Beiträge von Sora

    Hab jetzt einen Teil der Geschichte weitergeschrieben. Der nächste kommt noch. Hoffentlich hab ihr noch Lust zulesen :( Resident Evil 4: Sacrosanct - Gefangen ( Teil 1 ) - In Kevins Haus angekommen, gingen die beiden Agenten in die Bücherei, die sich im ersten Stock befand. Dort trat Kevin vor seinen Computer und schien wichtige Daten zu überprüfen. Leon konnte es von weiten nicht genau sehen, weil er an der Tür stande. Nach wenigen vergangen Minuten, indem geschwiegen wurde, ergriff Kevin wieder das Wort. Dabei hatte er sich immer noch im stehen über den hellen Computerbildschirm gebeugt. ,,Es gibt nicht sehr viele Informationen über ROUSE...“, sagte er, ,,Doch es reicht zu wissen, das dieses schwebende Schloss über dem Wasser nie existiert hat... bis jetzt.“ ,,Was soll das heißen?“, fragte Leon nach. ,,Nun... man könnte meinen, ROUSE sei nur von verrückten erfunden worden. Aber es gibt einige wenigen Augenzeugen, die es wirklich gesehen haben. Sie behaupten es in der Nähe von New York gesichtet zu haben. Aber... würdest du denjenigen glauben, der dir so etwas komisches erzählt?“ ,,Wohl nicht...“ ,,Siehst du? Es ist also gar nicht da! Für die Ungläubigen Menschen existiert es gar nicht.“, sagte Kevin und drehte sich zu Leon um. ,,Aber... Wie meinst du das?“, fragte dieser nachdenklich, ,,Dann gibt es ROUSE ja wirklich nur in den Fantasien der Leute.“ ,,Richtig. Und nur wer an die Existenz dieses Schlosses glaubt, der kann es sehen und auch betreten.“ Muteki konnte nichts sehen. Es war, als wäre er erblindet. Aber er wusste, das er noch sehen konnte. Immer noch kroch der untertägliche Schmerz, seine Haut empor. Wie leichte Stromstöße, die einen kribbelten. Es wollte einfach nicht aufhören. Seine Gedanken und sein Kopf waren leer. Wie die Dunkelheit, die ihn umgab. Muteki konnte die Eisigekälte an seinen ganzen Körper spüren. Unheimlich laute drangen an seine Ohren, die er noch nie vorher gehört hatte... und die doch so vertraut klangen. Es waren Schreie... Schreie der gequälten, die hier waren. Ob es Menschen waren? Oder Kreaturen der Hölle? Er hatte die Folter von dem Mann mit der weißen Maske, Rouse, selbst am eigenen Leib erfahren müssen. Aber Muteki fragte sich immer noch warum er das alles erfahren musste und warum er wieder hier war, wo alles Angefangen hatte. Er versuchte sich langsam aufzurichten und seine Augen ein wenig zu öffnen, doch er fühlte sich schwach. Als wäre ihm die gesamte Lebenskraft aus seinen Körper gesaugt worden, die er doch brauchte, um durchzuhalten. Aber Muteki konnte seine Augen aufschlagen... Er sah über sich Stahlkäfige hängen, doch sie waren zum glück leer. Was hätte er sonst erwartet, was sich darin vielleicht befinden könnte? Er senkte seinen Blick weiter nach unten und erblickte eine kahle, nackte hellbraune Steinwand, an der einige Blutflecken klebten, die aber schon vertrocknet und wahrscheinlich schon einige Wochen alt waren. Weiter rechts von Mutekis Blickfeld befanden sich verschiedene Waffen, die aus dem Mittelalterlichen Zeiten stammten. Der Junge konnte nicht viel vom Raum erkennen, weil er immer noch so benommen war, doch er wusste bereit, wo er sich befand. Dies war ein Folterraum. Der Folterraum, wo Rouse ihn lebendig gequält hatte... Er erinnerte sich an die Schmerzen... Der Schmerz in seiner Brust... Plötzlich richtete sich Muteki auf, die Kraft in seinen Körper war wieder da. Die Erinnerung an seine Schmerzen hatte ihn wieder aufleben lassen, obwohl es keine gute Wahl war, sich an seine schreckliche Vergangenheit zu erinnern. Der Junge konnte sich jetzt genauer umsehen. Muteki saß aufrecht auf einen harten, rechteckigen Steinblock, an dem Menschen gefesselt wurden, damit sie sich nicht gegen ihre Peiniger wehren konnten. Doch er war nicht an Stahlketten gebunden. Der Raum war nicht sonderlich groß, aber es war Platz genug für weitere, abstraktere Foltergeräte. Muteki fühlte sich hilflos und er wusste nicht, was er tun sollte. Fliehen? Doch wohin? Plötzlich hörte er laute Schritte draußen vom Flur, die sich zu nähern schienen. Panisch und voller Angst stürzte er vom Stein runter und landete hart auf den Boden. Die Schritte wurden lauter und aufeinmal öffnete sich die Tür zum Raum. Muteki sah eine große Gestalt hereintreten, die in einen schwarzen, langen Mantel gehüllt war. Eine Kapuze verdeckte das Gesicht, sodass man es nicht sehen konnte. Die Fremde Person ließ die Tür hinter sich ins Schloss fallen und wandte sich an Muteki. Der Junge wich rückwärts zur Wand und griff aus voller Panik nach dem erst besten Gegenstand, den er kriegen konnte: Einem Schwert. Er wollte sich nicht noch einmal Schmerzen zufügen lassen. Er wollte Kämpfen. ,,Keinen Schritt weiter, oder ich werde Sie töten!“, rief er und es klang mutiger, als es eigentlich war. Hatte er überhaupt eine Chance, sich zu wehren? Die Gestalt hielt wenige Meter vor Muteki. Dann hob der Fremde einen Arm und schlug die Kapuze zurück. Doch es war nicht Rouse, der sich dahinter verborgen hatte...
    Also, es sind ja jetzt Sommerferien und da habe ich nach laaaangen wieder überlebt, ob ich weiterschreiben soll. Da ich ja jetzt wieder Zeit habe. Mal gucken, ob es was wird. Aber versprechen kann ich nichts... Doch ich werde mir mühe geben. Bitte nicht böse sein, wenn nichts kommt!
    [quote][i]Original von Skyana[/i] Schreib endlich weiter! Deine Fans warten schon soo lange![/quote] Du übertreibs mal wieder. Aber du hast recht, was meine Geschichte angeht. Also... Tut mir echt leid, das ich nichts mehr dazu schreibe, aber ich habe im Moment zu viel um die Ohren. Schule und der alltägliche Stress verhindern das weiterschreiben. Sorry, Leute! Ich werde aber bald diese Geschichte fortsetzen, wenn es möglich ist. Hoffe ihr seid mir deswegen nicht allzu sehr böse.

    ,,Wer bin ich überhaupt..."


    Brian erwachte langsam aus seiner Ohnmacht. Er sah ein helles Licht über sich... Es war eine Deckenlampe, die auf ihn herab schien. Mühsam richtete er sich auf. Brian brummte übels der Schädel und ihm war schlecht. Am liebsten wollte er Kotzen...
    Er merkte, dass er in einem kleinem Zimmer war und auf einem weichem Bett lag. Erinnerungen stiegen wieder ihn ihm hoch...
    Seine Lage hatte sich von einem Punkt auf den nächsten drastisch verschlechtert.
    ,,Ich weiß nicht wo Sherry ist... Ich weiß nicht wo ich bin und wieso... Ich weiß nicht einmal... wer ich bin."
    Trübsinig stande Brian vom Bett auf und schritt zur Zimmertür hinüber, die sich jedoch genau in diesen Moment öffnete...

    Es war Ada. Sie schaute die beiden Männer mit einem eiskalten Blick an. Vor Brian verschwamm alles und er konnte nur noch die Umrisse der Gestalten sehen...
    ,,Geh zur Seite Ada! Ich habe keine Zeit mit dir zu kämpfen!", rief der Mann, der Brian stützte.
    ,,Ich eigentlich auch nicht... Leon S. Kennedy....", sprach Ada mit lässiger Stimme weiter.
    Schritte waren zu hören, doch für Brian wurde es immer schwerer, bei Bewusstsein zu bleiben. Doch er nahm sich innerlich zusammen.
    Brian hörte wie der Mann, Leon, seine Pistole zog und damit auf Ada zielte.
    ,,Ein letztes mal: Geh zur Seite!", warnte Leon und war bereit, ab zu drücken.
    Doch Plötzlich brach neben den dreien die Wand ein und ein riesiges, mutiertes Wesen stand im eingebrochenen Loch und blickte auf die drei herab.
    ,,Ich schätze, wir müssen das hier auf später verlegen...", sagte Ada und zielte mit ihrer Waffe nun auf das Monster...

    ...der ihn in in einen Raum führte, der vollkommen leer zu sein schien. Brian ging langsam weiter, denn er wollte nicht auf eine Fallle stoßen oder sonst etwas, was hier zu lauern schien, obwohl er ein Monster schon längst gesehen hätte. Aber warum war der Raum leer und die Wände vollkommen mit Metall verkleidet? Brian ging in die mitte, weil er am Ende des Raumes eine weitere Tür sah... Aber plötzlich...

    ,,Du wirst ein Mutant, der kontrollierbar sein wird. Das einzige Monster, das noch ein Verstand besitzt. Deine Gene ist außergewöhnlich, deshalb habe ich dich hier her gebracht. In dieser Form kannst du andere Monster problemlos töten...", antwortete Ada.
    Brian schaute fassungslos auf seine Hände hinab. Er... sollte ein Monster werden? Nein... aber es gab keinen anderen Weg, wie er Sherry retten konnte.... Er musste es tun... Entschloßen ging er auf ein Reagenzglas zu und stieg hinein...

    ...doch dieser wusste nicht im mindesten, wer diese Frau eigentlich war. Er hob seine Schrotflinte und trat einige Schritte nach hinten.
    ,,Wer sind Sie überhaupt und was wollen Sie von mir?", rief er drohend.
    ,,Mein Name ist Ada Wong... was ich mit dir anstellen will, ist meine Angelegtenheit...", sagte die Frau ausdruckslos und trat auf Brian zu.
    Dieser wollte grade auf Ada schießen, als sie sagte:
    ,,Ich habe das Mädchen in meine Gewalt. Wenn du abdrückst, lasse ich sie töten..."
    ,,Verdammt! Na gut, ich tue was Sie von mir verlangen!"
    Ada lächelte...

    ...Brian hatte wegen dem Kampf völlig das Mädchen vergessen. Er erhob sich und gab dem Mann seine Jacke wieder zurück.
    ,,Ich muss los. Und Danke nochmal, das Sie mich versorgt haben.", sagte Brian und deutete auf sein rechtes Knie, um das er jetzt ein weißes Verband trug.
    Der Mann nahm die Jacke entgegen und starrte weiter ins Feuer. Dann flüsterte er:
    ,,Mach dir keine Hoffnungen... das Mädchen ist bestimmt schon von diesen Missgeburten getötet worden..."
    Brian konnte den Worten des Mannes nicht glauben. Nein... er wollte es erst mit eigenen Augen sehen.
    ,,Ich werde Sherry trotzdem suchen gehen. Vielleicht wurde sie noch nicht entdeckt."
    ,,Dann wünsche ich dir einen guten Tod...", antwortete der Fremde tonlos.
    Brian nahm sich die Schrotflinte, die an einem Baum angelehnt hatte und ging zurück zur Lichtung, wo er Sherry zum letzten mal gesehen hatte...

    ...schoss mit den Granatenwerfer knapp an Brian vorbei. Dieser drehte sich verdutzt um und sah, auf wen der alte Mann gezielt hatte. Mr. X wurde von der explodierenden Granate getroffen, ein helles Feuer brach aus und eine gewaltige Druckwellle riß Brian von seinen Füßen. Für einige Sekunden verlor er das Bewusstsein... Als er seine Augen wieder öffnete, sah er den Mann mit entsetzten Blick nach vorne gerichtet. Brian stande auf und folgte seinen Blick. Mr. X hatte die heftige Explosion überlebt... und er hatte keine einzige Verletzung an seinen Körper. Das Ungetüm schritt auf die beiden Männer zu...

    ...knallte hart auf den Boden und schlug sich das rechte Knie auf. Brian schrie auf vor Schmerz, doch er erhob sich wieder. Er packte die Schrotflinte fester und rannte zu Sherry hinüber, die fassungslos auf Mr. X starrte. Dieser kam mit großen Schritten auf die beiden zu. Brian packte das verstörte Mädchen an der Hand und lief mit ihr vor dem Mutierten Menschen davon. Die beiden flohen durch den dunklen und dichten Wald. Hinter ihnen waren die schweren Schritte von Mr. X zuhören. Brian betete im stillen, das sie schneller waren, als dieses Ungetüm. Plötzlich...

    ...und nach wenigen Schritten kamen die beiden an einer Waldlichtung an, die vom Mondlicht, das durch die Blätter der Bäume schien, schwach erhellt wurde. Brian blieb mit klopfenden Herzen stehen und schaute sich vorsichtig um. Er hatte ein ungutes Gefühl, das sich verstärkte, je länger sie sich hier auffhielten. Brian drehte sich zu Sherry um, die ihn ängstlich anstarrte.
    ,,Ich will nach Hause...", flüsterte sie leise.
    ,,Keine Sorge. Wir werden es schon hier raus schaffen, dafür werde ich Sorgen.", antwortete Brian mit einem Lächeln.
    Plötzlich ertönte ein Stöhnen, das aus der Dunkelheit des Waldes kam. Brian hob seine Schrotflinte und drehte sich mit der erhobenen Waffe um...

    Resident Evil 4: Sacrosanct


    -ROUSE-




    Leon erwachte im Krankenhaus.
    Sein Kopf schmerzte heftig und ihm war übel. Ein helles Licht blendete ihn, das von einer Deckenlampe kam. Leon setzte sich langsam auf. Wo war er bloß?
    Er schaute sich in der Umgebung um. Es sah aus wie das Zimmer eines Krankenhauses.
    Doch wie war er hierher gekommen?
    Schritte näherten sich und der weiße Vorhang vor seinem Bett wurde beiseite geschoben. Leon blickte seinen Freund Kevin ins Gesicht. Dieser lächelte ihn an.
    ,,Guten Morgen Leon. Hast du gut geschlafen?“
    Leon antwortete nicht und schlug die Bettdecke von seinen Körper und stande auf. Er hatte noch seine komplette Kleidung an.
    ,,Was ist passiert und wo ist Muteki?“, fragte er seinen Freund.
    ,,Alles nach dem anderem. Du darf nichts überstürzen.“
    Leon seufzte. Dann sagte er:
    ,,Tut mir Leid. Könntest du mir jetzt bitte meine Fragen beantworten?“
    Kevins Lächeln verschwand. Er wurde ernst.
    ,,Nachdem du dich nicht mehr gemeldet hast, habe ich unsere Auftraggeber informiert, damit sie überprüfen konnten, was mit dir geschehen war. Sie fanden dich in der Nähe der brennenden Fabrik und den Jungen natürlich. Du warst bewusstlos geworden.
    Unser Team hat dich sofort zum Krankenhaus gebracht und die Feuerwehr hat den Brand gelöscht. Jetzt steht es in allen Zeitungen und auch im Fernsehen laufen berichte darüber.
    Zum Glück waren wir eher da als die Polizei, sonst wären wir aufgeflogen.“
    ,,Und was ist mit Muteki?“, fragte Leon.
    ,,Ich... weiß es nicht. Ich war ja selber nicht dort, als sie dich gefunden haben...“, antwortete Kevin zögernd.
    Leon wusste, dass sein Freund ihm etwas verschwieg.
    ,,Hör auf mich an zu lügen!“, sagte er in einem drohenden Tonfall.
    ,,Schon gut... Ich weiß nur, das es ein Geheimnis der Regierung ist. Sie wollten es mir auch nicht sagen, als sie den Jungen wegschleppten.“
    Der jüngere Agent ließ sich auf die Bettkante sinken.
    ,,Ich habe so ein merkwürdiges Gefühl bei der Sache...“, flüsterte Leon kaum merklich, doch Kevin verstand ihn trotzdem.
    ,,Mach dir keine Sorgen. Dem Jungen werden sie bestimmt nichts antun, da bin ich mir vollkommen sicher.“
    ,,Nein... Es ist etwas anderes, das mich bedrückt... Und außerdem, muss ich mich noch bei Muteki bedanken. Er hat mir zweimal das Leben gerettet...“
    Stille herrschte zwischen den beiden Männern.
    Vor Leon war ein Fenster. Er blickte hinaus nach draußen. Es war Nachts und es regnete. Leon konnte sein Spiegelbild an der Fensterscheibe deutlich erkennen, das betrübt zurück starrte. Dann begann Kevin das Gespräch vom neuen.
    ,,Du hast den Auftrag ausgeführt... Gute Arbeit.“, sagte er.
    Kevin hatte recht. Leons Auftrag war zu Ende. Es hatte keinen Sinn mehr darüber zu grübeln, was als nächstes mit Muteki passierte. Der Junge war sicher in guten Händen... oder?
    ,,Hier. Ich habe etwas für dich.“, sagte Kevin und reichte ihm ein Buch, ,,Kommt es dir bekannt vor?“
    Leon nahm es entgegen und betrachtete es. Das Buch hatte er schon einmal gesehen...
    Nach ein paar Minuten Überlegung fiel es ihm wieder ein.
    Aber dass war doch das Tagebuch von Muteki!
    ,,Wo hast du es her?“, fragte Leon seinen Freund.
    ,,Einer von den Krankenschwestern hat es mir gegeben, nachdem sie dich untersucht hatten. Du hast es bei dir gehabt.“
    Leon schaute wieder auf das Buch in seinen Händen hinab. Der Buchdeckel des Tagebuches war blassrot und zerschlissen, als wäre es mehrere Jahre alt.
    ,,Vielleicht steht hier mehr über Mutekis Vergangenheit drin...“



    Es war feucht und kalt...
    Ein harter Boden aus Stein...
    Muteki schlug langsam seine Augen auf. Er sah eine dunkelbraune Kanalratte dicht vor seinen Gesicht herum laufen, die nach etwas essbarem suchte. Der Junge erhob sich und schaute sich fragend um. Um Muteki herum war Gitter, wie von einer Gefängniszelle. Er war gefangen...
    ,,Dieser Ort hier... Ich war hier doch schon einmal...“, flüsterte er und sein Kopf begann wieder heftig zu pochen.
    Er erinnerte sich schwach...
    ...Sie haben mich von zu Hause fortgeschleppt... Wohin und wieso? Ich weiß es nicht mehr...
    Seltsame große Männer, schleiften mich in diese Zelle... Ich hatte Angst...
    Aber was haben sie mir angetan? Ich kann mich nur an... Schmerzen erinnern...
    Ich wollte doch nicht mehr hierhin zurück...



    ,,Ich werde draußen auf dem Flur warten. Komm raus, wenn du fertig bist.“, sagte Kevin und ging aus dem Zimmer.
    Leon stande vom Bett auf und blickte sich um. Er war alleine und die anderen zwei Betten neben seines waren leer und noch sauber bezogen.
    ,,Ist es wirklich zu Ende? Und bevor ich bewusstlos geworden bin... Was war das für eine stimme gewesen, die gesagt hatte:
    Berühre auf keinen Fall... Sacrosanct...
    Sonst... wirst du...sterben...
    Sacrosanct... ist Unantastbar...
    Was hat das zu bedeuten? Und wer ist Sacrosanct? So viele Fragen und so wenig Antworten. Am besten lese ich erst einmal im Tagebuch von Muteki. Vielleicht steht da ein wenig...“, sprach Leon zu sich selber.
    Er öffnete das Buch von Anfang an und stellte fest, das einige Seiten herausgerissen wurden. Leon las:


    Sie haben mich aus der Zelle Rausgelassen... Ich darf mich hier umschauen...
    Hier sieht es aus wie ein großes Schloss...
    Große und breite Gänge... Kunstvoll verzierte Wände... Aber ich fühle mich unwohl. Ich will doch nur nach Hause...
    Ich bin draußen. Doch... um das Schloss ist überall Wasser... Und es scheint, als würde es über dem Meer schweben. Einen Fluchtweg scheint es für mich nicht zu geben. Ich bin gefangen...
    Das Schloss heißt... ROUSE, glaube ich. Dieser Mann mit der weißen Maske hat es mir gesagt. Ich habe ihn heute getroffen...


    Leon schaute das geschriebene Wort ROUSE an.
    ROUSE... so hieß ein Schloss, das über dem Meereswasser schwebte? Gab es denn so etwas? Es klang wie ein Märchen... doch vielleicht war es das nicht. Leon beschloss seinen Freund zu fragen und er ging aus dem Zimmer.
    Kevin hatte auf dem Flur gewartete und hatte auf einer Bank platz genommen, die gegenüber der Zimmertür stand. Er blickte Leon an, der auf ihn zu kam.
    ,,Was ist denn? Warum schaust du mich so komisch an?“, fragte er.
    Leon kam sofort zum Punkt und fragte:
    ,,Weißt du etwas über ein Schloss, das ROUSE heißt?“
    Kevin senkte seinen Blick auf den Boden hinab. Dann sagte er:
    ,,Ja...“
    ,,Dann erzähl mir etwas darüber.“, forderte Leon ihn auf.
    ,,Tut mir Leid, aber ich kann nicht.“
    ,,Warum nicht? Vielleicht wurde Muteki dorthin gebracht!“
    Kevin erhob sich von der Bank und ging ein paar Schritte von Leon weg. Dabei hatte er ihn den Rücken zu gewandt.
    ,,Hör zu Leon. Dein Auftrag ist schon beendet und es geht dich nichts an, was mit den Jungen im Moment passiert. Und außerdem, warum sorgst du dich um ihn?“
    Leon wusste darauf keine Antwort. Aber... er schuldete Muteki noch etwas.
    ,,Es ist wichtig. Und ich habe ein merkwürdiges Gefühl, das der Junge in Gefahr ist. Er hat mir in der Fabrik vertraut und ist vor irgendwem geflohen, weil er große Angst hatte. Ich... will ihm helfen...“
    Kevin drehte sich um. Er lächelte schwach.
    ,,Das rührt mich doch glatt zu Tränen. Na gut, ich werde dir etwas über ROUSE erzählen, aber erst, wenn wir in meinen Haus sind, ok?“
    Leon nickte seinen Freund dankbar zu und die beiden verließen das Krankenhaus.



    Muteki versuchte schon die ganze Zeit einen Ausweg zu suchen, doch es gab keinen. Er lehnte sich gegen die Gitterstäbe der Zelle und schaute verzweifelt zur Decke.
    Plötzlich ertönten Schritte im Gang, die näher kamen.. Muteki blickte auf und sah eine Gestalt mit einem schwarzem Mantel und einer Kapuze. Das Gesicht wurde von einer weißen Maske verdeckt.
    ,,Lassen Sie mich hier raus!“, rief der Junge und trat von den Gitterstäben weg.
    Die Gestalt stande vor der Zelle und schaute Muteki an. Dann sagte sie:
    ,,Komm mit mir...“
    Die Stimme hatte sich wie die von einem Mann angehört. Muteki hatte den Mann schon einmal gesehen...
    Der Mann streckte eine Hand von sich aus und aufeinmal brachen aus dem Boden unter Muteki Menschliche Hände hervor. Sie griffen nach seinen Beinen und versuchten ihn auf den Boden zu ziehen.
    ,,Aufhören! Stopp!“, rief der Junge verzweifelt, doch es half nichts.
    Der Mann senkte seine Hand wieder, aber die Hände blieben. Mutekis Kopf fing an zu schmerzen. Sein Herz tat weh. Die Umgebung verschwamm vor seinen Augen...
    ,,Ich werde dir zeigen, wer du wirklich bist... und was du bist. Wir hätten es damals beenden können Muteki, doch du bist weggelaufen wie ein Feigling. Aber egal. Der Schlüssel wird bald erwachen und dann kann Sacrosanct aus seinem Schlaf befreit werden. Du erinnerst dich sicher an meinen Namen, oder?“
    Muteki wusste jetzt, wer dieser Mann war. Sein Name lautete: Rouse.
    Der Junge fiel auf die Knie und die Hände krochen an seine Körper hoch, wie Spinnen. Sein Herz schlug immer schneller...

    Resident Evil 4: Sacrosanct


    - Flucht -



    Die schwarzen Kabels des Monster sausten auf Leon hinab und wollten ihn in mit einem gezieltem Schlag in Jenseits befördern, doch er war schneller und rollte sich auf dem Boden ab und entkam somit dem tödlichen Treffer. Das Gesicht des Monsters hatte nur noch ein Auge, das richtig sehen konnte, doch es war somit auf keinen Fall im Nachteil. Leon erkannte auf der vernarbten Brust ein Name, der in Großbuchstaben geschrieben und in schwarzer Schrift in die Haut tätowiert war: FADE.
    Doch er hatte keine Zeit sich über den seltsamen Namen des Ungetümes Gedanken zu machen. Wenn er sich auf einen Kampf mit dem Monster einließ, dann würde er sich und Muteki in den Tod reißen.
    ,,Und hast du schon eine Idee, wie du dieses Teil da los wirst?“, fragte ihn Kevin.
    ,,Nein, aber ich muss es bis zum Ausgang schaffen, bevor die Decke runter stürzt. Alles andere ist jetzt erst einmal unwichtig.“, antwortete Leon und schoss dem Monster, das FADE hieß, eine Pistolenkugel in die Brust hinein.
    Doch FADEs vernarbte Haut ließ die Kugel einfach davon abprallen, wie ein Schild.
    ...Tja, jetzt hilft dir deine Pistole nicht mehr viel. Was willst du gegen so einen Mutanten schon ausrichten? Vielleicht ein paar Granaten, aber wenn ich eine benutze, dann sprenge ich auch die Decke... Nein! Verdammt noch mal! Aber alles was ich brauche, ist Zeit und viel Glück..., dachte Leon.
    Er wich von der Wand zurück und lief auf Muteki zu, der sich ein paar Meter weiter im dunkeln versteckt hatte. Der Junge schaute auf FADE, doch Leon konnte sein Gesichtsausdruck nur schwer in der Dunkelheit deuten. Er zog Muteki mit sich in den Raum hinein, wo das Licht aus- und an flackerte. Hier konnte er wenigstens etwas sehen, obwohl Leon langsam Kopfschmerzen von der kaputten Lampe bekam.
    Schwere Schritte hinter den beiden verrieten, das FADE ihnen folgte. Ein lautes Brüllen kam von dem Ungetüm. Schnell drehte sich Leon um und zielte mit der Waffe auf FADE. Dieser holte mit seinen schwarzen, Kabel ähnlichen Peitschen aus...


    Muteki sah wie sich das Monster und der Mann gegenseitig bekämpften...
    Er wusste selber nicht, was er tun sollte.
    ...Was soll ich nur machen? Ich habe Angst... Mein Körper ist wie gelähmt... Ich will ihn helfen, doch... wer ist dieser Mann? Ist er wirklich mein Bruder, wie er behauptete hat? Mein Kopf tut so weh... ich kann mich an gar nichs erinnern... Wer bin ich überhaupt?...
    Muteki war verwirrt. Er fasste sich mit beiden Händen an den Kopf und taumelte durch die Gegend, bis er an etwas anstieß und daran entlang zu boden rutschte. Die Umgebung flimmerte merkwürdig durch seine Augen...
    Dann spürte der Junge plötzlich einen rasenden Schmerz in seiner Brust. Er bekam dadurch kaum Luft und fasste sich mit der rechten Hand an den schwarzen Pullover, genau an der Stelle, wo sich sein Herz befand.
    Was war das nur für ein Schmerz, den Muteki tief in sich drinnen spürte?


    ,,Wer... bin ich... überhaupt...?“


    Leon wich dem gewaltigen Schlag von FADE noch einmal aus. Diesmal rannte er auf FADE zu, zog sein Messer heraus und schleuderte es mit voller Wucht in den Kopf des Mutierten Ungetüms hinein. Das Messer, was bis zum Heft in der dicken Haut von FADE steckte, hatte ihn in der Mitte seiner Stirn getroffen. Frisches Blut tropfte von der Wunde, auf den Boden hinab. Das Monster schaute vom Messer, zu Leon hinab. Es schien noch wütender geworden zu sein., denn es brüllte noch stärker, als beim letzten mal. Ob es aus Wut oder Schmerz aufheulte, war Leon so ziemlich egal.
    Über ihren Köpfen begann die Decke schon einzustürzen und erste Trümmer Teile lösten sich. Mit den Trümmern kam auch das Feuer in den Keller. Es wurde heiß und stickig.
    FADE schien das alles nicht zu stören, denn er trat auf Leon zu. Sein noch sehendes Auge blickte voller Hass auf den Agenten. In zwei Schritten würde es vor Leon stehen...
    Eins... Zwei...
    FADE sprang unerwartet in die Luft und wollte Leon mit seinen scharfen Messer Beinen treffen...


    Der Schmerz in Mutekis Brust hatte immer noch nicht aufgehört, doch er stand trotzdem vom Boden auf. Er blickte sich schwer atmend nach dem Mann um und sah ihn wie eine Statue erstarrt da stehen, doch das Monster war vor ihm in die Luft gesprungen und wollte den Mann mit seinen Messer artigen Beinen aufspießen.
    Muteki sah ein langes Gewehr auf dem Boden liegen. Er überlegte nicht lange und schnappte sich die Waffe im rennen. Den Schmerz vergaß er dabei. Der Junge lief auf das Monster zu, hoffte dass er schneller war und sprang selber in die Luft. Jetzt war er auf der selben Höhe mit ihm. Dann drückte Muteki das Gewehr in den Mund des Mutanten hinein und drückte ab. Ein Schuss ertönte und der Kopf des Monsters wurde in tausend Stücke gerissen.
    Muteki knallte mit dem Mutanten zu boden und das Gewehr fiel ihm dabei aus der Hand. Sein Herz pochte unregelmäßig und viel zu langsam. Er keuchte und rang auf allen vieren nach Atem...


    Überall auf dem Boden lag rotes Blut und Teile des Kopfes vom getöteten Monster, doch der Körper zuckte immer noch, als wollte es weiter Kämpfen. Aber nach einer weile starb es.
    Leon sah zu Muteki hinüber, der einige Meter neben FADE gelandet war. So eben hatte ihm der Junge das Leben gerettet.
    ,,Was ist los mit dir, Leon? Das Monster ist halbtot und du stehst da wie angewurzelt! Mach das du da verdammt noch mal rauskommst!“, rief Kevin.
    Sein Freund hatte recht. Der Keller war schon fast zugeschüttelt worden von den Trümmern und das Feuer breitete sich immer weiter zu ihnen aus. Es roch nach Rauch.
    Leon schritt auf Muteki zu, der aufzustehen versuchte. Anscheinend hatte der Junge schmerzen. Der Agent bückte sich zu Muteki hinunter.
    ,,Kannst du aufstehen? Es ist nicht mehr weit bis zum Ausgang...“, sprach er dem Jungen Mut zu.
    Dieser nickte schwach. Leon half ihn trotzdem hoch und stützte Muteki., damit dieser nicht umfiel. Die beiden gingen langsam auf das Ende des großen Raumes zu, wo sich eine Tür befand. Währenddessen war Leon in Gedanken versunken.
    ...er hat FADE ganz alleine besiegt und mich gerettet. Doch... Wer ist dieser Junge wirklich? Und warum ist die Regierung so interessiert an ihn? Eigentlich geht mich das nicht an, aber ich habe so ein merkwürdiges Gefühl... Die Sache ist noch lange nicht erledigt, wenn ich ihn bei Kevin abliefere...
    Die beiden waren an der Tür angekommen und Leon legte seine rechte Hand auf den Griff und drückte ihn hinunter. Zum Glück war sie nicht abgeschlossen und sie konnten ohne Probleme in den nächsten Gang treten.
    ,,Schließ lieber die Tür hinter dir.“, riet Kevin und Leon befolgte seinen Ratschlag.
    Die Tür war aus einem schweren Metall gemacht. Anscheinend ein Feuerschutz. Doch schon nach wenigen Sekunden begann die Tür durch das Feuer auf der anderen Seite, heiß zu werden. Schnell zog Leon seine Hand weg, um sich nicht zu verbrennen.
    Weiter ging es. Auch dieser Flur war nicht besonders hell und erinnerte Leon an den Gang in der Eingangshalle. Doch etwas war anders...
    Leon blieb stehen und schaute über seine Schulter, nach hinten. Eine Schaufensterpuppe stande vor der Tür, wo die beiden grade reingekommen waren.
    ,,Ich hätte schwören können, dass dort noch keine gestanden hat...“, sagte Kevin.
    Er hatte recht. Die Puppe hatte ein weißes Frauenkleid an und kam langsam auf ihn zu geschritten...
    Schritt für Schritt...
    Leon überlegte nicht lange und lief mit Muteki geradeaus weiter. Waffengewalt half hier nicht viel. Hinter sich hörte er schnelle Schritte, die lauter wurden.
    ,,Mach hin!“, rief Kevin, ,,Das Teil läuft schneller als du!“
    Leon wollte ja gerne schneller sein, doch durch Muteki wurde er stark behindert, weil er ihn halb mit sich schleppen musste. Schließlich huschte ein Schatten an Leon vorbei und versperrte ihm den Weg. Die Schaufensterpuppe hatte ihn überholt.
    Er starrte in rote, gemalte Augen, die auf die Plastikhaut der Puppe gezeichnet worden waren. Aber irgendwie griff sie nicht an...
    Leon hob seine Waffe. Hinter seinem Rücken gab es ein lautes Krachen, gefolgt von einer Hitzwelle des Feuers. Der Boden unter ihren Füßen bekam Risse.
    ,,SCHEIßE! WAS ZUM TEUFEL TUST DU DA?“, brüllte Kevin in sein rechtes Ohr hinein, ,,VERPISS DICH ENDLICH!“
    Leon hörte Kevins Gebrüll längst nicht mehr. Die lauten Geräusche um ihn herum waren leiser geworden. Er vernahm nur eine leise, helle Stimme, die flüsterte:


    ,,Berühre auf keinen Fall... Sacrosanct...
    Sonst... wirst du...sterben...
    Sacrosanct... ist Unantastbar...“


    Muteki spürte, wie der Mann der ihn mit sich gezogen hatte, zu boden fiel. Er war bewusstlos geworden. Die Schaufensterpuppe vor ihn ging plötzlich in Flammen auf und machte es somit unmöglich, an ihr vorbei zukommen, doch Muteki wollte nicht so leicht aufgeben.
    Er hob den Mann auf seinen Rücken und trug ihn mit sich durch das Feuer. Seine Haut brannte vor Schmerz...
    Trotzdem ging Muteki weiter...
    Die heißen Flammen züngelten sich wie Schlangen an seiner Kleidung und seinem Gesicht empor...
    Trotzdem... schritt Muteki weiter...
    Der Ausgang lag direkt vor ihm und er stieg die Treppen nach oben hinauf. Er schleppte sich und den Mann weiter weg von dem Feuer, nach draußen an die frische Luft. Dann sank Muteki kraftlos zu boden. Neben ihn lag der Mann, der die Augen leicht geschlossen hatte. Nach einer weile verlor auch der Junge das Bewusstsein...



    Eine Gestalt mit einer weißen Maske und einem schwarzen Mantel mit Kapuze, stand vor dem Fenster und blickte hinaus. Es regnete und es war dunkel draußen. Es schien, als würde es die ganze Woche so bleiben.
    Durch die Augenschlitze der Maske konnte man hellblaue Augen erkennen, die sich in der Fensterscheibe spiegelten.
    ,,Es hat begonnen... Langsam erwacht der Schlüssel, den Sacrosanct so lange erwartet hat... Bald wird es soweit sein, denn die Erde hat bereits Feuer gefangen. Es wird keinen Morgen mehr geben... und schließlich wird alles vergehen...“

    Ich habe nur das 4 Buch gelesen. Wie die Autorin das aber beschreibt ist einfach super und wird nie langweilig! Besonders die Kämpfe mit den Monstern sind gelungen.