Knapp ein Jahr nach dem Release in Japan schafft "Resident Evil Outbreak" endlich auch den Sprung in deutsche, respektive europaweite Händlerregale. Wie schon im Vorfeld bekannt, verzichtet Publisher und Entwickler Capcom dabei bedauerlicherweise völlig auf die innovative Onlineoption der NTSC-Versionen. Trotz des fehlenden Multiplayermodus verbirgt sich in der aktuellen Auskopplung typischer Resident Evil-Spielspass in Kombination mit einigen neuen Features. Da sticht in erster Linie die in der Einleitung angesprochene Storyaufteilung ins Auge. In fünf groß angelegten Kapiteln erzählt "Resident Evil Outbreak" die Geschichte von acht normalen Raccoon City-Bewohnern.
Zeitlich siedeln sich die Szenarios zwischen dem indizierten zweiten Teil der Serie und Resident Evil 3 (beide PSX) an. In Dreierteams schlagt ihr euch dabei durch jede der fünf Episoden, wobei ihr immer nur einen Charakter steuert und die CPU den Part der Teammitglieder übernimmt. Die Wahl des Protagonisten steht euch vor jedem neuen Level offen. Insgesamt könnt ihr aus erwähnten acht Personen wählen, die je nach Beruf verschiedene Stärken und individuelle Fähigkeiten haben. Zur Verfügung stehen u.a. ein Polizist, Klempner, Arzt, eine Reporterin oder eine Studentin. Bei den Spezialfähigkeiten unterscheiden sie sich zum Beispiel im Umgang mit Waffen, Heilkraft und Medizin- oder Waffenherstellung. Andere unfreiwillige Hauptdarsteller knacken beispielsweise alle Arten von Schlössern oder können doppelt soviel Gegenstände wie der Rest mit sich tragen.
Als geschichtliche Vorlage dienen die älteren Teile der Resident Evil-Serie: Wiedermal wurde in geheimen Labors eine biologische und tödliche Waffe entwickelt. Der mutierte Virus verbreitet sich auf Grund eines Unfalls wie ein Lauffeuer in Raccoon City. Unzählige Stadtbewohner verwandeln sich in Windeseile von harmlosen Bürgern in blutrünstige Zombies. Im Schatten dieses Alptraums kämpft eine Handvoll Menschen um ihr Überleben. Was die Gruppe nicht weiß: Die Regierung plant bereits die gefährliche Epidemie auf ihre Art "einzudämmen": Racoon City soll bombardiert werden. Als einer der wenigen noch Überlebenden ist es euer Ziel, den Kampf gegen das Heer von Infizierten zu überstehen und der tödlichen Hölle zu entkommen. Zudem schon ohnehin aussichtslosen Vorhaben gesellen sich ein paar adrenalinfördernde Innovationen: Der größte Unterschied zum traditionellen Gameplay in "Resident Evil" ist die von Beginn an bestehende Virusinfektion eures Protagonisten.