Beiträge von Princess Kitana

    Bei aller Vorfreude bleibe ich skeptisch. Die Revelations-Teile waren trotz ihrer gut gemeinten Absicht, die alte RE-Horrorschiene zu befahren eher schwach. Ich bezweifle es daher, dass es das Remake schaffen wird die selbe Atmosphäre zu erzeugen wie das Original. Eine Überschneidung mit Teil 3 wäre natürlich passend, halte ich aufgrund von Capcoms profitgeiler Natur aber eher für unwahrscheinlich.
    Du, mir gehts da nicht anders. Das Spiel ist viel zu dunkel, es gibt keine Zielanvisierung oder Einschußlöcher, es werden alte Soundeffekte abgespielt und vieles mehr. Es wirkt sehr unfertig und ich würde es so wahrscheinlich auch nicht spielen. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass die nicht-kommerzielle Veröffentlichung nicht der einzige Punkt ist, der Capcom von dem Entwicklerteam verlangt. Die Revelations-Spiele fand ich als "back-to-the-roots"-Titel eher enttäuschend und das Remake ist in erster Linie Mikami zu verdanken. Die Spielbarkeit wurde bereits in RE4 verändert und in Teil 5&6 dann entsprechend fortgeführt / weiterentwickelt. Ich sage nicht das ein Remake ohne den "Vater" von RE2 unmöglich ist, aber ich befürchte stark, dass es ohne ihn nicht gut wird.
    Du musst bedenken, dass diese Leute nicht nur in Sachen Zeit und Erfahrung (professioneller Spieleentwicklung), sondern auch in der Anzahl ihrer Mitarbeiter und finanzieller Möglichkeiten Capcom stark unterlegen sind. Und dafür ist dieses Projekt schon ein geballtes Stück Leistung, ferner es von Capcom-Verantwortlichen gewilligt und sogar beworben wird. Wahrscheinlich wird es nie Feinschliff-Niveau erreichen, aber darüber wäre ich mir bei einem Remake seitens Capcom auch gar nicht mehr so sicher... dafür müsste Shinji Mikami zurück ins Entwicklerteam kommen.
    Bis auf die Zusatzkapitel habe ich es durch, insbesondere die Abschnitte mit Barry & Natalia gefallen mir gut. Blöderweise habe ich das schlechteste Ending erspielt, also werde ich mich wahrscheinlich bald wieder dran machen. Die Ladezeiten wirken etwas überholt und manche Angriffe von Gegnerhorden sind mir bei Claire & Moira gut auf die Eierstöcke gegangen, ferner sich Moira ja trotz aller Lebensbedrohung konsequent weigert eine Waffe in die Hand zu nehmen aber was solls, sonst ist es ein gelungenes RE-Spiel. Wobei ich mich schon frage ob es irgendwann wieder einen Teil geben wird, in dem man zumindest zeitweise alleine unterwegs ist. Sind Gina und Rachel eigentlich miteinander verwandt? Beide haben den selben Familiennamen, eine ähnliche Erscheinung und sterben früh im Spielverlauf. Weiß jemand warum Alyson Court nicht mehr unsere Claire spricht? :(
    Nemesis hat es in RE3 insbesondere auf Jill abgesehen da er im Namen aller Mutanten auch mal in der Hauptrolle eines RE-Spiels stehen möchte. Warum sollte dieses Privileg nur attraktiven Menschencharakteren vorenthalten bleiben? Und überhaupt, in diesem schicken blauen Minirock samt Tubetop würde er eine viel bessere Figur machen als die Olle Valentine!
    Das ist eine These und kann natürlich eintreten, wenn Nintendo plant einen auf Sonnenkönig zu machen und jede "allzu harsche" Kritik in Lets-Plays zensieren wird. Ich kann mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen das sie in Zukunft nur noch gekünstelt positive Lets-Play-Videos ihrer Titel im Netz sehen wollen, von denen jeder weiß wie sie Zustande kommen. GIGA Games ist wie GameOne, Journalismus der in erster Linie Jugendliche unterhält und weniger sachlich informiert. ;) Außerdem dürften die meisten Lets-Player keine journalistische Ausbildung haben (was im Grunde auch irrelevant ist aber es wurde der Vergleich genannt).
    Was angeblich zensiert werden soll, ist "diskriminierendes, diffamierendes, verleumderisches, hasserfülltes, belästigendes, beleidigendes, obszönes, bedrohliches, physisch gefährliches, ungesetzliches oder sonstiges anstößiges Verhalten in Bezug auf den Inhalt oder das Nintendo Creators Program". Kein ernstzunehmender Journalist beschreibt oder kommentiert seine Meinung derartig und ich würde Lets-Player auch nicht unbedingt mit ihnen gleichsetzen.
    Es haben aber bei weitem nicht alle Let's-Plays immer die Qualität eines Gronkhs oder PewDiePies. Auch hier gibt es sehr viele die Schrott produzieren. Alle diese Videos sind im Grunde genommen ungebetene Werbung mit der in erster Linie eine dritte Person Geld verdient und das dies den Unternehmen nicht recht sein muss, ist nachvollziehbar. Schließlich würde es ohne die Videospiele auch keine entsprechenden Videos oder Jahresgehälter für bestimmte Einzelpersonen in Höhe von 4 Millionen Euro geben. Ich zumindest habe mir schon öfters Lets-Plays angesehen weil ich mir den Titel nicht extra kaufen wollte, da ich es auch nicht einsehe alle Plattformen zu besitzen für die potenziell attraktive Titel erscheinen.
    Die waren aber immerhin einigermaßen authentisch. Ok, sie hatten einen unpassenden mexikanischen Akzent aber zumindest haben sie sonst in das dörfliche Setting gut gepasst. In RE5 wurden zwangsweise europäisch aussehende Majinis eingebaut nachdem sich die Entwickler mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert sahen. :noo: Quasi nach dem Motto - da werden nicht genug Weiße erschossen! :crazy:
    [quote]Das japanische Unternehmen Nintendo hat vergangene Woche die Beta-Phase seines neuen Creators Program gestartet - und will künftig nicht nur mitverdienen, sondern die YouTuber auch kontrollieren. Bereits im Frühjahr 2013 hatte der Konzern begonnen, sich mittels YouTubes Content-ID-System die gesamten Gewinne von Videos, die urheberrechtliches Material ihrer Spiele enthalten, einzuverleiben und eigene Werbeclips zu schalten. Es sieht vor, dass "Let's-Play"-Autoren, die Videos auf Basis von Nintendo-Software wie "Mario Kart 8" anfertigen, 40 Prozent der via Werbung verdienten Umsätze an den Konzern abtreten müssen. Von YouTube-Kanälen, die sich ausschließlich Nintendo-Spielen widmen, will das Unternehmen 30 Prozent der Einnahmen haben. Die generierten Werbeerlöse fließen zuerst auf das Konto des Herstellers, der wiederum den Anteil für den YouTuber auf dessen Paypal-Account überträgt - allerdings mit bis zu zwei Monaten Verzögerung. Wer an Nintendos Creators Program teilnehmen will, muss nicht nur auf einen Teil seiner Einnahmen verzichten, sondern sich obendrein an die von Nintendo vorgegebenen Regularien halten und die Kontrolle über seine Videowerke abgeben. Entweder registriert man jedes Video einzeln oder meldet gleich den gesamten YouTube-Kanal an; die Freigabe seitens Nintendo nach Einreichen des entsprechenden Videos dauert bis zu drei Werktage. Das hat seinen Grund: Das Unternehmen prüft sorgfältig die von den Nutzern eingesprochenen Kommentare. Man nimmt sich das Recht heraus, "diskriminierendes, diffamierendes, verleumderisches, hasserfülltes, belästigendes, beleidigendes, obszönes, bedrohliches, physisch gefährliches, ungesetzliches oder sonstiges anstößiges Verhalten in Bezug auf den Inhalt oder das Nintendo Creators Program" entfernen zu lassen. Das ist vage formuliert - und dient womöglich als Absicherung für die Japaner, dass sich die YouTuber allzu harsche Kritik an einem Nintendo-Spiel verkneifen. Nintendo hat eine sogenannte Whitelist veröffentlicht, die genau vorgibt, zu welchen Spielen "Let's Play"-Videos erstellt werden dürfen. Titel, die sich nicht auf der Whitelist befinden, darunter etwa der Erfolgstitel "Super Smash Bros." oder die populären "Pokémon"-Games, bleiben "Let's Play"-Fans also künftig verwehrt. Erneut ist Zack Scott einer derjenigen bekannteren "Let's Player", die Nintendo für das neue YouTube-Modell kritisieren. Auf seiner Facebook-Seite schreibt er: "Wenn ich die Nintendo-Richtlinien mit denen anderer Entwickler vergleiche, sehe ich keinen Anreiz für etablierte YouTuber. (...) Das Nintendo-Programm treibt einen Keil zwischen Videomacher und Spieleentwickler." PewDiePie geht Nintendo in seinem Blog ebenfalls scharf an. Er bemängelt, das Unternehmen würde "die kostenlose Präsentation und die Werbung, die es von den YouTubern bekommt" übersehen. Die Formulierung "Fuck you, Nintendo" hat er mittlerweile jedoch in "Ihr solltet eure Entscheidung überdenken, Nintendo" abgeändert. Ob in Zukunft auch andere Spielentwickler Franchise-Modelle nach Nintendo-Vorbild einführen werden, hängt sicherlich nicht unwesentlich vom Erfolg des Creators Program ab. Bislang standen Unternehmen wie Sony, Electronic Arts oder Ubisoft der "Let's Play"-Szene positiv gegenüber. Der im texanischen Austin ansässige Indie-Publisher Devolver Digital ("Serious Sam HD") zeigt sich indes schon seit einiger Zeit solidarisch mit den Videoproduzenten: Unter [url]http://canipostandmonetizevideosofdevolvergames.com[/url] lassen die Entwickler keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass eine Monetarisierung von Videos über ihre Spiele erwünscht ist.[/quote] [quelle]http://www.spiegel.de/netzwelt/web/let-s-play-videos-nintendo-will-an-den-werbeeinnahmen-mitverdienen-a-1016514.html[/quelle] Ich bin zwiegespalten... einerseits begrüße ich es, da heutzutage wirklich jeder Vollhorst seinen menschenverachtenden Mist bei Youtube hochladen kann. Bei "Let's Playern" wie PewDiePie, die 4 Millionen Euro im Jahr (!) mit ihren Kanälen verdienen, war es wirklich nur eine Frage der Zeit bis die Entwickler einen Teil der Einnahmen fordern. "Fuck you, Nintendo" ist bei so einem riesigen Gehalt das man sich mit seinem Hobby verdient schlichtweg dreist. Andererseits trifft es natürlich andere Youtuber hart, die nicht so erfolgreich sind und sich womöglich von den Aufnahmen maßgeblich finanzieren. Prinzipiell finde ich das Nintendo zwar den richtigen Weg einschlägt aber übertreibt. Nun gut, die Wii U hat sich allerdings schlecht verkauft und dem Unternehmen geht es finanziell nicht gut. Was denkt ihr?
    Seit RE5 ist Shinji Mikami nicht mehr an Bord und das macht merkbar viel aus. Auch wenn bereits RE4 im Vergleich zu älteren Teilen wesentlich actionreicher war, hatte das Spiel doch eine dichte Atmosphäre erzeugt, etwas wovon man in RE5 und RE6 nur träumen kann. Ich finde nicht das ein Horrorsetting zwangsläufig immer im Dunkeln stattfinden muss. Viele ursprüngliche interessante Ideen für RE5 wurden letztendlich verworfen, wie beispielsweise ein dehydrierender und folglich halluzinierender Chris, sollte der Spieler ihm nicht genug Flüssigkeit zukommen lassen. Außerdem hätte man aus dem westafrikanischen Setting wesentlich mehr rausholen können. Es ist eine verarmte, politisch unsichere Gegend im brütend heißen Afrika mit verzweifelten Menschen die an schwarze Magie glauben. Merkt man irgendwas im Spiel davon? Leider kaum.
    [quote]Allerdings ist sich der Capcom-Produzent Michiteru Okabe bereits jetzt sicher, dass das neue Spiel die Fans umhauen wird.[/quote] ... da spuckt aber jemand große Töne, Okabe-san. Seit RE5 ist die Hauptreihe IMO auf dem absteigenden Ast, mal sehen wie sie es schaffen wollen das Spiel noch mehr zu ruinieren.