Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns

  • Na hoffentlich war´s nur nen April scherz.... Du sack :laugh1:


    Wenn´s doch ernst gemeint ist, ebenfalls sorry :>.<: die Geschichten waren immer toll. Nix dahergekritzeltes eben.


    So oder so: Das Leben auserhalb der Virtuellen Welt ist wichtiger :thumbs5:


    Ich sags ja.. wer Freunde hat, der hat keine Internet Freunde ;(
    Irgendwie war der drang danach diesen spruch abzulassen XD

  • *F.E.A.R. den Kalender wegnehm* XYX


    Ach menno, ihr macht es einem nicht leicht....


    Erst machen mir Chrstian und for(n)ever schon so ein schlechtes Gewissen und dann deckt F.E.A.R. das auch noch so früh auf! Auch wenn er und G-Sam Recht haben, ich bin ein Sack und ein Mistkerl!


    also:
    [SIZE=4]April, April![/SIZE]


    Wir lassen euch doch nicht so hängen, Leute! ;)


    Ein großes Sorry, an alle, die sich hier solche Sorgen gemacht haben! Und vielen dank auch an alle, die mir tatsächlich eine email geschrieben haben, ich hoffe, ich schaff das noch heute alle zu beantworten! Ich war ganz gerührt ;(


    und jetzt, wie auch weiterhin jeden Mittwoch, ein neues Kappitel:


    [SIZE=1](und nochmal Sorry für den fiesen Joke)[/SIZE]


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    Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns


    Von AngelS Wesker und Sarlac


    Kapitel 39: Allergisch auf Leichen


    „Glaubst Du, dass es lilumax sein könnte?“ fragte Sarlac, der noch immer nicht vollständig aufgestanden war.
    „Das könnte sein...“, antwortete AngelS „...aber nur, wenn lilumax ein äußerst begabter Terrier war.“
    „Was?“
    „Na, das worüber Du gestolpert bist, Du großer Wissenschaftler, ist eine Hundeleiche.“
    „Und wie kommst Du dazu, zu behaupten, es wäre lilumax?“ fragte Sarlac und kam endlich wieder auf die Beine.
    „Das sollte eigentlich nur ein Scherz sein.“
    „Oh, haha! Weißt Du, wie lang mir die Zeit vorkam, bis Du diesen Scherz aufgeklärt hast?“
    „Na nun mach mal halblang, das waren doch nur ein paar Sekunden.“
    „Schon, aber die kamen mir wie eine halbe Ewigkeit vor, ich hatte schon einen richtigen Schock weg.“
    „Nun werd hier mal nicht zum Sensibelchen.“
    „Ja, egal, lass uns nicht schon wieder streiten.“, grummelte Sarlac und schnitt AngelS Seil mit dem Messer, das er noch immer in seiner Manteltasche gehabt hatte, durch. Anschließend ging er die letzten Schritte bis zur Tür und achtete darauf nicht erneut über die Hundeleiche zu stolpern.
    Er hämmerte relativ hart mit seiner Faust gegen die Tür um über das Heulen des Windes noch gehört zu werden. Nach einer sehr kurzen Zeit öffnete ihnen ein Mann die Tür und sah sie erstaunt an:
    „Soll das ein Witz sein?“
    „Äh, Hallo.“ stammelte Sarlac
    „Haatschie!“ ertönte es aus dem Inneren des Hauses.
    AngelS schob Sarlac zur Seite, denn sie jetzt keine Zeit für Sarlac endlose Gespräche:
    „Können wir bitte reinkommen?“
    „Äh, ja klar, aber eure komischen Tiere da lasst ihr bitte erst mal draußen.“, antwortete der Mann. Bei diesen Worten sah Hasso sein Frauchen ganz traurig an und winselte ein wenig.
    „Ja, jetzt kommst Du wieder bei mir an, aber als der Kerl da mich gefesselt hat, warst Du nirgendwo zu sehen.“
    Der Besitzer der Hauses sah Sarlac und AngelS mit gekräuselter Stirn an. Obwohl AngelS noch immer etwas sauer darüber war, dass ihre Verdugos nicht zu ihr gehalten hatten, wollte sie doch nicht, dass die kleinen wieder einfroren oder gar zersprangen. Da sie ihren Helm noch trug, konnte sie sehen, dass an der linken Seite der Hütte ein kleiner Schuppen stand, der ihren Lieblingen sicheren Schutz vor dem Sturm bieten würde. Allerdings fürchtete AngelS, dass der komische Kerl mit den arg wenigen Haaren auch etwas gegen Verdugos in seinem Schuppen haben könnte, deshalb flüsterte sie Hasso leise ins Ohr:
    „Guck doch mal in den Schuppen da drüben, vielleicht könnt ihr euch da unterstellen.“, und drehte sich danach wieder mit einem nur wenig aufgesetzt wirkenden Grinsen zu den beiden Männern um: „Alles in Ordnung! Zum Glück tragen die kleinen ja ihre dicken Pullis, da macht denen das bisschen Kälte nicht viel.“
    „Ach bestens! Dann muss ich mir ja auch keine Sorgen machen wegen des Schuppens.“, sagte der Mann, ließ die beiden in das Haus und schloss die Tür wieder hinter ihnen.
    „Dacht ich’s mir doch.“ zischte AngelS durch die zusammengebissenen Zähnen.
    „Wie bitte?“
    „Sie müssen meine Begleiterin entschuldigen.“, sagte Sarlac. „Sie friert sicher nur, es ist draußen schon ziemlich kalt.“
    „Ja, das kann ich schon verstehen, aber wer seid ihr und was wollt ihr hier?“
    „Haaaatschiiiiieee!“ ertönte es erneut von weiter hinten.
    „Also ich bin Sarlac und das hier ist meine Begleiterein AngelS Wesker. Wir sind hier, weil wir den Kartenzeichner lilumax suchen.“
    „Dann habt ihr ihn gefunden! Ich bin lilumax.“, antwortete eben dieser. „Aber es wundert mich schon, normalerweise bekomme ich hier nur sehr selten Besuch, aber jetzt sind plötzlich drei Gäste da und alle bringen Haustiere mit.“
    „Hatschiee!“
    „Drei Gäste?“, fragte AngelS Wesker
    „Ja, das dort hinten ist meine andere Besucherin, November Rain.“
    „November?“ sagten Sarlac und AngelS wie aus einem Mund und blickten hinter den Kamin des Wohnzimmers, wo November in eine dicke Decke gewickelt saß und einen Kakao trank.
    „Haatschie.“, nießte sie und zog dabei die Tasse von ihrem Gesicht weg. „Oh, Hallo, wir kennen uns doch aus dem Zoo.“, sagte November Rain verschnieft.
    „November ist hier vor ein paar Tagen ganz durchgefroren angekommen und ist seit dem nur krank. Ich hab sie schon extra in die dickste Langhaardackelhaardecke eingewickelt, die ich hatte, aber es scheint nicht besser werden zu wollen.“
    „Langhaardackelhaar?“ fragte Sarlac und sah November kritisch an. „Ich dachte, Du bist allergisch auf Tierhaar.“
    „Äh, haaatschie! Ja, eigentlich schon.“
    „Allergisch?“ stammelte lilumax. „Aber Du bist doch mit einem Hundeschlitten gekommen!“
    „Ja, ich liebe Hunde, aber leider bin ich allergisch auf sie. Haaaatschie!“
    „Aber warum hast Du denn nichts gesagt?“ fragte lilumax mit einem Ton von Reue in der Stimme.
    „Ach, Du warst immer so nett und hast mir Kakao bringen lassen, da konnte ich das gar nicht übers Herz bringen, dir das zu sagen. Hatschie! Ich bin erstaunt, dass Sarlac das behalten hat.“
    „Tja, ich habe eben ein gutes Gedächtnis!“, antwortete dieser ganz stolz. „So schnell vergesse ich niemanden.“
    Während lilumax noch ganz schuldbewusst dreinblickte, musste AngelS eine Frage in den Raum werfen, die Sarlac in seinem enormen Stolz auf sein Gedächtnis wohl entgangen war:
    „Du bist mit einem Hundeschlitten hergekommen? Wir haben draußen vor der Tür die Leiche eines Terriers gefunden.“
    „Ja!“, warf Sarlac ein. „Wir dachten zuerst schon, es wäre lilumax.“
    lilumax sah ihn fassungslos an, kam allerdings nicht dazu nachzufragen, da November Rain zu schluchzen anfing:
    „Ja, das war mein süßer Tai, Haatschie, der ist auf dem Weg nach hier oben erfroren. Ich hatte mir schon gedacht, dass Jack Russel Terrier nicht die besten Schlittenhunde sind. Aber die sind einfach niedlicher als Huskies.“
    „Der kleine Hund hat einen Schlitten ganz alleine gezogen?“ fragte AngelS
    „Nein, da haben ihm noch sieben weitere Hundies geholfen, die haben lilumax und ich in den kleinen Schuppen da draußen gesperrt.“
    „Oh, oh...“ sagte AngelS, doch es war sowieso zu spät, was passieren konnte, war sicherlich bereits geschehen, darum schluckte sie ihre Bedenken runter und lächelte gezwungen. „Oh, äh das ist ja schön Hunde...“
    „Ja, Hunde sind schon toll.“, meinte Sarlac, der seit längerem eigentlich auf etwas wichtigeres hinauswollte: „Du hast vorhin gesagt, lilumax hätte Dir Kakao bringen lassen?“ Er drehte sich zu dem besagten Künstler um und fügte hinzu: „Ich dachte, Du wohnst hier allein.“
    „Ach ja, das erinnert mich doch an etwas.“, reif lilumax und schnippte mit den Fingern. „Mini-ME!“
    Auf dieses Stichwort hin kam ein kleines Männchen aus einem Nebenzimmer dem lilumax schnell Anweisungen gab:
    „Nimmst Du wohl unseren Gästen den Mantel und den, äh... Helm ab und bring November bitte eine andere Decke, die nicht aus Tierfell ist.“
    „Ach ist der aber niedlich!“ sagte AngelS. „Ist das dein Sohn?“
    „Nein, das ist mein Klon.“ antwortete lilumax.
    „Oh, bist Du auch Wissenschaftler?“ fragte Sarlac freudig, es kam ihm wirklich sehr gelegen, mal wieder einen Gleichgesinnten zu treffen.
    „Nein, eigentlich nicht, ich hab das mit so einem Fertigprodukt gemacht.“
    „Ach nein, das von Birkin, was?“


    „Ja, genau, woher weißt Du das?“ fragte lilumax, während Mini-ME die Sachen von Sarlac und AngelS in einem Schrank verstaute.
    „Ach, ich hab doch an der UUUUU unter Dr. Birkin gelernt. Das war fürchterlich, der hatte die ganze Zeit nur Streit mit Dr. Marcus. Birkin wollte immer alles genauso haben, wie Marcus, aber Marcus musste besser sein. Das fing schon bei den Laboren an, Birkin wollte unbedingt genau dasselbe Labor wie Marcus, sogar die Sturzhelme mussten gleich hängen, und das obwohl so was in einem Labor überhaupt keiner braucht. Aber Marcus konnte das nicht auf sich sitzen lassen und hat sich dann einfach heimlich eine Tür mehr einbauen lassen, damit er wieder die Nase vorn hat. Und als Birkin seine Fertigprodukte rausbrachte, musst Marcus einfach einen drauf setzten und die erste Klonbackmischung rausbringen. Und Birkin musste so schnell wie möglich nachziehen und auch eine rausbringen.“
    „Ja, genau, damals war ich total davon begeistert, aber irgendwie ist mein Klon so klein geblieben.“
    „Ja, deshalb wurde das Produkt ja auch vom Markt genommen, Birkin hatte in der Eile vergessen das Backpulver hinzuzufügen.“
    „Ach so, und ich hatte mich schon gewundert. Denn mein Mini-ME ist nur klein, aber sonst ziemlich schlau. Da sollen doch sonst immer Hirnschäden entstanden sein.“
    „Nein, das war bei dem Produkt von Dr. Marcus.“, sagte zu Sarlacs Überraschung AngelS. Er sah sie verwundert an und fragte:
    „Woher weißt Du denn so was?“
    „Tja, ich bin eben nicht vollkommen ungebildet.“
    Sarlac sah sie skeptisch an, da grade das ein Wissen war, dass er nicht von ihr erwartet hatte.
    „Na gut.“, gestand AngelS ein. „Ich hab das vor ein paar Jahren auch mal versucht, mit dem Dr. Marcus Fertigprodukt, ich wollte mein Haustier klonen für...ähhh... nur so. Aber die waren alle vollkommen blöde und zu nichts zu gebrauchen, die Klone. Ich dachte schon ich mach was falsch, ich weiß gar nicht mehr, wie viele male ich das Probiert habe bestimmt 100 mal. Am Anfang hatte ich denen noch Namen gegeben, aber am Ende hab ich die letzten 85 nur noch durchnummeriert.“
    „Ach und das hast Du mir noch nie erzählt?“
    „Naja, ich fand das irgendwie peinlich, zumal ich die Klone dann alle einfach an der Autobahnraststätte ausgesetzt habe.“
    „Was?“ fragten lilumax und Sarlac wie aus einem Munde.
    „Naja, die waren ja alle so doof und gingen mir auf die Nerven, da dachte ich mir, ich lass sie frei...aber die meisten haben sich gleich überfahren lassen.“


    Alle Anwesenden starrten AngelS bei diesem Geständnis sprachlos an.
    „Was denn?“ fragte sie unverständig. Sarlac war der erste, der sich nicht mehr halten konnte und lachte laut los. Auch November und lilumax mussten mitlachen und selbst Mini-ME wirkte amüsiert, wenn er wohl auch nicht wirklich aufgepasst hatte.
    „Ja, lacht nur über das Unglück anderer.“, sagte AngelS, langsam störte es sie, dass Sarlac sie scheinbar belächelte.
    „Ach, tut mir leid.“, erwiderte Sarlac grade rechtzeitig um einen Streit zu unterbinden. „Aber Du musst zugeben, dass die Vorstellung von so vielen bescheuerten Wesker Klonen schon ziemlich lustig ist, oder?“
    „Naja, vielleicht ein bisschen..“, schmunzelte AngelS.
    Sarlac nutzte die Gelegenheit, um das Thema zu wechseln: „Aber sag mal, November, was machst Du eigentlich hier? Bei unserem Gespräch im Zoo war mir so, als würdest Du lilumax gar nicht kennen.“
    „Ich kenne lilumax auch erst seit zwei Tagen.“, sagte November, die inzwischen nur noch schniefte, da ihr Mini-ME mit einer Daunendecke ausgeholfen hatte. „Ich bin hierher gefahren um die Sache mit den Vervielfertigungsrecht für die Zookarte zu klären.“
    „Oh, ja, wir sind auch wegen einer Karte hier.“, warf Sarlac ein.
    „Und wegen einer Geschichte.“, rief AngelS.
    „Warum sind denn plötzlich meine Karten alle so begehrt?“ fragte lilumax, dem die Sache über den Kopf zu wachsen schien. „Das mit der Zookarte haben wir doch schon geregelt, da ist doch jetzt alles mit in Ordnung.“
    „Ja, natürlich, danke nochmal.“, lächelte November, woraus Sarlac und AngelS Hoffnung schöpften, denn lilumax schien ihr geholfen zu haben.
    „Ich sollte wohl doch mal meine e-mail Adresse bekannt machen, dann muss nicht immer jeder zu mir auf den Berg kraxeln.“, meinte der Künstler. „Aber andererseits bekäme ich wohl sonst viel seltener Besuch. Okay, um was für eine Karte geht es denn diesmal?“
    „Also es geht um die obere Hälfte der Karte, die im Sendegebäude von AMR hängt.“, antwortete Sarlac. „Die bräuchten wir, weil wir auf den Berg rauf müssen.“
    „Ja, das ist aber ein Problem, von der Karte hatte ich nur zwei Kopien, die eine war für AMR, aber die wollten nur ihr eigens Sendegebiet haben und nicht die Bergspitze, Hunk meinte, das deprimiert ihn und deshalb wollte er auch nur den unteren Teil der Karte bezahlen, der geizige Penner.“
    „Und hast Du die obere Hälfte noch?“, fragte Sarlac.
    „Lass mich doch ausreden. Leider ist mir über die obere Hälfte mal Kaffee gelaufen, weswegen ich das Ding weggeschmissen habe. Und die Kopie hat mir leider mal so ein dahergelaufener Irrer geklaut. Deshalb hab ich leider keine Kopie mehr.“
    „Ach so ein Mist.“, meinte Sarlac und blickte traurig auf den Boden.
    „Kannst Du die Karte nicht noch mal zeichnen?“ fragte AngelS.
    „Vielleicht, aber so genau weiß ich das alles nicht mehr, ich traue mich nur noch selten auf den Berg und wenn dann nur noch an bestimmte Orte, um das Dorf mache ich jedenfalls einen großen Bogen. Eine Karte zu zeichnen würde aber bestimmt ein bis zwei Tage dauern und dann weiß ich nicht, ob das ganz genau wäre.“
    „Eine einfache Skizze würde uns schon reichen.“, erwiderte Sarlac.
    „Tut mir leid, aber ich mache keine einfachen Skizzen, und ich liefere auch keine ungenaue Karte ab, da musste ich erst wieder alles erforschen. Ich hab schließlich einen Ruf zu verlieren! Der Name lilumax steht für Qualität und etwas anderes gibt es nicht.“
    „Hmm, okay“, seufzte Sarlac, der den Mann leider nur zu gut verstehen konnte, wenn er selbst machte ja auch keine halbfertigen Arbeiten, wenn es um Wissenschaft ging, deshalb hatte er damals den Respekt vor Birkin und Marcus verloren.
    „Aber vielleicht kannst Du uns wenigstens mit unserem zweiten Anliegen helfen.“, sagte AngelS, der dieser zweite Part sowieso wichtiger erschien. „Wir haben gehört, dass Du weißt, was damals bei dem Flugzeugabsturz passiert ist.“
    „Ja, das ist eine tolle Geschichte sagte lilumax, die ist auch ein bisschen unheimlich, aber zuerst sollte wir Abendbrot essen.“
    „Oh, das ist toll, was gibt es denn?“, fragte AngelS die von der langen Wanderung schon richtig Appetit hatte.
    „Ich dachte, wir grillen uns Würstchen im Kamin.“
    „Schon wieder?“ stöhnte November Rain.
    „Wieso denn?“ fragte lilumax.
    „Weil Du immer nur Würstchen im Kamin grillst, zum Frühstück, zum Mittagessen und zum Abendbrot. Ich kann die langsam nicht mehr sehen. Sorry, aber ich geh jetzt einfach schon zu Bett, gib mir nur ein paar Würstchen, damit ich die Hunde füttern kann.“
    „Oh, äh, lass mich das doch machen.“, fiel ihr AngelS ins Wort. „ich muss meinen Verdugos sowieso auch was geben, da kann ich mich auch um die Hunde mit kümmern.“
    „Verdugos?“ fragte November ganz interessiert. „Sowas mag ich auch, sind die wild?“
    „Nein, nein, die sind ganz lieb und wohl erzogen, die tun bestimmt keinem Hündchen was.“, antwortete AngelS und hoffte inständig, dass dies auch nur annähernd der Wahrheit entsprach.
    „Gut, dann werde ich mal gleich zu Bett gehen.“, sagte November, während lilumax AngelS eine Packung Würstchen in die Hand drückte und sich anschließend November zuwandte:
    „Sag mal, kannst Du vielleicht Mini-ME mit nehmen, und ihn ins Bettchen packen, er hat sein halbes Würstchen bestimmt schnell verputzt, und ich glaube, die Geschichte macht ihm nur Angst, er ist ja noch so klein.“
    „Wieso?“ meinte Sarlac. „Das sollte doch gar nichts machen, schließlich ist er dein Klon und nicht wirklich ein Kind, da müsste er die Geschichte doch ruhig hören können.“
    „Ja, aber mir selbst macht die Geschichte Angst.“, flüsterte lilumax so dass weder AngelS noch November es hören konnten, da beide grade im Begriff waren, den Raum zu verlassen. Und während November mit Mini-ME in das Nebenzimmer verschwand ging AngelS vorsichtig zum Schuppen und schauderte, was sie hinter der Tür sehen würde.
    Mit einem lauten Knarren öffnete sich die Tür und AngelS sah etwas, das noch viel schlimmer war, als sie es sich in ihren schlimmsten Visionen hatte vorstellen können. Auf dem Boden lagen die sieben Hunde und jeder einzelne von ihnen hatte einen dicken weißen Milchbart.


    AngelS starrte nur auf die Tiere und den daneben liegenden Marvin, der sehr zufrieden wirkte.
    „Marvin! Du Ferkel!“ rief sie und warf ihm die Wurstpackung an den Kopf. „Dafür gibt es morgen noch Ärger, hoffentlich bekommt November nichts davon mit!“
    Sie schloss das Tor hinter sich und stapfte zurück zu lilumax Hütte.
    Als sie die Tür öffnete, sah sie lilumax und Sarlac, die fröhlich ihre Würstchen auf Stöcke spießten, Sarlac hatte sogar schon eins für sie vorbereitet. AngelS lächelte, manchmal konnte er eben doch noch nett sein.
    „..Und dann kam das ganze hier an dieser Stelle zum Stillstand.“, sagte lilumax.
    „Oh, habt ihr mit der Geschichte schon ohne mich angefangen?“ fragte AngelS.
    „Nein, natürlich nicht!“ sagte Sarlac. „lilumax hat mir nur von den Lawinen hier erzählt.“
    „Ja!“ warf der Künstler ein. „Wie ich bereits Sarlac berichtete solltet ihr euch vor Lawinen in Acht nehmen. Vor einiger Zeit gab es hier eine so starke, dass mein ganzes Haus mitgerissen und einige Meter den Berg hinabgetragen wurde.“
    „Was?“ fragte AngelS ungläubig.
    „Ja, das ist wirklich wahr, aber es hatte auch sein gutes, seit dem bin ich wieder im Sendegebiet von AMR, davor konnte ich weder Radio, noch Funk, Telefon oder sonstiges empfangen, jetzt geht das alles wieder.“
    „Oh, oh, bei dem Gedanken an eine Lawine werde ich sicherlich kaum schlafen können.“, seufzte AngelS.
    „Apropos, schlafen: Ich hab leider keinen Platz mehr in den anderen Räumen.“, sagte lilumax. „Also wenn es euch nichts ausmacht, müsst ihr hier im Wohnzimmer übernachten.“
    „Das ist überhaupt kein Problem.“, lächelte AngelS. „Du kannst uns ja jetzt schon beim Essen die Geschichte erzählen, ich werde schon langsam ziemlich müde.“
    „Aber gerne doch!“ lachte lilumax und holte eine Taschenlampe aus einer Schublade.

  • Haha ! Versuch´s in nem jahr nochmal mit dem April scherz :D



    Ist ja mal geil, Birkin klon mischung zeugs :laugh1: der brüller ist immer noch auf die Anspeilung des ewigen Streit Theards ob in Zero und RE2 der eine Ort ein und der selbe ist... :lachen5:


    ROFL XD

  • F.E.A.R. : Ich glaube, das war besser so, sonst hätte ich nur ein noch schlechteres Gewissen, wenn noch mehr drauf reingefallen wären...


    @all:
    Keine Sorge Leute, ihr seid mindestens für die nächsten 364 Tage sicher... :laugh1:
    und ich glaube nicht, dass ich das nächstes Jahr nochmal mache, dafür hat mit T einen zu großen Schrecken eingejagt:




    [SIZE=1]und wenn ich's doch mache, warne ich zumindest die mods vor...:rolleyes:[/SIZE]



    und schön, dass euch das Kapitel gefällt :D

  • Zitat

    Original von smousen
    Oh man, das ging ja wirklich nach hinten los. Aber wenn du das wieder regeln konntest, passet ja...:D
    Fand das erste Bild am geilsten. liebe ist...sehr cool!


    Um ehrlich zu sein, hab ich da gar nichts geregelt... ich wolte grade eine PN an T schreiben, da hatte er das schon selbst rückgängig gemacht... :pfeif4:
    Und das "Liebe ist..."-Bild war richtig schön simpel, da musste ich nur kocht in klont umändern und aus dem "L" ein "N" machen :laugh1:

  • Und jetzt geht's weiter:


    Sarlac und AngelS Wesker in den Bergen des Wahnsinns


    Von AngelS Wesker und Sarlac


    Kapitel 40: Following the S.T.A.R.S.


    Bob war die ganze Nacht gelaufen in der Hoffnung, er könne den kleinen Klempner und seinen Stern noch einholen. Doch es war alles umsonst gewesen, schon nach wenigen Metern hatte er ihn nicht mehr sehen können und war nur noch durch die Nacht geirrt in der blinden Hoffnung, den Stern doch noch zu erreichen. Als er endlich zum Stillstand gekommen war, bemerkte er, dass er fast den gesamten Berg hinunter gelaufen war und bereits mitten im Raccoon Forrest am Fuß der Berge stand. Bob blickte den Berg hinauf und dachte an AngelS, Sarlac und Genesis und daran, dass sie jetzt kilometerweit von ihm entfernt waren. Ein leises „S.T.A.R.S.“ huschte über seine Lippen als er seine Augen gen Horizont wandte. Der Himmel war von Wolken verhüllt und kein einziger Stern war zu sehen. Bob wusste nicht was er tun sollte, er hasste S.T.A.R.S., doch sie gaben seinem Leben Sinn, sie waren ein tragischer aber konstanter Punkt in seinem Leben. Ohne diesen Punkt, auf den er zumarschieren würde, war er ratlos. Er wanderte zu einer nahen Fichte und blickte in den Wald, nach einer kurzen nachdenklichen Minute drehte er sich um, sah erneut den Berg hinauf und starrte wie gebannt auf den Sturm, der durch die Täler und Schluchten peitschte. Und plötzlich wusste er, was er tun musste. Er riss den Baum aus der Erde und warf ihn den Berg hinauf. Die Fichte schlug viele Kilometer den Berg hoch an eine Höhle. Bob wusste, dass er stark war, aber er wusste nicht, dass er Bäume so weit werfen konnte. Verdutzt riss er einen weiteren Baum aus dem Boden und warf ihn auf die Höhle zu. Der Baum flog nicht so weit, aber er traf die Höhle trotzdem. Er riss einen weiteren Baum aus und warf ihn und noch einen. Jeder Wurf schien eine geringere Distanz zu überwinden und ehe er sich versah stand er vor der Höhle. Seine Füße gruben sich tief in den Schnee und der Sturm war verschwunden. Noch während er sich fragte, wie das überhaupt möglich war, kamen AngelS, Sarlac und BARRY aus der Höhle und sahen sich um. Einen Moment lang starrte er sie an. Wie war das möglich? Er war doch soweit von ihnen entfernt gewesen und wieso war BARRY hier? Oder hatte er die Bäume geworfen um sie aus der Höhle zu locken? Er wusste es nicht mehr genau. Die drei schienen völlig unbeeindruckt voneinander zu sein und waren drauf und dran wieder in der Höhle zu verschwinden, doch das durften sie nicht, er musste ihnen etwas sagen über den Berg. Er wollte noch einen Baum werfen, doch neben ihm standen keine Bäume mehr, sondern zwei Verdugos, gefroren in Eis. Ihm blieb nur eins übrig, er rief ihre Namen: „S.T.A.R.S.!“, doch das war nicht das, was über seine Lippen kam. Was er wirklich sagte war „AngelS“ oder war es „BARRY“ oder gar „Sarlac“?
    Sie hörten es und drehten sich um. Mit einem fragenden Blick kamen sie einige Schritte auf ihn zu und er bemerkte, dass sie einander nicht nur nicht bemerkten, sondern dass sie in diesem Moment eine einzige Person waren.
    „Bob? Hast Du mich gerade gerufen?“ fragten alle drei wie aus einem Mund
    Na typisch, einmal in seinem Leben galt es nicht die Sprachbarriere zu überwinden und die drei hatten immer noch Verständigungsprobleme. Er rollte genervt mit den Augen:
    „Natürlich hab ich das! Ich hab sogar Bäume gegen den Berg geworfen, damit Du endlich raus kommst! Hat ja auch lang genug gedauert! Hast Du das Knacken nicht gehört?“
    Die drei sahen ihn ungläubig an, sie schienen noch viel weniger von alle dem zu verstehen, als er selbst.
    „Aber... seit wann sprichst Du unsere Sprache? Und wieso wirfst Du mit Bäumen?“
    Bob schüttelte den Kopf, er wusste ja selbst nicht, seit wann er diese komische Sprache sprach. Und warum er Bäume geworfen hatte, wusste er eigentlich auch nicht, er wusste einfach, dass es richtig war:
    „Hätte ich Kieselsteinchen werfen sollen? Die Höhle hat keine Fenster, das hättest Du wohl kaum gehört!“
    AngelS, Sarlac und BARRY blickten sich nur fragend um, sie schienen nicht zu wissen, was sie als nächstes sagen sollten und Bob wusste es auch nicht. Er sollte ihnen etwas erzählen, etwas über den Berg... doch was? Das letzte Mal, als er Rat gebraucht hatte, hatte er den Berg hinauf gesehen, also tat er es wieder. Und plötzlich geschah es, er schwebte den Berg hoch bis zum Gipfel, vorbei an einem kleinen Dorf, das bewohnt war von Fremden. Er sah die Hörner und er sah wie drei Wanderer auf ein großes Gebäude zukamen, das mussten sie sein. Er näherte sich, einer von ihnen sah ihn an, es war Albert, eine zweite Person drehte sich um, es war eine junge Frau und Bob wusste, dass ihr Name Marukka lautete. Beide waren gefesselt und ihnen voran ging ein roter, gehörnter Mann, der ein Sandwich verspeiste. Alle drei Wanderer öffneten ihre Münder und die Stimmen von AngelS, Sarlac und BARRY ertönten:
    „Tut mir leid, Bob... nur...“
    Und dann stand er wieder vor ihnen, und er wusste dass alles was er gesehen hatte real war, so real wie dieses Gespräch. Die drei redeten weiter:
    „seit wann sprichst Du...“
    Bob unterbrach sie:
    „Ich weiß, wo Du ALBERT / MARUKKA / EIN JILL-SANDWICH findest.“ Wie hatte er dass alles auf einmal sagen können? Und warum klang alles wie ein Wort, und dann doch wieder wie drei? Er hatte doch nur „S.T.A.R.S.!“ gesagt...Es war noch alles so verwirrend.
    „Wo? Wann hast Du ihn / sie / es gesehen?“
    Bob konnte nicht mehr viel sagen, denn er merkte, dass ihn etwas fortriss, also zeigte er nur den Berg hinauf:
    „Geh! Geh jetzt! Geh schnell! Und nimm Dich in Acht!...Nimm Dich in Acht, vor den Hörnern!... Und den Touristen!...“
    Die drei drehten sich wieder zu ihm um, doch sie schienen ihn nicht mehr zu sehen. Er wollte ihre Namen wieder sagen, doch ging nicht. Er konnte sich nicht mehr rühren und plötzlich war er wieder in dem Wald.
    Er verstand nicht, was geschehen war, doch er sackte ein Stück in sich zusammen. Erschöpft bemühte er sich wieder auf die Beine zu kommen, er richtete sich auf und keuchte dabei laut.


    Geschwächt lehnte er sich an den Baum, der noch unverändert im Boden stand und blickte den Berg hinauf.
    Es kam ihm vor als wäre es eine Ewigkeit, die er den Berg betrachtete und nach dieser ewig langen Zeit tauchten plötzlich die Sterne am Himmel wieder auf und begannen zu singen und zu tanzen. Sie sausten hinunter vom Himmelszelt und schwirrten und drehten sich um seinen Kopf, so schnell.... er wollte sie alle haben, er wollte sie fangen, er wollte sie töten und ihnen das Herz herausreißen. Doch sie drehten sich so schnell und schwirrten und tanzten und sangen:


    As the stars are going out
    And this stage is full of nothing
    And the friends have all but gone
    For my life my god I'm singing


    We'll take our hearts outside
    Leave our lives behind
    I'll watch the stars go out...


    „S.T.A.R.S.!”
    Bob riss die Augen auf und brüllte so laut, dass alle Vögel aus den Bäumen flogen. Es war helllichter Tag.
    Was war geschehen? War alles nur ein Traum gewesen?... Nein, daran glaubte er nicht und selbst wenn, er wusste jetzt wenigstens eins, er wusste wohin er sollte, denn in all dem verwirrenden Getanze hatten ihm Sterne doch den Weg gewiesen. Bob sah noch einmal den Berg hinauf, doch er wusste, dass er dort nicht mehr benötigt wurde. Er drehte sich um und ging durch den Wald immer weiter auf Raccoon City zu.
    Während er langsam voran schritt wurden die Bäume lichter und die Sonne setzte sich. Nach einem langen Fußmarsch kam er zu den kleinen Häusern der Vorstadt und wanderte die Straßen entlang ohne zu wissen, wo er eigentlich war. Plötzlich merkte er, an welchem Ort er sich befand. Warum hatten ihn die Sterne ausgerechnet hierher gebrach? Warum?
    „S.T.A.R.S.“ zischte er zwischen seinen Zähnen hindurch und starrte auf das kleine Haus, das einst ihm gehörte.
    Er stand wie angewurzelt da und starrte auf das Haus, hinter dessen Fenster er einen vertrauten Schatten sah. Sie war immer noch hier, er hätte es wissen müssen. Er dachte zurück an die unbeschwerte Zeit, an damals, als sie noch frisch verliebt waren:


    Bob hatte grade seine Abschlussprüfung an der UUUUU geschrieben und es war großartig gelaufen, er war sich sicher alles bestanden zu haben, nun stand seiner Karriere nichts mehr im Weg. Er ging hinaus aus dem Universitätsgebäude und wusste, dass er dies zum letzten Mal tat. Es war ein wunderschöner Tag, die Vögel sangen, die Sonne schien und ihm kam die wundervollste Frau der Welt entgegen. Sein Herz machte Freudensprünge, als er sie sah. Er hätte nie zu träumen gewagt, das ein solches Mädchen ihn je mögen könnte, doch sie tat es, trotz der Sprachbarriere und seines Äußeren hatte sie in sein Herz gesehen und ihn so genommen wie er war. Die letzten Meter sprintete sie auf ihn zu und fiel ihm um den Hals:
    „Bob!“
    Er hob sie kurz in die Luft und umarmte sie. Noch in der Umarmung flüsterte sie:
    „Und wie ist es gelaufen?“
    Bob lächelte und sagte das einzige Wort, dass er damals sagen konnte:
    „Jill!“
    Sie lächelte, als sie ihren Namen hörte, obwohl sie auch verstand das sich hinter dem Wort viel mehr verbarg:
    „Siehst Du, ich hab doch gesagt, Du machst dir unnötig Sorgen!“
    „Jill!“
    „Ich weiß!“ sie zögerte etwas. „Bob, ich muss dir etwas sagen, doch ich weiß nicht wie Du darauf reagieren wirst.“
    „Jill?“
    „Bob, ich bin schwanger.“
    Er sah sie einem Moment lang schweigend an, dann riss er sie in die Höhe:
    „Jill!“
    „Hey, hey, nicht so ungestüm, mein Großer!“ in Jills Stimme war zwar Freude, doch etwas Ernstes klang mit ein.
    „Bist Du dir sicher, dass es das ist was wir wollen? Du hast noch keine Arbeit und bei der Polizei verdiene ich auch nicht so viel.“
    „Jill? Jill!“
    „Nein, das meine ich nicht und das will ich auch nicht, ich mach mir nur einfach Sorgen. Außerdem wollte ich mich um eine Versetzung bewerben und ich weiß nicht, wie das mit einem Kind wäre.“
    „Jill?“
    „Ja, es wird eine neue Spezialeinheit zusammengesetzt, die nennt sich „Special Tactics And Rescue Service“.“
    „Jill?“
    „Ja, kurz S.T.A.R.S., das hatte mich interessiert, aber ob die mich überhaupt noch nehmen würden, wenn ich schwanger bin?“
    Bob sah ihr tief in die Augen:
    „Jill, Jill, Jill!“
    Jill sah ihn gerührt an, ihr standen Tränen in den Augen:
    „Und das meinst Du wirklich?“
    „Jill!“
    „Oh Du bist der Beste, Bob! Ich liebe dich!“


    Bob wusste, dass es letztendlich alles seine Schuld war, hätte er sich zurück gehalten und die Fehler sehen wollen, wäre es nie soweit gekommen. Doch er hatte ihr zugesichert, dass schon alles funktionieren würde, und er wollte ihr ein perfektes zu Hause liefern, er war so dumm gewesen.
    Dabei waren die zwei damals so glücklich miteinander....


    Hätte er doch nur nie das Haus gekauft, er wusste schon damals, dass er es sich nicht leisten konnte. Nun blickte er auf den Schatten, der sich im Fenster der Küche auf und ab bewegte und dachte zurück an den Tag, der der glücklichste seines Lebens hätte sein sollen.


    Bob hatte nicht verstanden, warum Jill nicht endlich ihren Schwangerschaftsurlaub nehmen wollte, das Kind könnte jeden Tag kommen, doch sie wollte noch Missionen mit den S.T.A.R.S. absolvieren, sie wollte allen zeigen, dass sie genauso gut wie die Männer war. Es gefiel ihm überhaupt nicht, aber sie musste es tun, schließlich wäre sie sonst nicht Jill und er liebte sie so, wie sie war.
    Und obwohl er sich um sie sorgte, flog bei dem Gedanken an sie ein kleines Lächeln über Bobs Lippen, während er die Babywiege zusammenbaute. Grade als alle seine Sorgen verflogen waren, klingelte es. Er wusste nicht, wer es sein konnte, vielleicht war es Jill, er lief die Treppe hinunter zur Tür und riss sie auf. Vor ihm stand ein junger Polizeibeamter, er kannte und mochte ihn, schon beim ersten Mal, als er Jills Kollegen traf, war er ihm sympathisch gewesen. Die anderen waren irgendwie merkwürdig, sie hatten Bob wegen seiner Sprache und seines Aussehens von oben herab behandelt. Doch mit diesem jungen Kadetten, konnte man sich gut unterhalten. Sein Name war BARRYBURTON und obwohl er Bob nicht verstand, hatte er ihm viel erzählt über die Arbeit, die er und Jill verrichteten, und darüber, dass er später gerne Oberst werden wolle, oder ein eigenes Restaurant haben. Bob mochte Menschen mit Ambitionen und Träumen, er hatte auch immer welche gehabt. Doch nun stand BARRY vor ihm mit seiner Kadettenmütze in den Händen und sah betrübt auf den Boden:
    „Bob, es tut mir Leid...“
    „JILL?“
    „Wir mussten einen flüchtigen Verbrecher fangen und Jill hatte ihn verfolgt....“
    Bob sah auf den Boden und seufzte:
    „Jill...“
    „... und dabei ist es dann passiert, ihr Fruchtwasser ist geplatzt. Wir mussten die Entbindung noch im Hubschrauber vornehmen.“
    „Jill?“
    „Ja, sie ist im Krankenhaus, Du hast einen Sohn. Es tut mir Leid, dass Du nicht dabei sein konntest.“
    Damals war Bob noch erleichtert gewesen, das Jill überhaupt noch lebte, er hatte die Geburt seines Sohnes zwar verpasst, aber das wichtigste war, dass es Jill gut ging. Im Krankenhaus war er noch enttäuscht gewesen, dass Jill sich schon für ihren Namenswunsch entschieden hatte. Er hatte nie verstanden, warum sie gegen den Namen Sob war, schließlich hatte so sein Vater geheißen... Die nachfolgenden Monate waren hart. Jill wollte so schnell wie nur möglich wieder zur Arbeit und es wurde schwer für die beiden sich um den kleinen Israfil zu kümmern. Jill wollte einen Babysitter anheuern, doch Bob glaubte nicht an Fremderziehung für seine Familie. Während Jill sich verzweifelt bemühte Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen, vernachlässigte Bob seinen Job so sehr, das er gefeuert wurde. Und welche Anwaltskanzlei, die etwas auf sich hielt, würde schon jemanden anheuern, der wegen Vernachlässigung seines Jobs entlassen wurde? Es war das Schlimmste für ihn, so schlimm, dass er Jills Probleme gar nicht bemerke.
    Jill kam immer später nach Hause und meinte nur, dass die S.T.A.R.S.-Einsätze in letzter Zeit eben länger dauerten. Er hätte stutzig werden sollen, als sie ihm sagte, er solle „chillen“.
    Doch so dauerte es, bis Israfil in den Kindergarten kam und Bob sich eine Halbtagsarbeit suchte. Um in Jills Nähe zu sein, hatte er sich einen Job als Hausmeister im RPD gesucht. Er wollte die Zeit nutzen um der stetigen Entfremdung zwischen ihm und Jill entgegen zu wirken.
    Doch es war alles anders, als er es sich vorgestellt hatte.
    Die S.T.A.R.S. beachteten ihn gar nicht und was noch viel schlimmer war, selbst Jill beachtete ihn nicht. Er war geknickt, doch er tat seine Arbeit, so wie es sich gehörte, bis er eines Tages etwas fand, das ihm das Blut in den Adern gefrieren ließ.
    „JILL!“ rief er als er nach Hause kam.
    „Ohhh, Bob, schrei doch nicht so laut, ich hab noch so einen Schädel!“ antwortete sie. „Du weißt doch, dass heute mein freier Tag ist!“
    „Jill!“ rief Bob und hielt ihr den kleinen Plastikbeutel unter die Nase.
    Jill schrak hoch:
    „Was soll das, Bob? Durchsuchst Du jetzt meine Schränke auf der Arbeit?“
    „Jill!“
    „Ach Du musst in den Schubladen putzen? Sicherlich? Außerdem bin ich dir überhaupt keine Rechenschaft schuldig, das sind meine Kräuter und ich kann machen was ich will!“
    „Jill!“
    „Lass mich bloß in Ruhe, das nehmen alle bei den S.T.A.R.S., so was hilft beim Zielen!“
    Bob sah sie ernst an:
    „Jill, Jill.“
    „Das einzige Problem, dass ich habe, bist Du, man! Ich weiß überhaupt nicht, wie Du dazu kommst über mich zu urteilen! Du hast gesagt alles würde gut gehen und jetzt bin ich diejenige, die dafür sorgen muss, dass wir das Haus halten können. Und wenn es eben nur so geht, dann ist es so! ICH muss für alles in unserem Leben sorgen und ohne die Kräuter schaffe ich es einfach nicht!“
    Bob sah sie traurig an:
    „Jill.....“
    „Nein, ich will nicht aufhören, Du verstehst es einfach nicht, oder? Verdammt noch eins, die andern haben eben doch Recht, Du bist ein blöder Holzkopf, Du hast keine Ahnung, was es heißt bei den S.T.A.R.S. zu sein!“
    „S.T.A.R.S.“ murmelte Bob und verließ den Raum.
    Es war nur der erste von vielen Streits, die zur Scheidung führten. Bob war Anwalt und er war gut, er hätte ihr alles nehmen können, das Haus, das Sorgerecht für Israfil, doch er wollte es nicht. Er wollte nur noch Rache, Rache an den S.T.A.R.S.! Sein Herz war so voller Hass und er wusste, dass er für Israfil kein guter Vater sein würde.
    Jill bekam alles und er durfte seinen Sohn nur zweimal im Monat sehen. Bis Jill eines Tages vor seiner Tür stand und ihm sagte, er solle Israfil nicht mehr besuchen. Angeblich wäre er ein schlechte Einfluss.
    „S.T.A.R.S.!“ hatte Bob geschrieen und war ihr nachgelaufen. Jill lief vor im davon, er wollte nur mit ihr reden, doch in ihrem kindischen Verhalten war sie wohl der Meinung einer Konfrontation so aus dem Weg gehen zu können. Bob folgte ihr durch die halbe Stadt und rief: „S.T.A.R.S.!“, aber Jill wollte nicht reden. Als er endlich zu seinem Haus gekommen war, stellte er sie zur Rede:
    „S.T.A.R.S.!“
    „Doch! Du bist ein schlechter Einfluss, sieh es dir selbst an!“ sagte Jill den Tränen nahe und ging ins Haus.
    Der kleine Israfil saß in seinem Kinderzimmer und spielte, als Jill ihn rief:
    „Israfil! Hey, Kleiner!“ sie nahm den Jungen, der seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten war, an der Hand. „Sag doch mal dem Papi, was Du mir heute erzählt hast.“
    Bob war sprachlos, Israfil hatte sein erstes Wort gesagt, er sah ihn mit großen Augen an, als Israfil seinen Mund öffnete:


    Bob erschrak und wich einen Schritt zurück.
    „Siehst Du jetzt, was Du für einen schlechten Einfluss auf ihn hast? Der Junge hat deinen Hass geerbt. Bitte, Bob, ich weiß, dass ich viele Fehler begangen habe, aber ich möchte, dass mein Kind ohne diese Wut in sich aufwächst.“
    „S.T.A.R.S.“ hauchte Bob und ging die Treppe hinunter.
    „Es tut mir Leid, Bob!“ rief Jill ihm hinterher, doch Bob war schon aus der Tür.
    An diesem Abend lag Bob lange wach und dachte darüber nach, was geschehen war. Er musste sich seines Hasses entledigen, doch das konnte er nicht, es war eben so, die S.T.A.R.S. waren an allem Schuld und er musste sie vernichten. Als er endlich einschlief, drehten sich alles seine Gedanken nur noch um die S.T.A.R.S., er sah sie, wie sie auf ihn zeigten und lachten und wie sie glänzten und tanzten und in schrillen Stimmen nach ihm riefen. Die Gesichter der S.T.A.R.S. verschwammen zu Sternen und die Sterne stürzten auf die Erde. Sie zerrissen alles, sein Haus, seine Familie, sein Leben und tanzten dabei am Himmelszelt. Bob wachte schweißgebadet auf. An diesem Tag schwor er sich, dass er nicht eher ruhen würde bis alle S.T.A.R.S. vernichtet wären.


    Das alles war jetzt schon lange her, der kleine Israfil war inzwischen sieben Jahre alt. Aber durch den enormen Wachstumsschub, der allen in Bobs Familie zuteil wurde, sah der Junge schon jetzt aus wie ein Teenager. Wer ihn nicht kannte, würde ihn bestimmt für zehn Jahre älter halten, als er war. Bob betrachtete das Haus, in dem Jill das Abendessen aus der Küche ins Esszimmer trug. Der gar nicht so kleine Israfil saß am Tisch und freute sich. Die beiden wirkten so fröhlich, Bob wurde nachdenklich, war es vielleicht besser so, wie es jetzt war? Immerhin waren die beiden zufrieden und glücklich. In diesem Moment setzte sich eine dritte Person an den Tisch, Bob traute seinen Augen nicht.
    Und zu allem Überfluss wurde er nun auch noch von der Seite angesprochen:
    „Hey, kennen wir uns nicht? Wolle Seife kaufen?“


    -------------------------------------------



    Ach ja: Die Idee, das Bob und Jill zusammen sind und einen Sohn haben stammte vor langer langer langer Zeit mal von Christian Jung. Es hat ewig gedauert, bis wir das endlich mal eingebaut haben und ich glaube jetzt ist es vollkommen anders geworden als er sich das vorgestellt hat :laugh1: aber da isses nu endlich :D

  • Da ich ja ohne zu zweifeln, und voller selbstbewustsein damit gerechnet habe, dass ich nicht als toter Hund, in einem einzigen Satz in eurer Geschichte ende.
    Konnte ich jedoch nicht ahnen, dass ihr beiden in irgend einer art und weise....


    ...entweder mit irgendwelchen Regierungsbehörden zusammenarbeitet (Satelitenüberwachung oder so).
    ...oder mit mir nahestehenden Personen in Kontakt steht.
    ...oder mir einen Virus übers Internet hochgeladen habt, welcher sich in mein Altagsleben einschleicht...


    ...denn anders kann ich es mir nicht erklähren, wie, wo, wann, wer, oder wovon ihr die Information habt, dass ich ein absoluter Würstchentiger bin??? Echt unheimlich das! :8o:


    Ach ja der seitenhieb mit der Mailadresse war wirklich gut! (Insider) :laugh1:
    Und ich finde es total geil, dass ihr den kleinen, das leben auf den Kopf stellenden, aber liebenswerten Mini-Me eingebaut habt.


    Jedoch in einer Sache habt ihr daneben gelegen.
    Denn wie mir mein letzter Arbeitgeber beigebracht hat:"Zeit ist Geld."
    Soll bedeuten:"Zeichne deine Karten immer so schnell du kannst, denn der Kunde hat keine Ahnung was in kurzer Zeit alles machbar ist, und verlange immer den vollen Preis, egal wie ungenau deine Zeichnugen sind." :laugh1:


    Grüße, und macht nur weiter so mit eurer tollen Geschichte
    lilumax

  • Puh...ich muss nun erst mal verschnaufen. Ich glaube ich weiß, wie sich das mit dem Bergsteigen nun anfühlt, oder wie sich AngelS und Sarlac seit der Wanderung fühlen. :P
    ENDLICH! Endlich habe ich es geschafft, beide Geschichten bis zur letzten Seite zu lesen. Wow, ich glaube, ich habe für die nächsten 4 Jahre genug gelesen. :laugh1:
    Sau geile Geschichte, super lustige Kapitel und geniale Bilder.
    Schade, dass ich jetzt erst dazugekommen bin, die Geschichten zu lesen. Kann es eigentlich gar nicht bis zum nächsten Kapitel abwarten.
    Nochmals, saukomische Geschichte, die süchtig macht.

  • Endlich! Ich hab alle Kapitel aufgeholt! :bigfinger: *Stirnband anzieh, wo Sieger draufsteht.


    Ich sag euch bescheid wenn ich mit C.J's Geschichte fertig bin, dann dürft ihr das nächste Kapitel posten. :laugh1:


    Achja die Geschichte is übrigens sau lustig xD
    War ja auch nich anders zu erwartem von nem Vampir :what??:


    Edit: Und von nem ehm Sarlac :D

  • Zitat

    Original von qiche
    ...von nem Vampir :what??:


    Psssssssst! XYX
    Muss doch nicht jeder wissen. :hithit:


    Zitat

    Original von qiche
    Edit: Und von nem ehm Sarlac :D


    Sarlac ist übrigens ein besonders prächtiges Exemplar der Spezies Homo Dumpfbackus Dummdödelus.
    :laugh1:
    ...
    *abwart bis meine bekloppten 5 Minuten vorbei sind*


    Und du glaubst doch nicht im ernst, das wir darauf warten, bis DU uns grünes Licht für ein Kapitel gibst... :|
    Als würden wir hier auf Leser-Wünsche eingehen.... (...außer jemand wünscht sich, gekillt und/oder gedemütigt zu werden!) :laugh1: