, bevor dein neuer Kollege rum kommt, dann weise ich euch beide in den Laden hier ein.“
    „S.T.A.R.S.?“
    „Nein, kompliziert ist das nicht, ich hab nur gestern meine ganze Seife verkauft und jetzt muss schnell neue her, denn heute Nachmittag muss ich da noch eine kleine Ladung ausliefern. Deshalb hab ich mir ein paar zusätzliche Hände angeheuert, aber wenn’s gut läuft, kann da auch durchaus was längerfristiges draus werden...“
    In diesem Moment ertönte ein lautes Pochen und beide wandten ihren Blick der Tür zu.
    „Ah, das wird dein neuer Kollege sein.“, rief Tyler freudig und ging zur Tür, an der er einen kleinen Metallschieber öffnete und hinausblickte: „Wie lautet das Losungswort?“
    „Woher soll ich das wissen?“ entgegnete der Mann an der Tür.
    „Tja, wenn Du das Losungswort nicht kennst, kommst Du eben nicht rein.“
    „Aber Du hast mich doch gestern angeheuert!“
    „Schön und gut und wie lautet dann das Losungswort?“
    „Das hast Du mir nie gesagt.“
    „Was, wirklich nicht?“
    „Nein...“
    „Hmmmm... na okay, dann eben etwas anders... Was weißt Du über den Fight Club?“
    „Äh.... gar nichts? Ich hab überhaupt keine Ahnung, wovon Du sprichst.“
    „Okay, Du hältst dich an die Regeln des Fight Clubs, dann darfst du reinkommen.“
    Tyler öffnete die Tür und ein sehr verwirrt schauender junger Mann kam herein und sah sich mit großen Augen um:
    „Was für ein Anblick, meine Damen und Herren, das glaubt man kaum!“
    Jetzt war es Tyler, der ihn sehr verwirrt ansah.
    Der Neuankömmling schlug sich nur mit der Hand an den Kopf und meine: „’Tschuldigung, Gewohnheit von früher, so was wird man nicht so schnell los, meine Da...“ er schüttelte den Kopf und winkte ab, noch während er sprach.
    „Okay, ich denke mal jeder von uns hat so seine Marotten.“, meinte Tyler „Solange Du nicht vollkommen irre bist und eine gespaltene Persönlichkeit hast oder so, soll mir das egal sein. Aber kannst Du mir noch mal deinen Namen sagen? Ich hab den seit gestern schon wieder vergessen.“
    „smousen.“, der junge Mann streckte Tyler die Hand entgegen.
    „Ah, so war das, dann stell ich dir mal deinen Mitarbeiter vor, smousen. Das ist Bob. Bob – smousen, smousen – Bob.“
    „Oh nein, nicht so einer schon wieder!“, smousen lies die Schultern hängen. „Ich hab in meinem letzten Job schon genug Erfahrungen mit großen, mutierten Viechern gemacht.“
    Bob sah traurig auf den Boden, als ihm diese Worte um die Ohren geknallt wurden.
    „Was soll denn das heißen? Jetzt guck dir das mal an, Du hast Bobs Gefühle verletzt, nicht wahr Bob?“
    „S.T.A.R.S.!“
    „Siehst Du? Was soll denn das?“
    „Ach, tut mir leid, Bob. Nur gestern Abend war etwas zu viel für mich, dass dieser blöde Steve Burnside meinen Sendewagen nach dem Hulk geschmissen hat verzeihe ich ihm nie, ganz egal, wie stark ihm der Hulk danach den Laternenpfeiler auf die Omme gedonnert hat.“
    „Ach, sieh es doch positiv!“ meinte Tyler „Wenn Du deswegen nicht deinen Job verloren hättest wärst Du jetzt nicht hier.“
    „Ja toll, aber dieser blöde Hunk Usfu lässt mich jetzt ja außerdem noch den Sendewagen abbezahlen. Ich hab keinen Job, kein Geld auf dem Konto, muss die ganze Zeit zu Fuß durch die Gegend laufen und in meiner Brieftasche ist auch komplette Ebbe.“
    Tyler stellte sich vor ihn: „Hör mir mal zu: Du bist nicht dein Job! Du bist nicht das Geld auf deinem Konto! Nicht das Auto, das Du fährst! Nicht der Inhalt deiner Brieftasche! Und nicht deine blöde Cargo-Hose! Du bist der singende, tanzende Abschaum der Welt.“
    „Was? Ich bin Abschaum? Und meine Hose gefällt dir auch nicht? Das ist hier ja genauso schlimm wie bei Hunk...“
    „Tja, aber dem Job heulst Du ja auch noch hinterher, mal sehen, wie es dir am Ende mit dem hier geht.“ Tyler grinste breit. „So, jetzt kommt ihr beiden mal mit, ich gebe euch die große Rundtour durch den Laden hier.“
    Tyler führte die beiden durch seine Fabrik und erklärte ihnen, dass seine Seife nach dem traditionellen Kaltverfahren hergestellt wurde. Er nahm sich auch die Zeit ausgiebig darüber zu reden, dass eben dies von Großkonzernen inzwischen nicht mehr angewandt wurde, weil es zu lange dauerte und nicht so kosteneffizient war. Da kam er ins Spiel. Tyler hatte Zeit. Seine Seife brauchte 6 Wochen bis sie fertig war und dafür zahlten die Kunden. An dieser Stelle hakte Bob nach: „S.T.A.R.S.?“
    „Ja, richtig Bob, gut aufgepasst. Natürlich bringt es uns jetzt nichts neue Seife anzusetzen, wenn wir sie erst in 6 Wochen verkaufen können. Deshalb werdet ihr auch erst mal die bereits fertige Seife, die sich dort drüben in den zwei großen Eimern befindet abpacken, damit wir die verkaufen können, heute Nachmittag werden wir dann neue ansetzen.
    Und damit begannen alle drei die bereits fertigen rosafarbenen Seifenblöcke in Papier einzuwickeln. Die Packungen waren so bedruckt, dass es wirkte als wäre nur eine Karte auf dem Seifenblock mit einer groben Schnur festgebunden. Sowohl smousen als auch Bob betrachteten das Motiv etwas skeptisch.
    „Ja, so simpel wie auf dem Motiv hatte ich meine Blöcke damals umwickelt, aber inzwischen bin ich auf diese Methode umgestiegen, so kann ich alle meine Produkte etwas neutraler einpacken.“
    Bob und smousen dachten sich nichts dabei und wickelten weiterhin sorgfältig die Pakete ein, bis es schon früher Nachmittag war.
    „So, das war das letzte.“ verkündete Tyler und legte das Paket zu den anderen in einen schwarzen Aktenkoffer. „Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich hab inzwischen ziemlichen Hunger, wer kommt mit etwas essen?“
    smousen rief sofort laut „Ich!“ doch Bob zuckte nur mit den Schultern und meinte „S.T.A.R.S.“
    „Keinen Hunger? Du hast doch schon das Frühstück ausfallen lassen. Wie sollst Du da deine Figur halten, mein Dicker?“
    „S.T.A.R.S.“
    „Na okay, wenn Du nicht mitkommen willst... Was hältst Du davon, dich mal als Verkäufer zu versuchen?“
    „S.T.A.R.S.?“
    Nein, das ist nicht schwer, das wichtigste ist aber deine Macke, die Du haben musst, ich mach ja immer einen auf „Wolle Seife kaufen?“, aber bei dir muss wohl was anderes her.“
    „S.T.A.R.S.?“
    „Ja klar, das ist auch ein Sprachfehler, aber das reicht nicht, wir müssen dein Auftreten noch etwas weniger furchteinflößend machen.... Was hältst Du von Brustimplantaten?“
    Diesen Vorschlag lehnte Bob mit einem entschiedenen „S.T.A.R.S.!“ ab.
    „Na gut, ich mein’ ja nur, bei einem anderen Bob, den ich kannte, hat das wunderbar geklappt, aber was soll’s...warte mal, ich hab da eine Idee, komm mit.“
    Und mit diesen Worten verschwanden Tyler und Bob in einem kleinen Nebenraum und ließen smousen alleine zurück. Zunächst fragte er sich, ob das wohl lange genug dauern würde als dass er alleine zum Mittag gehen sollte, doch er wollte nicht gleich einen schlechten Eindruck an seinem ersten Tag machen. Stattdessen sah er sich etwas mehr in der Fabrik um und entdeckte einige Kanister die in der Ecke standen, er hob einen davon an und betrachtete ihn genauer. Er konnte das Schild nicht richtig erkennen und ging etwas mehr zur Mitte des Raumes, wo das Licht besser war. „Essigsäure“ stand auf dem Kanister, doch noch bevor smousen ihn wieder sicher zurück in die Ecke stellen konnte ging die Tür wieder auf und Bob trat aus ihr heraus.


    smousen musste bei dem Anblick laut lachen und lies den Kanister fallen. Der Deckel sprang ab und ein großer Schwall Essigsäure ergoss sich auf den Boden und über seine Füße.
    „Verdammt! So ein Mist!“ rief er laut. Und hüpfte von einem Bein auf das andere.
    „Ach, mach dir keine Sorgen.“, meinte Tyler entspannt.
    „Keine Sorgen? Meine schöne Hose und meine Schuhe!“
    „Bleib ganz ruhig, das war nur Wasser.“
    „Aber auf dem Schild stand doch Essigsäure!“
    „Ach, das war nur so als Showeinlage, früher.“
    Smousen hörte mit seinem komischen Tanz auf fasste sich mit der Hand an die nassen Schuhe. Es brannte schon mal nicht, er roch an seinen Fingerspitzen und obwohl er keine Ahnung hatte, wie Essigsäure roch ging er davon aus, dass es doch irgendwie nach Essig riechen müsste. Doch was auch immer die Flüssigkeit war, sie hatte keinen wirklichen Eigengeruch...wie Wasser. Aber irgendwie ergab das für ihn keinen Sinn.
    Tyler griff zum Kanister, der auf dem Boden lag und in dem immer noch etwas der Flüssigkeit war. Er führte ihn zum Mund und nahm einen großen Schluck.
    „Na, glaubst du mir jetzt. Das ist Wasser, wenn auch reichlich abgestandenes.“ Tyler streckte seine Zunge in einer leicht angewiderten Geste aus dem Mund, so als wolle er so den Geschmack loswerden.
    Smousen sah ihn relativ verständnislos an: „Okay, dann verrate mir doch jetzt bitte mal, warum Du Wasser in die Essigsäureflaschen gegossen hast.“
    „Ach, früher hab ich mir immer mit den Neulingen einen Scherz erlaubt, zuerst hab ich ihnen die Hand geküsst und dann hab ich Natriumhydroxid raufgeschüttet, damit sie eine chemische Verbrennung auf der Hand hatten. Danach hab ich ihnen gesagt, dass man das jetzt entweder mit Wasser abwaschen kann und alles wird schlimmer oder man neutralisiert das mit Essigsäure und alles ist gut.“
    „Ach und dann hast Du Wasser in die Flaschen gefüllt, damit es denen schlimmer geht, wenn sie das neutralisieren?“
    „Nein, ich hab Wasser reingefüllt, weil das hilft, eigentlich macht man nämlich mit der Essigsäure alles schlimmer, wegen der Reaktionswärme. Aber das passte nicht zu meiner Aussage, ich wollte ja drauf hinaus, dass man von einem Extrem ins andere soll, aber bei chemische Verbrennungen macht so was nur alles schlimmer... na ja und da hab ich dann einfach die Fakten so verdreht das meine Aussage besser hinkommt. Aber das ist inzwischen auch vollkommen egal, denn jetzt darf ich das nicht mehr machen, einer meiner Angestellten hatte mich deswegen verklagt...“
    „Ach, wegen Misshandlung?“
    „Nein, wegen sexueller Belästigung, weil ich ihn auf die Hand geküsst hatte...“
    „Oh.“
    „Ja und nun lass uns essen gehen.... Bob, Du kennst ja deine Aufgabe, hier ist die Adresse... und Du solltest dich wohl schon ein wenig beeilen, der Laden schließt heute schon um 14:30, weil Samstag ist.“ Tyler drückte Bob eine kleine Visitenkarte in die Hand. „Viel Erfolg.“
    Und mit einem zuversichtlichen „S.T.A.R.S.!“ machte sich Bob auf den Weg.


    Nach einem Fußmarsch, der ihm gar nicht so lang vorkam, war Bob auch schon an der Adresse, die ihm Tyler gegeben hatte, angekommen. Und nun bemerkte er auch, weshalb ihm der Name auf der Visitenkarte so bekannt vorkam, er war hier schon einmal gewesen, mit Sarlac und AngelS. Kurz fragte er sich, wie es ihnen grade erginge und ob sie seine Warnung wohl befolgt hatten, doch irgendwie glaubte er dass für die beiden sicherlich alles gut werden würde, solange sie nur zusammenhielten. Wenn er genau drüber nachdachte konnte er sich auch nicht vorstellen, dass die beiden sich jemals zerstreiten könnten, also würde alles gut sein und früher oder später würde er ihnen sicherlich wieder begegnen. Der Gedanke an diesen ungewissen Tag zauberte ihm ein Lächeln ins Gesicht und somit betrat er fröhlich die Tür von Alitas Hundesalon.
    Bob ging an den Tresen und die Dame dahinter begrüßte ihn: „Willkommen in Alitas Hundesalon. Mein Name ist For(n) Ever, was kann ich für Sie tun?“
    Er antwortete: „Ah, guten Tag Fräulein Ever, mein Name ist Bob und ich bin Vertreter für die „Paper Street Soap Company“ und hier um ihnen ihre Bestellung auszuhändigen.“
    Das einzige Problem war, dass For(n) Ever nur „S.T.A.R.S.!“ verstand.
    „Oh, Sie sind wohl ein Tourist, oder Bob?“ Er fragte sich kurz woher sie seinen Namen kannte, doch dann fiel ihm das Namensschild an seinem Anzug wieder ein. Sein Gedankengang war zu lang gewesen, als dass er For(n) hätte unterbrechen können „Also zur Zeit sind keine Stars hier und sowieso haben wir nicht so viele Stars hier in Raccoon City, außer natürlich bei der Polizei...aber ich kenne da jemanden, der könnte ihnen vielleicht eine Karte verkaufen auf denen die Häuser der Stars und S.T.A.R.S. eingezeichnet sind, der Kerl handelt hauptsächlich mit Seife, er heißt Tyler Durden und eigentlich erwarte ich ihn hier auch demnächst...“
    Bob verdrehte die Augen aber zumindest hatte sie schon von alleine Tyler angesprochen. Er griff in seine Anzugtasche und holte eine kleine Visitenkarte heraus, die ihm Tyler gegeben hatte und streckte sie For(n) mit einem „S.T.A.R.S.“ entgegen.
    „Ach, Sie haben Tyler schon getroffen? Hat er jetzt etwa diesen Laden auf seiner Karte eingezeichnet? Sie können ihm sagen, dass es schon nicht lustig war als er mein Haus mit „Bruce Willis“ markiert hat, auf meiner Arbeit kann ich so einen Blödsinn jetzt bestimmt nicht noch gebrauchen.“
    Bob fasste sich mit einem lauten „S.T.A.R.S.“ an den Kopf, dann nahm er den Aktenkoffer, den ihm Tyler mitgegeben hatte, stellte ihn auf den Tresen und öffnete ihn.
    Beim Anblick der Seife wurde For(n) einiges klar: „Ach Du arbeitest für Tyler.“
    Bob nickte fröhlich. „S.T.A.R.S.!“
    „Ach der blöde Sack, jedes Mal schickt er irgendwen anderes vorbei und selbst wenn er mal selber kommt tut er so als wäre er jemand anderes, so ein Blödmann.“
    Etwas missmutig holte For(n) einen Rucksack unter der Ladentheke hervor und warf drei Seifenblöcke hinein. Danach nahm sie die restlichen Blöcke aus dem Koffer und baute sie dekorativ auf dem Tresen auf, während Bob ihr dabei zusah.
    „Tylers Seife verkauft sich immer sehr gut bei uns, aber er macht trotzdem immer seine Runde hier am Laden vorbei. Manchmal frage ich mich ob er mich vielleicht nur beobachtet.“ Bob wusste nicht, genau, ob sie diese Aussage ernst meinte und sagte nichts.
    For(n) Ever griff in ihre Hosentasche und holte ein paar zerknitterte Scheine hervor:
    „Nun, egal, hier ist erst mal das Geld für die drei Seifenblöcke...“ dann betätigte sie die Kasse und holte einige große Scheine hervor, die sie stumm auf die Theke zählte. „...und hier ist der Rest, bestell Tyler einen Gruß von mir, auch wenn ihn das sicherlich gar nicht interessieren wird. Und er soll dran denken, dass wir uns in zwei Tagen hier treffen wollen und zwar soll er diesmal selber vorbeikommen und nicht wieder irgendwen anderes schicken, okay? Wenn er schon sowas wichtiges vorhat, will ich auch dabei sein.“
    Bob nickte verständnisvoll. „S.T.A.R.S.“ Er legte das Geld in den Aktenkoffer und klappte ihn wieder zu.
    „Ich hoffe mal, dass das ein „Ja“ war...“
    Bob nickte ihr so freundlich er nur konnte zu und ging zur Tür.
    Beim hinausgehen rief ihm For(n) noch ein „Mach’s gut, Bob.“ hinterher, Bob drehte sich zu ihr um und stieß fast mit einer Frau zusammen, die durch den Eingang kam. Er blieb wie angewurzelt stehen, es war Jill.


    Als Tyler und smousen vom Essen zurückkamen, war Bob noch nicht wieder da, was Tyler aber nicht sonderlich verwunderte, schließlich dauerte es immer mit For(n)ie Geschäfte zu machen. Umso mehr freute es ihn diesmal Bob geschickt zu haben und mit einem leichten Grinsen wandte er sich smousen zu:
    „Pass auf, wir können gleich mal die nächste Ladung Seife vorbereiten, warte kurz auf mich, dann holen wir den Talg.“
    Tyler verschwand in einem der Büros in seiner Fabrik, wo sich ein kleiner Kühlschrank befand. Er öffnete ihn, griff ins oberste Fach und holte zwei kleine Packungen heraus, die er in seiner rechten Hand behielt. Tyler winkte smousen kurz zu: „Komm hier mit lang, zu den Kühlräumen.“
    Als er den Inhalt von Tylers Hand erblickte fragte smousen erstaunt:
    „Was hast Du damit vor, ist das unser Nachtisch?“
    „Nein, du verfressener Kerl, das ist nicht unser Nachtisch, ich muss nur mein Krafttier füttern.“
    „Ich wusste gar nicht, dass Tiere Süßes mögen...“
    „Das hier schon.“, meinte Tyler und stieß das große Tor zur gigantischen Kühlkammer auf.
    smousen sah sich um und bemerkte, dass Tyler seine Kühlräume dringend mal abtauen sollte, die Wände waren mit Eis überzogen und auch der Boden war schon ganz uneben durch die wachsenden Eishügel. Das Ende des Raumes konnte er gar nicht wirklich ausmachen, so groß war der Raum, allerdings war auch von einem Tier nirgendwo etwas zu sehen.
    Tyler hatte wohl smousens kritischen Blick bemerkt und meine nur:
    „Ja, es ist immer schüchtern gegenüber Fremden. Lass uns am besten die zwei Talg-Fässer schnappen und wieder gehen.“
    Tyler legte die beiden Päckchen auf den Boden neben zwei große Fässer und schnappte sich eines der beiden. Relativ locker begann er es zum Ausgang zu tragen. Als smousen das zweite Fass griff, stellte er fest, dass es alles andere als leicht war, mühsam hievte er es in Richtung des großen Tores, als er ankam war er schon ganz erschöpft. Tyler schloss schnell das Tor und als smousen noch einen letzten Blick in die Kammer warf, stellte er fest, dass die beiden Päckchen verschwunden waren. Hatte Tyler sie vielleicht einfach heimlich wieder eingesteckt? Nein, er war nicht soweit in den Raum gegangen, aber irgendwie musste er es gemacht haben, denn smousen hatte kein Tier bemerkt und selbst wenn da ein Tier drin war, welches Tier fraß schon Kinder Pingui?
    Das Tor schepperte mit einem lauten Knall ins Schloss und smousen drehte sich verwundert um, als er plötzlich leise das Wort „Gleite“ vernahm.
    Tyler blickte nur etwas genervt zurück und meinte: „Klar, mach ich.... wie immer“ und schon fast unhörbar murmelte er „…blöder Pinguin...“, dann wandte er sich wieder seinem Angestellten zu. „Ah, siehst Du das hier?“ Der Seifenproduzent zeigte in das Fass hinein „diese dünne schimmernde Schicht ist Glycerin, das können wir jetzt vorsichtig abschaben.“
    „WAS?” smousen traute seinen Ohren nicht. „Das kannst Du vergessen, ich arbeite hier doch nicht mit Glycerin. Bin ich lebensmüde, oder was? Nix da.“
    „Wieso Lebensmüde, das ist total ungefährlich.“, versuchte Tyler ihn zu beruhigen.
    „Das kannst Du deiner Oma erzählen, ich mach da nicht mit, ich will dass Du mir eine andere Aufgabe zuteilst.“
    Tyler verstand smousens Problem zwar nicht wirklich, aber er musste ja nicht gleich seine Arbeiter vergraulen. „Okay, wenn Du das nicht machen willst, kannst du dort in den Lagerraum gehen und die Pakete durchzählen.“
    Mit einem einfachen „Okay, das mach ich dann.“ Verschwand smousen in den Raum auf den sein Arbeitgeber gezeigt hatte.
    Tyler blieb zurück und steckte seinen Finger in das Fass. Mit einer schnellen Bewegung wischte er etwas Glycerin an seinen Finger und verrieb es sich danach genüsslich auf der Zunge.
    „Ich weiß wirklich nicht was er hat.“

  • Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns


    Von AngelS Wesker und Sarlac


    Kapitel 56: Gute Seifen, schlechte Seifen (Teil 2 von 2)


    „J…S.T.A.R.S.” stammelte Bob und blickte bei dem Gedanken an den gestrigen Abend etwas beschämt auf den Boden. Leise murmelte er ein „S.T.A.R.S.“.
    „Ja, mir tut’s auch Leid, Bob. Ich weiß wie das alles auf dich gewirkt haben muss, ich mit b3 und so.“
    Mit einem traurigen „S.T.A.RS.“ bemühte sich Bob etwas unbeholfen an ihr vorbei aus der Tür zu kommen. Nach einem kurzen unangenehmen Moment trat er schließlich einen Schritt zurück und deutete ihr mit der Hand den Weg in den Hundesalon.
    Mit einem „Danke.”, betrat Jill den Raum und Bob ging schweigend zur Tür hinaus.
    Doch nach einigen Schritten hörte er plötzlich hinter sich ein: „Bob, warte...“
    Jill kam auf ihn zugelaufen und blieb kurz vor ihm stehen. „...wir müssen miteinander reden.“
    Bob antwortete nur „S.T.A.R.S.“ was in diesem Fall soviel hieß wie „okay“.
    „Gut, ich kenne da ein Café ein paar Blöcke weiter in das wir uns setzen können.“
    Bob sagte nur wieder kleinlaut „S.T.A.R.S.” und die beiden machten sich auf den Weg.


    smousen wunderte sich doch ein wenig über den Lagerraum in dem er sich befand, die kleinen Seifenpakete stapelten sich fast bis an die Decke. Wozu hatten sie denn vorher die Seife ganz frisch eingepackt, wenn hier noch so viel rumlag? Er ging zu dem großen Haufen von Päckchen hin und nahm eines von ihnen in die Hand. Eigentlich sahen die fast genauso aus, wie die anderen...obwohl, die Karte, die auf das Papier gedruckt war, hatte eine andere Farbe, bei den anderen Seifepaketen waren die Karten in einem leichten Beige-Ton gehalten, hier hingegen waren sie Schneeweiß. Das war aber auch schon alles, ansonsten waren die Päckchen genau gleich, auch die Aufschrift war dieselbe. Vielleicht war es ja nur eine andere Sorte, die nicht so beliebt war, oder Ausschussware, wer wusste es schon genau bei Tyler. smousen sah auf den großen Berg von Seifenpackungen und rieb sich den Nacken, die solle er jetzt alle zählen? Missmutig warf er das Paket in die andere Ecke des Raumes. „Eins!“ als er sich noch etwas deprimiert im Raum umsah, erblickte er einen Schiebetisch, auf dem sich ein Block sowie ein Bleistift mitsamt Anspitzer und Radiergummi befand. Scheinbar war er nicht der erste, den Tyler zum Zählen abkommandierte. Doch viel interessanter war das was sich außerdem noch auf dem Tisch befand.


    Was wohl „Benutzen auf eigene Gefahr“ bedeuten sollte? Aber wie gefährlich konnte schon ein Radio sein? Nachdenklich spielte smousen mit dem kleinen traurigen Clownskopf, der sich an der Antennenspitze befand. Was für ein blödsinniger Gedankengang, natürlich konnte nichts an einem Radio gefährlich sein. Vorsichtig drehte smousen den Senderegler auf die Frequenz von AMR, dann streckte er seinen Arm so weit aus wie er nur konnte und umfasste den „An“-Knopf mit Daumen und Zeigefinger. Er atmete einmal tief durch, dann drehte er den Knopf und machte gleichzeitig einen großen Satz nach hinten. Das Radio sprang mit einem laut Knall an, fast wäre smousen rückwärts in die Seifenpakete gefallen.


    WHAT IS IT THAT YOU FIND PEACE IN NOW?
    WHERE IS YOUR HOPE IN THIS DARK NIGHT?


    Ertönte aus dem Radio, doch smousen verstand kein Wort, er hörte nur das Geschreie einer dunklen, kratzigen Stimme und extrem laute Gitarren. Er ging zum Radio und drehte es leiser, was war das für Musik? Was war auf AMR los?
    Als der Song endete konnte smousen deutlich die stimme von Lost~Stefanie hören:
    „Da kannst Du solange an die Scheibe hämmern wie Du willst, Alfie, ich spiele jetzt das was ich will!“ eine kurze Pause war hörbar, vermutlich redete Alfred, der aber offensichtlich kein Mikro hatte. „Das ist mir doch egal was Hunk sagen würde, der Kerl ist nicht hier, jetzt läuft meine Musik!..... Ach, als wenn Du das nicht ausnutzen würdest, glaubst Du im Ernst er hätte dich eine volle Stunde non Stop singen lassen? Und dann die Songauswahl?......Was ich dagegen hab? „Man, I feel like a woman“ ist schon im Original ein Dreckslied, aber deine Interpretation war unter aller Kanone, da kann ja Shania Twain besser singen. Und von den anderen Songs will ich gar nicht erst anfangen, wie kamst Du bitte schön dazu dir einfach selbst einen Song zu widmen?....Natürlich hast Du das, stell dich nicht dumm! Du hast gesagt der nächste Song ist für meinen Bruder Alfie und dann hast Du „Er gehört zu mir“ im Sopran gesungen......Das ist schön für dich, aber ich werde das bestimmt nicht vergessen, nie mehr...
    und deshalb Spiele ich hier jetzt auch was ich will!“
    Und mit diesen Worten begann das nächste Lied von dem smousen sowieso sehr wenig verstand, für ihn klang alles nur nach „grrr – arrg“, aber das machte nichts auch etwas rauere Musik störte ihn nicht und es gefiel ihm sogar, dass seine ehemalige Kollegin auch nicht zufrieden in ihrem Job war. Es war nicht so, dass er es ihr nicht gönnte, aber wenn Lost~Stefanie in ihren Job nicht glücklich war, erschien ihm seine jetzige Situation nicht mehr ganz so schlimm, denn ein Traumjob war das hier nun wirklich nicht... Er trottete langsam mit dem Notizblock wieder zum großen Haufen von Paketen, griff das nächste und warf es in die Ecke auf das andere. „Zwei“.


    Auf dem Weg zum Café, das Jill vorgeschlagen hatte, waren beide sehr still, es war ein schon fast unangenehmes Schweigen gewesen, dass zum Glück kurz vor ihrer Ankunft von Jill gebrochen wurde:
    „Warum trägt Du denn wieder einen Anzug?“
    „S.T.A.R.S.?“
    „Nein, nein, er gefällt mir, Du siehst gut aus, Bob. Arbeitest Du wieder als Anwalt?“
    Bob schüttelte den Kopf „S.T.A.R.S., S.T.A.R.S.!“
    „Ach, ein Vertreter, das hätte ich jetzt nicht von Dir erwartet.“
    „S.T.A.R.S.?“
    „Nein, so mein ich das doch nicht, natürlich traue ich es dir zu, ich hatte es eben nur nicht erwartet, es freut mich, wenn es dir gefällt.“
    Bob war erleichtert, dass Jill sein neuer Job zusagte, auch wenn er nicht genau wusste, warum es ihm noch wichtig war. Doch seitdem sie den Hundesalon verlassen hatten, brannte ihm schon die Frage auf der Seele was Jill dort wollte: „S.T.A.R.S.?“
    „Oh, ich wollte mich nach Färbemittel umsehen, b3 meinte, blond würde mir stehen.“
    Bob schmetterte dies mit einem entschiedenen „S.T.A.R.S.!“ ab.
    „Meinst Du wirklich?”
    „S.T.A.R.S.“
    „Wie ein Bimbo? Nett Bob.“ Jill wirkte etwas gekrängt und Bob hätte sich für seine Aussage ohrfeigen können, er wollte sich doch bemühen sensibler zu sein.
    Er sah Jill etwas verlegen an und schüttelte leicht den Kopf „S.T.A.R.S.“
    „Ist schon in Ordnung, Bob, wenigstens bist Du ehrlich...So, das hier ist das Café das ich meinte, ich glaube, das könnte dir gefallen.“
    Bob hatte gar nicht auf seine Umgebung geachtet und sah nun etwas verwirrt zum Schild empor auf dem groß „S.T.A.R.S.bucks“ stand. Bob musste selbst etwas kichern und sah zu Jill hinunter „S.T.A.R.S.“
    „Du bist selber doof.“ entgegnete sie kurz und streckte ihm die Zunge raus.
    Bob sah Jill schweigend an, tausend Gedanken schossen ihm durch den Kopf und Jill merkte es:
    „Komm lass uns reingehen, ich bestell uns was zu trinken und dann reden wir mal über alles.“
    „S.T.A.R.S.“
    „Du willst uns was bestellen? Ich weiß nicht, Bob, das kommt mir dann so wie ein Date vor...“
    „S.T.A.R.S.!“
    „Das stimmt natürlich auch, dann hol Du ruhig die Getränke und ich setze mich schon mal.“


    Lost~Stefanies Stimme erklang wieder aus dem Radio:
    „Nein, ich drehe nicht langsam durch, Alfie. Ich saß schon wochenlang im Schwan und hab immer wieder diese blöden Zahlen in den Computer getippt, meinst Du da kratzt mich so ein läppischer Moderationsjob noch? Ich bin harte Lebensbedingungen gewohnt, aber das hier ist einfach nur noch Wahnsinn. Ich wäre lieber wieder auf einer einsamen Insel auf der ein Monster aus schwarzem Rauch rumwütet, was genau sagt das denn über diesen Job?.....Ich werde auch kündigen, Alfie, noch mal mach das hier nicht mit!.... Das könnte dir so passen, den Job schmeiß ich erst hin, wenn wir hier auch wieder runterkommen! Eine Woche Dauersenden, was meinst Du was das für Zuschüsse gibt? Ich wäre ja bekloppt, wenn ich jetzt aufhöre!.... Nein das bin nicht jetzt schon!“
    In dem Moment begann das nächste Lied und smousen fragte sich ob all das, was er grade gehört hatte vielleicht doch nur ein elaborierter Scherz war, aber andererseits war es nicht sonderlich komisch. Erneut warf er ein Seifenpaket auf die anderen. „Zweihundertneunzehn.“


    Bob kam an die Kasse an der ein junger Mann grade einem vorherigen Kunden seinen Kaffee in die Hand drückte. Der Mann auf dessen Namensschild „Sebb Saa-Europe“ stand wandte sich Bob zu: „Und was kann ich für Sie tun?“
    „S.T.A.R.S.!“
    „bucks!“ antwortete Sebb mit einem Grinsen.
    Bob sah ihn nur verständnislos an.
    Sebb kicherte leicht und meinte: „S.T.A.R.S.bucks, so heißt der Laden hier, aber wie kann ich ihnen helfen?“
    Bob war irgendwie nicht zum Scherzen aufgelegt, er wollte schnell wieder zu Jill und meinte nur grimmig „S.T.A.R.S.“
    „Was?“
    „S.T.A.R.S.!!“
    „Ach so, sie meinen das S.T.A.R.S.bucks Spezial! Einen doppelt großen Mokka-Sahne- Karamell-Espresso-Latte-Macchiato-Grande mit Holunder Sirup, Milchschaum und einem Pfefferminz-Löffelbiskuit.“
    Bob hatte keine Ahnung, was das sein sollte, aber er vermutete, dass man es trinken konnte, also hob er nur resignierend zwei Finger seiner rechten Hand und nickte.
    „Und das ganze zwei mal!“ lächelte Sebb. „Kommt sofort!“


    „Das ist mir doch egal!“ ertönte es aus dem Radio „Wenn die Leute sich über die Musik beschweren wollen sollen sie doch anrufen, dein Gekreische wollte auch schon lange niemand mehr hören. Und wenn’s Dir nicht passt, dann zieh doch den Stecker.... Hey, wo rennst Du denn hin?“
    Aus den Boxen trat plötzlich nur noch Rauschen. „Fünfhundertsiebenundachtzig.“


    Bob trug die selbst für ihn fast viel zu großen Kaffeebecher vorsichtig zum Tisch um nichts von dem Milchschaum zu verschütten.
    Jill sah ihn etwas merkwürdig an:
    „Na Du hast heute aber deine Spendierhosen an, was?“
    „S.T.A.R.S.!“
    Jill musste lachen. „Ich glaub gerne, dass Armani nichts anderes herstellt...“
    Sie umfasste den für sie gigantischen Becher mit beiden Händen und nahm einen Schluck, ein wenig des Milchschaums blieb an ihrer Nasenspitze hängen. Bob griff kurz über den Tisch und wischte ihn mit seinem Zeigefinger weg.
    „Ohhh.“ Jill griff verlegen zur Serviette und wischte sie kurz über ihre Nase. Sie faltete das Serviettenpapier nervös in ihren Händen hin und her.
    „Bob, wir müssen wirklich über etwas reden. Es geht um b3 +|uNr34l|+ und mich.“


    Das Rauschen verschwand wieder. „Und damit wären wir wieder auf Sendung, ab jetzt mit Non-Stop-Gesang von eurem Alfie und wenn ihr mich wirklich kennen lernen wollt, dann muss ihr wissen: „I’m a little bit of everything all rolled into one“. Genau, ihr Lieben singt mit:
    I’m a bitch, I’m a lover
    I’m a child, I’m a mother
    I’m a sinner, I’m a saint
    I do not feel ashamed
    I’m your health, I’m your dream
    I’m nothing in between
    You know you wouldn’t want it any other way“


    Wenn er es genau betrachtete hatte smousen die Musikauswahl von Lost~Stefanie doch besser gefallen. „Achthundertdreiundsiebzig.“


    „Weißt Du, Bob, ich glaube er meint es ernst mit mir.“
    „S.T.A.R.S.?“
    „Ich weiß auch nicht so genau, er war in letzter Zeit immer für mich da.“
    „S.T.A.R.S.“
    „Dass Du ihn nicht leiden kannst, ist mir klar, Du kennst ihn aber auch nicht so wie ich ihn kenne.“
    „S.T.A.R.S.?“
    „Nein, was denkst Du denn von mir? Aber er ist wirklich nett... auch zu Israfil, weißt Du...“
    Bob senkte den Blick, er wollte es eigentlich nicht wahr haben.
    „Und er hat mir diese Kette hier geschenkt.“
    Jill zeigte auf den riesigen roten Klunker, der ihr um den Hals hing.


    „S.T.A.R.S.!“
    JA, mag sein, dass der Anhänger etwas großmuttermäßig wirkt.“ lachte Jill
    Ein blonder Mann betrachtete die beiden durch das große Fenster des S.T.A.R.S.bucks und ballte wütend die Faust.


    „Dude looks like a lady
    Dude looks like a lady“
    „Eintausendeinhundertsiebzehn.”


    Die Ladentür sprang auf und b3 +|uNr34l|+ stürmte auf den Tisch zu:
    „Ich hab doch gesagt, dass Du von ihr wegbleiben sollst.“
    „b3, was machst Du denn hier?“ Jill war entsetzt.
    „Ich kam nur durch Zufall vorbei und hab ins Schaufenster geguckt, und jetzt muss ich feststellen, dass dich dieser Typ schon wieder belästigt!“
    „Nein, so ist es nicht, wir reden nur!“
    „Gestern wolltest Du auch nicht mit ihm reden. Und jetzt lass uns gehen, Du wolltest dir die Haare blondieren.“
    b3 griff Jill am Arm und wollte sie aus dem Laden ziehen.
    „Nein, b3 lass mich los.“
    Jill zerrte an b3s Hand
    „Du gehörst jetzt zu mir und nicht mehr zu ihm, merk dir das!“
    Jill verpasste b3 eine Ohrfeige: „Ich gehöre niemandem!“


    „’Cause I’m a woman!
    W-O-M-A-N
    I’ll say it again“
    „Eintausendsechshundertdreiundfünfzig.“


    Bob sprang auf und schubste b3 +|uNr34l|+ von Jill weg.
    „S.T.A.R.S.“
    „Und dir gehöre ich auch nicht, Bob. Warum müsst ihr Männer immer nur streiten?“
    Bob und b3 schwiegen beide.
    „Lasst mich einfach in Ruhe, ich will euch nicht mehr sehen und zwar beide.“
    Jill machte sich drauf aus dem Laden zu stürmen, doch kurz vor der Tür drehte sie sich um.
    Jill ging auf die beiden zu, nahm ihren Anhänger ab und knallte ihn mit Wucht auf den Tisch „Und den hier kannst Du behalten.“, sagte sie zu b3, griff in ihre Hosentasche und holte einen kleinen Plastikbeutel mit etwas grünem heraus. „Und das hier auch.“ Dann stürmte sie aus dem S.T.A.R.S.bucks und b3 blickte fassungslos zwischen dem Anhänger und der Tür hin und her.


    „I'm horny, horny, horny, horny
    So horny, I'm horny, horny, horny“
    Das statische Rauschen setzte wieder ein. „Eintausendneunhundertneunundneunzig.“


    Bob konnte nicht anders als zu lächeln, er hatte zwar nicht gewonnen, aber zumindest war b3 nicht besser dran als er und das war schon viel besser als es gestern war. Er stand auf und rückte seinen Anzug zurecht, dann fasste er sich an den Kopf und tat so als würde er sich einen imaginären Hut abnehmen. Und mit dem höhnischsten Grinsen zu dem er imstande war zog er den Hut vor b3 und verlies mit einem lachenden „S.T.A.R.S.“ das Geschäft.
    B3 starrte noch einige Minuten auf den Anhänger, den Jill auf den Tisch geschmissen hatte....das würde T nicht gefallen....


    Das Rauschen hörte wieder auf. „Und hier ist Lost~Stefanie!“ smousen fragte sich, warum der Tonfall ihn an Jack Nicholson erinnerte. „Da musst Du schon früher aufstehen, Alfie, ein simpler Stuhl unter der Türklinke hält mich nicht lange auf. Aber mal sehen, wie lange Du brauchst um die drei Regale vor deiner Tür wegzuräumen...hehehe... So und ab jetzt geht es hier wieder mit guter Musik weiter, und zwar mit einer Band, bei deren Namen ich immer an Raccon City denken muss: „All Shall Perish“.
    „Zweitausendeinhundertacht.“ Das waren alle und smousen stellte das Radio wieder ab, auch wenn ihn der kleine Zweikampf zwischen Stefanie und Alfred irgendwie interessierte.
    Er trat wieder auf den Gang und suchte nach Tyler, den er im Hauptraum der alten Fabrik fand, wo er sich bereits mit Bob unterhielt, während er immer wieder ein kleines Fläschchen in die Luft warf.
    „Grüßen? Ja, fein, auch egal, oder?“
    „S.T.A.R.S.“
    „Natürlich denke ich dran mich mit For(n)ie zu treffen, sie weiß doch selbst, dass ich Mayhem nicht ohne sie durchziehe.“
    „S.T.A.R.S.“
    „Ja, ich weiß, dass Du nur das ausrichtest, was sie dir gesagt hat. Mal was ganz anderes, hast Du schon mal Nitriersäure hergestellt?“
    Bob schüttelte den Kopf „S.T.A.R.S.“
    „Dann lernst Du das gleich.“ Tyler drehte sich um und warf smousen dass Fläschen zu.
    „Hey, smousen! Fang!“
    smousen fing das Fläschen und viel dabei fast vorne über. „Was ist das?“
    „Ach das ist nur Glycerin!“ lachte Tyler.
    smousen stand sofort der Angstschweiß auf der Stirn. „Oh Gott...“ Vorsichtig balancierte er das Fläschchen zwischen seinen Fingern und wollte es auf den Boden stellen. Doch Tyler war schneller bei ihm und riss es smousen aus den Händen. „Hast Du etwa Angst davor?“ Tyler schüttelte das Fläschchen vor smousens Nase und er sah, wie die Flüssigkeit gefährlich hin und her schwappte. „Dir ist aber klar, dass Glycerin vollkommen ungefährlich ist, bevor es nitriert wird oder?“
    smousen hatte sich die Hände vor den Kopf gehalten und blickte durch seine Finger „Nein...“
    „Dann sollte es dir jetzt klar sein, komm, ich zeige dir wie man das Zeug nitriert.“
    „Nein, da mach ich nicht mit!“
    „Na okay, Du Feigling, was kam denn bei deiner Zählaktion raus?“
    „Also das waren 2108 Pakete.“
    „2108? Ich hätte schwören können, es müssten 2109 sein... Kannst Du noch mal nachzählen?“
    „Oh nein, bitte nicht noch mal, ich meine selbst mit Radio war das stinklangweilig.“
    „Du hattest das Radio an? Vielleicht bist Du ja doch nicht so feige, wie ich dachte.“
    „Wieso? Wegen dem Warnzettel?“
    „Ja, wegen der Erschütterungen durch die Bässe.“
    „Was sollen denn ein paar Erschütterungen der Seife ausmachen?“
    „Seife? Junge, Du hast den Sprengstoff gezählt.“
    Und während smousen in Ohnmacht fiel, meinte Tyler zu Bob:
    „Erinnere mich dran, dass ich in Zukunft etwas genauer bin, wenn ich euch eure Aufgaben beschreibe, ja?“

  • Danke für das ganze Lob!
    Das Kapitel sollte ursprünglich auch mal mehr als eins sein, allerdings nicht 2 sondern 3 (der Anfangspart in der Fabrik, Bobs Geschichte mit Jill und smousens Geschichte mit den Radiopassagen). Die Aufteilung hier hatte nur was mit der maximallänge für die Beiträge zu tun und nicht mit den Storyteilen. Nach den Storyteilen hätten wir das auch nicht mehr aufteilen können, da wir uns bereits vor dem Schreiben dazu entschieden hatten alles in ein Kapitel zu packen, und dadurch alles mit einander verwoben wurde.
    Aber so kommen wir wenigstens etwas schneller von der Stelle und das ist gut so, sonst wird das hier die unendliche Geschichte... :laugh1:
    ...aber keine Sorge langsam nähern wir uns dem Ende (sehr langsam :rolleyes: )