Thread für diverse RE:UC-Tests

  • Ich dachte mir mal, dass man in diesen Thread ja alle Tests zu RE:UC reinposten könnte, die es im Inet so gibt.
    Möglichst natürlich spoilerfrei, ich fange mal an..


    Mit „Resident Evil: The Umbrella Chronicles” unternimmt Capcoms beliebte Survival-Horrorserie ihren zweiten Ausflug auf die Wii von Nintendo. „Resident Evil: The Umbrella Chronicles“ wird in Deutschland niemals offiziell erscheinen, doch ist ab dem 30. November der Import aus dem europäischen Ausland möglich. Ich habe für euch die US-Version, die im Übrigen nicht auf einer deutschen Wii läuft, durchgespielt und in diesem Vorabtest erfahrt ihr, ob der Import lohnenswert ist. „Resident Evil: The Umbrella Chronicles“ ist ein waschechter On-Rails Lightgun-Shooter und das bedeutet, dass ihr hier wie auf Schienen durch die einzelnen Abschnitte geführt werdet und dabei alles niederballern müsst, was sich euch in den Weg stellt. Allerdings ist das Spiel trotzdem nicht zu 100 Prozent geradlinig: Manchmal könnt ihr den weiteren Weg wählen. Storytechnisch setzt „Resident Evil: The Umbrella Chronicles“ auf Bewährtes und Neues. Im Laufe des Spiels spielt ihr Szenen aus „Resident Evil Zero“, „Resident Evil“ und „Resident Evil 3“ nach. Hinzu gesellt sich ein komplett neues Szenario, was die Story noch ein Stück spannender macht. Ereignisse aus dem in Deutschland indizierten „Resident Evil 2“ und „Resident Evil 4“ gibt es in „Resident Evil: The Umbrella Chronicles“ leider nicht. Das ist zwar etwas schade, aber auch nicht weiter schlimm, da das gebotene auf jeden Fall absolut hochwertig ist.


    Wie bereits zu Anfang gesagt, ist „Resident Evil: The Umbrella Chronicles“ ein On-Rails Lightgun-Shooter und da solche Spiele in der Regel äußerst simpel aufgebaut sind, klappt auch der Einstieg in das neueste „Resident Evil“ – Spiel ganz wunderbar einfach. Das einzige Talent, das ihr mitbringen müsst, ist die richtige Beherrschung der Wiimote und über dieses Talent verfügt jeder Mensch, der Hände hat. Die Wiimote fungiert als Lightgun – wer mag, der kann die Wiimote auch in den neuen Wii Zapper stecken, doch bringt das keinerlei Vorteile, eher sogar Nachteile, doch dazu gleich mehr. Es ist im Grunde kinderleicht, die Feinde auf dem Bildschirm anzuvisieren und zu treffen, doch ist dieses System keineswegs perfekt: Jeder Feind hat einen wunden Punkte, bei den Zombies ist das zum Beispiel der obere Teil des Kopfes, der bei einem Treffer zum sofortigen Tot des jeweiligen Gegners führt. Allerdings geht es beim treffen dieses wunden Punktes eher um Glück als um Können. Die Trefferabfrage ist nämlich minimal ungenau und das führt dazu, dass genau gezielte Schüsse auf den oberen Teil des Zombiekopfes nur manchmal zum endgültigen Tot des eigentlich bereits toten Fleisches führen. Dieses Manko kann zum Teil nerven, allerdings schmälert es den Spielspaß nur minimal bis gar nicht.


    Zu Beginn des Spiels steht euch nur eine 9mm Pistole mit unendlich Munition zur Auswahl, im Laufe des Spiels findet ihr aber weitere Waffen wie eine Schrotflinte, für die ihr dann allerdings nicht unendlich Munition habt. Die Waffen lassen sich sogar aufwerten, was ihnen mehr Power oder mehr Munition verschafft. Etwas störend finde ich die Auswahl der Waffe, die benutzt werden soll: Ihr müsst grundsätzlich durch alle Waffen schalten und das kostet Zeit und unter Umständen euer virtuelles Leben. Gegner wie Zombies oder Raben könnt ihr problemlos mit der 9mm erledigen, hier solltet ihr also nach Möglichkeit nicht die Munition für die stärkeren Waffen verballern. Wenn ihr den A-Knopf gedrückt haltet und die Wiimote schwingt, führt ihr einen Angriff mit dem Messer aus, der ziemlich stark ist. Und genau diese Aktion ist es, die den Wii Zapper hier überflüssig macht. Ohne ihn kann die Wiimote einfach besser geschwungen werden. „Resident Evil: The Umbrella Chronicles“ bietet von Zeit zu Zeit auch Bosskämpfe, wobei diese zum Teil frustrierend schwer sind. Oft scheint hier nicht das Können zu entscheiden, sondern einfach das Glück. Cool sind die Kämpfe mit Gegnern wie dem aus dem dritten Teil bekannten Nemesis dennoch.


    Wenn ihr einen Freund und eine zweite Wiimote zur Hand habt, dann könnt ihr die Levels auch kooperativ durchspielen, was wirklich verdammt viel Spaß macht. Wenn ihr gute Rankings erzielt, könnt ihr auch diverse Boni frei schalten – im Tipps-Bereich von Cheats.de findet ihr einige Beispiele. „Resident Evil: The Umbrella Chronicles“ ist extrem actionreich und daher nicht unbedingt spannend oder gruselig. Eine schaurige Atmosphäre bekommt ihr dank des guten Soundtracks aber dennoch geboten. Schade ist allerdings, dass die Texturen im Spiel zum Teil ziemlich hässlich sind, was die grafische Qualität von „Resident Evil: The Umbrella Chronicles“ deutlich abwertet. Hier hätten die Entwickler auf jeden Fall mehr Zeit investieren müssen – „Resident Evil 4 Wii Edition“ hat doch gezeigt, was die Nintendo-Konsole leisten kann!


    Quelle: WiiMagazin.de