Beiträge von Chestburster

    „You will experience what she experienced, walk where she walked, and kill those she killed.“ Wir schlüpfen in die Rolle der Violette Summer, die während des Zweiten Weltkrieges in einem Sanatorium im Koma liegt. Doch wie kam es dazu? Ihre Geschichte, der Kampf gegen das Nazi- Regime sowie der Ursprung für die Lage, in welcher sie sich nun befindet wird in insgesamt zwölf Missionen erzählt, die sie in ihren fiebrigen Träumen plagen. Zu Beginn wählen wir zwischen zwei Schwierigkeitsgraden aus: Normal und Agent. Dann geht es auch schon los. Bereits das erste Level, in welchem es unsere Aufgabe ist, zu einem Bunker zu gelangen, weiß optisch mit seinen Laubbäumen und den zugehörigen fallenden Blättern zu überzeugen. Dabei werden wir Schritt für Schritt in die Mechanik des Spiels mithilfe eines Tutorials eingeführt. Im Prinzip bietet Velvet Assassin vorallem für Splinter Cell-Fans nichts Neues: Im Schatten ist Violette unsichtbar für den Gegner. Dies erkennt ihr an der violetten Silhouette, die ihre Gesundheitsanzeige in Form ihres Körpers (wie man es von Spielen wie Max Payne kennt) umgibt. Dank dieser Fähigkeit ist es euch möglich, unbemerkt von hinten an den Gegner anzuschleichen und ihn dann hinterrücks das Licht auszuknipsen. Dies geschieht in besonderen Animationen, die die sogenannten „Silent Kills“ nicht gerade zimperlich darstellen. So wird einem Soldaten die Kehle durchgeschnitten, dem anderen das Messer in den Kopf gerammt, nur um ihn danach in den Schatten zu verstecken. Eine andere Möglichkeit, eure Gegner auszuschalten, ist die gute alte Rambo- Methode, mit welcher ihr allerdings nicht lange überleben werdet, da Violettes Gesundheitszustand doch recht schnell erschöpft ist. Zudem besteht die Möglichkeit, bei einigen Soldaten eine Granate zu zünden, die sich an deren Gürteln befindet. Scheinbar ausweglose Situationen könnt ihr mithilfe von Morphium meistern. Bis zu drei dieser Spritzen kann Violette gleichzeitig tragen (doch dazu später mehr). Setzt man diese ein, verlangsamt sich die Zeit und Violette läuft auf ihren unbeweglichen Gegner zu. In dieser Situation ist es euch sogar erlaubt, euer Attentat von vorne zu begehen. Ein wichtiges Spielelement bei Velvet Assassin sind die sogenannten Sammlerstücke - kleine Goodies, die überall in den Levels verstreut sind und von denen euch jeweils zehn gesammelte einen Fähigkeitenstern zur Verfügung stellen. Richtig gelesen, ein Fähigkeitenstern! Velvet Assassin verfügt nämlich über leichte Rollenspielelemente, die es euch gestatten, zwischen drei Fähigkeiten zu wählen, die ihr je nach Belieben bis zu fünf Sternen verbessern könnt: Entscheidet ihr euch für Morphium, so kann Violette maximal drei Spritzen bei sich tragen. Legt ihr euren Fokus hingegen auf Stealth, so schleicht sie sich lautlos und perfekt an ihre Gegner heran. Stärke hingegen hilft euch, mehr gegnerische Treffer einzustecken, denn manchmal lassen sich Schussgefechte nicht vermeiden. Ein weiteres nettes Element ist die Tarnung, denn Violette kann sich an bestimmten Stellen des Spiels als SS-Offizierin tarnen, indem sie sich in passenden Schränken umzieht. In dieser Lage ist ein Silent Kill jedoch nicht möglich. Außerdem müsst ihr stets auf euren Abstand zu den Gegnern achten, denn wenn ihr zu nah herankommt, werdet ihr enttarnt. Ist es einmal hierzu gekommen, ertönt drohende Musik, wie man sie eigentlich aus Horrorspielen kennt und ihr müsst euch ein Versteck suchen. So weit, so gut. Und wie ist das Spiel aus deutscher Hand nun geworden? Velvet Assassin überzeugt sicherlich durch seine düstere Optik, die schöne und passende Musik, die tolle englische Sprachausgabe sowie die erwachsene und teilweise sehr harte Thematik. Auch die Rollenspielelemente wissen zu unterhalten und können einiges wesentlich leichter machen. Leider hat es aber auch viele Schwächen. Hierzu zählen Clipping- und Grafikfehler: Gegner können durch die Wand schießen, wenn man selbst ungünstig hinter einer Mauer steht. Zudem sieht man sie auch hinter Türen durch Grafikfehler schon auftauchen, was oftmals die Spannung rauben kann. Ein weiterer negativer Aspekt ist der Umgang mit dem Entdecktwerden. Es reicht zum Beispiel aus, einfach aus der Tür heraus in den vorherigen Raum zu gehen. Die Gegner werden nicht folgen, sondern bei einem Blick durch das Schlüsselloch dumm in der Gegend herumsuchen und sich fragen, was das nun war, Drohungen an den unbekannten Feind ausstoßen, um dann anschließend sofort wieder zur Tagesordnung überzugehen. Hier wäre eine verstärkte Alarmbereitschaft seitens der Soldaten nach dem ersten Entdecken sicherlich fordernder gewesen. Im Gesamtbild ist Velvet Assassin jedoch ein spannender Stealth-Shooter, der einige Stunden an die Spielkonsole fesselt, sofern man sich darauf einlässt und mit diesen Macken leben kann. Story 8/10 Steuerung 7/10 Gameplay 6/10 Grafik 8/10 Sound 9/10 [B]Insgesamt 7/10[/B]
    Ihr Name ist Faith - und sie ist Runnerin. Runnerin in einer Welt, die von Dauerüberwachung lebt. Runnerin in einer Welt, die so steril und sauber ist, dass in ihr so etwas wie Verbrechen nicht mehr existiert. Ebenso steril und sauber sind die Menschen, die in ihr leben und die alten Zeiten verdrängt haben. Die einzigen, die sich gegen diesen Zustand zur Wehr setzen, sind eben solche Runner, wie Faith eine ist. Sie befördern Pakete und wichtige Dokumente über Häuserdächer, damit sie nicht in falsche Hände geraten können. Bislang gab es bei Faith‘ Botengängen nie Probleme, bis eines Tages ihre Schwester in einen Mordfall verwickelt wird und es gilt, einer Verschwörung Schritt für Schritt auf die Schliche zu kommen... Dieser Verschwörung kommt man in neun Leveln sowie einem Prolog auf die Schliche. Faith hangelt sich von Hausdach zu Hausdach, klettert an Rohren empor, rutscht an Seilen herab, springt über schier endlos hohe Abgründe - die Cops so gut wie immer im Nacken. Dabei steuert sie sich recht unkompliziert: Bewegt wird Faith in der Ego-Perspektive mit dem linken Analogstick, wohingegen sie sich wie bei Ego-Shootern mit dem rechten umsehen kann. Springen kann sie per Druck auf LB, bei einem Sprung aus großer Höhe kurz vor dem Aufprall sogar mit LT abrollen, um den Schaden zu minimieren. Auch den aus Prince of Persia bekannten Wallrun beherrscht Faith, indem einfach nur die LB-Taste gedrückt werden muss, sobald sie auf die Wand zuläuft. Nicht vernachlässigt werden sollte auch der Nahkampf. So kann man per Druck der X-Taste die Zeit verlangsamen, um den Gegner anschließend mit Y zu entwaffnen und dann - bei Bedarf - in guter alter Shooter-Manier per RT die Waffe abfeuern. Klingt schon zu sehr nach Shooter? Ist es aber nicht. Tatsächlich sollte man in Mirror‘s Edge Kämpfe so gut wie eben möglich vermeiden. Darin tut man besonders gut, wenn man es mit mehreren schwerbewaffneten Gegnern gleichzeitig aufnehmen muss. Flucht steht hier ganz klar im Vordergrund - und das am besten so reibungslos und fix wie möglich in Jump ‘n Run- Manier. Leider hat es Entwickler DICE an genau dieser Stelle nicht geschafft, das Spiel optimal zu balancieren. So kommt es leider ein paar Mal öfter vor, dass Faith aufgrund von ungenauer Kollisionsabfrage in die Tiefe stürzt und den Tod findet. Viele Stellen des Spiels sind auf das sogenannte „Trial and Error“-Prinzip angelegt, so dass geraden frustanfälligere Spieler den Controller sicher öfters zur Seite legen werden. Auf der anderen Seite punktet Mirror‘s Edge ganz klar mit einer wunderschönen, aber zugleich sehr eigenwilligen Optik. Die Welt ist größtenteils einheitlich in weiß gehalten. Wichtige Wegpunkte sind rot oder blau markiert. Angesichts der Thematik kann man die Grafik jedoch schon als kleines Kunstwerk betrachten. Es ist erstaunlich, mit welcher Faszination man durch diese sterile Welt mit ihrer passenden sterilen, sauberen Grafik turnt. Da stören auch einige - bei näherer Betrachtung - unscharfe Texturen weniger. Was hingegen leider öfters (unangenehm) auffällt, ist das starke Tearing. Auch in Sachen Sound kann Mirror‘s Edge punkten. So werden ruhige Passagen von ebenso ruhiger, fast schon entspannender Musik untermalt. Sobald jedoch wieder Flucht angesagt ist, wechselt diese auch ins Hektische. Nicht vergessen werden sollte an dieser Stelle auch der Titelsong „Still Alive“ von Lisa Miskovsky, der wirklich schön anzuhören ist sowie der PCVersion des Spieles als Single beiliegt. Wem das alles noch nicht genug ist, der hat die Möglichkeit, sich mit Spielern aus aller Welt in den Speed Runs sowie den Time Trials zu messen, seine Ghosts hochzuladen (sowie die der anderen Spielern herunterzuladen) und sich mit seinen Bestzeiten zu verewigen. Story 6/10 Steuerung 7/10 Gameplay 6/10 Grafik 8/10 Sound 9/10 [B]Insgesamt 7/10[/B]
    [quote][i]Original von Domme[/i] [quote][i]Original von T-Vairus[/i] Wir mir soeben versichert wurde, wird das Spiel in Deutschland komplett ungeschnitten erscheinen.[/quote] [IMG]http://img5.imagebanana.com/img/8u343rxw/1250897916960.jpg[/IMG] [/quote] Das Bild ist sowas von zutreffend, Domme. Genauso sah ich glaube ich gerade aus. :laugh1: Vielleicht erfolgt ja eines Tages eine Neuprüfung von UC. Gibt bestimmt Leute, die es noch nicht haben. :laugh1: Himmel herrje, versteh mal jemand die USK. :verwirrt2:
    Ja, und er hat vorallem einen Haufen Kram für dich bei mir liegen, der noch bezahlt werden muss. ;) Ich denke, Bender hat da schon recht. Wenn du unbedingt Spiele aus dem Ausland kaufen möchtest, wärst du mit Paypal dann wohl besser beraten.
    Ich sehe das genauso wie umb. Und ehrlich gesagt finde ich es total engstirnig und albern, wenn jetzt hier rumgeheult wird, dass der Wert des Buches mit einer Neuauflage flöten geht. Sehr es mal so: Irgendwann ist auch die Neuauflage ausverkauft und damit steigt die Nachfrage sowie der Preis wieder. Jedenfalls ist es denjenigen zu gönnen, die gern noch ein Exemplar zu normalen Preisen hätten. Also viel Glück, dass die Zahlen erreicht werden. :thumb3: