Warum Wesker und nicht Albert

  • Hallo erstmal, mir ist in meiner langjärigen RE-Sucht etwas aufgefallen und würde gerne wissen was Ihr darüber denkt. Wir reden ja immer von Jill, Chris, Barry, Rebecca, Billy, Leon, Ada etc. Warum aber nicht von Albert? In den Spielen ist Wesker der einzige der Konsequent immer nur mit dem Nachnamen angesprochen wird währenddessen alle anderen mit Vornamen angesprochen werden. Erst dachte ich es sei Aufgrund seines höheren Ranges bei STARS, dann allerdings müsste Enrico als Leader des Bravoteams doch auch mit Nachnamen angesprochen werden, zumal dann doch eher eine Anrede mit Rang angebrachter währe als der reine Nachname. Bin mal auf Eure meinungen gespannt. Gruss White
  • Also ich denke mal, dass liegt einfach daran, dass er bei den STARS der Boss war und er deswegen mit Nachnamen angesprochen wurde und da man sich an sowas gewöhnt, machen die das jetzt auch noch.
  • Aber wie WhiteClaw gesagt hat Enrico is auch Enrico und nicht Marinin ich denke auch das Wesker es auch einfach nicht will mit vornamen angesprochen zu werden
  • Nun ich denke das hat eher was mit unserer Wahrnehmung und Respektempfindung zu tun. Ich möchte meine Gedankengänge ein wenig verdeutlichen. Bei Jill, Chris usw. haben wir eben das Gefühl, uns in diese Person verwandeln zu können. Wir erfahren viel über sie und wenn wir mit ihnen spielen, verwandeln wir uns zu einem gewissen Teil in diese Person. Bei Wesker ist dies eben etwas anderes. Wir erfahren über seine Aktivitäten nur über Zweite und die Geschichte über ihn, wird an uns von anderen weiter getragen. Was ja wiederum suspekt klingen mag, denn eben sagte ich ja noch, das wir uns im Spiel in diese Personen [i]„verwandeln“[/i] also die Identität des Charakters sozusagen in uns aufsaugen. Dies schaltet sich jedoch in dem Moment ab, wenn ein Video einsetzt und uns was von der Geschichte vermittelt wird. Hier haben wir keinen Einfluss mehr auf den spielenden Charakter. Ich kann seine Taten, seine Eigenschaften nicht beeinflussen. Aus diesem Grund schaltet sich dann eben dieser Effekt, [i]„Ich bin diese Person“[/i] ab und setzt erst wieder ein, wenn wir den Charakter wieder unter Kontrolle haben. Also empfinden wir die Erzählungen eben nicht aus eigener Erfahrung heraus, sondern wir haben das Gefühl, es wird durch einen zweiten an uns herangetragen. Somit kann sich keine engere Bindung zu Wesker aufbauen, da wir niemals die Möglichkeit haben, uns auch mal in ihn hinein zu versetzten. Ok, nun könnte einer von euch kommen und sagen [i]„Jap, aber Barry kann ich doch auch nicht spielen und trotzdem spreche ich ihn mit Vornamen an“[/i]. Aber auch hier spielt wieder unsere Psyche eine entscheidende Rolle (so denke ich, oder nehme es an). An dieser Stelle kommt noch die Tatsache hinzu, dass Wesker eine Führungspersönlichkeit ist und sich auch durchsetzten kann. Also spielt er seine Rolle als die Führende und exekutive Macht in dieser Gruppe sehr gut. Barry empfinden wir wiederum nur rein als einen Freund und Kollegen. Außerdem lässt uns Barry wiederum an seinem Leben, zumindest zu einem gewissen Teil teilhaben. Dies lässt sich bei Wesker so nicht sagen. Denn er lässt uns an nichts teilhaben was seine Person angeht. Auch wenn es im Verlauf des Spieles dazu kommt, dass wir ihn bei seinen Taten oder Anweisungen über die Schulter schauen, so wendet er sich nie direkt an uns. Aus diesem Grund empfinden wir eine gewisse emotionale Entfernung zu dem Charakter. Auch die Tatsache dass er der Böse ist, spielt eine entscheidende Rolle. Er ist unberechenbar und selbstsüchtig. Ebenso wie ein Verräter, denn er verkauft all seine Teammitglieder, für jene er aber eine Verantwortung durch seine Führungspersönlichkeit übernimmt. Dieses Fiese, Arschlochmäßige und in unseren Augen böses Verhalten, verschafft eine gewisse Respektsituation, welche eine nähere Bindung unterbewusst nicht zulässt. Dazu kommt dann noch ganz gering die Tatsache, dass Albert tatsächlich sehr bescheuert klingt und auch ein nichts sagender Name ist. Ein Albert wäre eben nur einer von vielen. Ein Wesker aber, ist unverwechselbar. Und auch wenn dieser Teil des Ganzen meiner Meinung nach einen geringen Teil ausmacht, so wirkt es sich unterbewusst aus. Naja zumindest denke ich, dass es so sein kann. Bin ja kein Psychologe :D. So, aber das ist ja schon fast zu einer DIN A4 Seite angewachsen. Schluss nun.
  • Also ich denke es liegt daran, weil er ein kalter Bösewicht ist, womit man nicht das Gefühl hat, dass man ihn dutzen bzw. mit Vornamen nennen könnte. Man fühlt sich ja eher auf der Seite von den "Helden", sprich Chris usw. ,und man dutzt seine Freunde und Verbündete, bzw. man spricht sie mit Vornamen an. Es gibt ja noch andere "Bösewichte", die man eher mit Nachnamen anspricht: Birkin, Spencer, Salazar, Saddler, Krauser,...
  • Die Theorie von Brastias finde ich schon recht interessant. Und es wirft zum teil neue Fragen auf. Wesker und Barry haben eine art Freundschaft aufgebaut (vor Weskers Verrat) wodurch zumindest Barry in der Position seinen sollte ihn mit Vornamen anzusprechen, dutzen tun sich untereinander ja alle. Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl gehabt das Chis und Wesker sich recht gut verstanden haben, man bedenke ja die Situationen in denen Wesker, Chris mit Utensilien versorgt und den markanten Satz "Chris du hast mich nicht enttäuscht" (Labor beim Tyrant) ... So macht es doch fast den anschein als wollte Wesker, Chris für seine Sache gewinnen ? ! Zu der Sache mit den Bösewichten muss ich sagen das es schon stimmt das Oppotonisten meist mit Nachnamen angesprochen werden, in diesem Sinne wäre aber schon das Intro (erster Teil Haupthalle) ein Spoiler darauf das Wesker der böse ist. Lediglich das Argument "Albert" klingt blöd kann ich nicht so ganz nachvollziehen, denn wenn man bedenkt wann Wesker geboren ist, war Albert ein gäniger und verbreiteter Name. Gruss White
  • [quote][i]Original von WhiteClaw[/i] Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl gehabt das Chis und Wesker sich recht gut verstanden haben, man bedenke ja die Situationen in denen Wesker, Chris mit Utensilien versorgt und den markanten Satz "Chris du hast mich nicht enttäuscht" (Labor beim Tyrant) ... So macht es doch fast den anschein als wollte Wesker, Chris für seine Sache gewinnen ? ! [/quote] Hmm, sehr interessanter Aspekt. Wäre mir bewusst so noch gar nicht aufgefallen. Das sollte man mal ein wenig hinterfragen und sich vielleicht mal ein bisschen belesen, was das angeht. Es kann durchaus sein, dass er Chris auf seine Seite ziehen wollte... [b][i]EDIT[/b][/i] Ich habe mal in Resident Evil Archives ein bisschen gestöbert und bin auf folgende interessante Punkte gestoßen: [b][u]Bei Chris:[/u][/b] [quote][i]Original von RE Archives Chris bleibt sich und seinen Grundsätzen treu, egal in welcher Situation. Dieser Charakterzug führte häufig zu Konfrontationen mit Vorgesetzten. Obwohl er ein hochgelobter Pilot war, verließ er schließlich wegen dauernder Meinungsverschiedenheiten die Armee.[/i][/quote] Nun daraus kann man schließen, dass er sich auch bei S.T.A.R.S nicht anders benahm. Solche Charakterzüge ändern sich nicht, nur weil man den Arbeitsgeber wechselt und ich nehme an, dass er auch bei S.T.A.R.S seinen Mund aufgemacht hat, wenn ihm was nicht gepasst hat. Und da wird er eben auch vor einem Wesker nicht Halt gemacht haben. [quote][i]Original von RE Archives Doch dank einer geschickten Verschleierungstaktik konnte der Konzern seinen Bericht für immer auf Eis legen.[/i][/quote] Nun wenn es tatsächlich eine Art von Annäherungsversuchen seitens Wesker gab, dann doch wohl nur, um an diese Berichte zu kommen, bevor sie in falsche Hände fallen. [b][u]Bei Wesker:[/b][/u] [quote][i]Original von RE Archives Seine reservierte Art strahlte echte Kälte aus. Auch die Sonnenbrille, die er stets trägt, vermittelt den Eindruck von Unzugänglichkeit. [/i][/quote] Dies könnte wiederum eine weitere interessante Theorie sein, warum wir ihn mit Nachnamen ansprechen. [quote][i]Original von RE Archives Während seinen Aktivitäten traf er ein weiters Mal auf seinen ehemaligen Untergebenen und gleichzeitig Erzrivalen Chris Redfield.[/i][/quote] Unter Betrachtung dieses Punktes ist es wohl ausgeschlossen, dass die beiden wohl jemals so was wie Freundschaft füreinander empfanden, oder das Wesker Chris auf seine Seite ziehen wollte.
  • Das ist eine echt interessante Diskussion! Was denkt ihr wäre denn wenn Wesker direkt am Anfang von Resident Evil 1 von Jill anders angesprochen worden wäre. Sie sagt ja "Captain Wesker wo ist Chris"? Ich denke schon deshalb, also wegen diesem Satz der sich eh in den Kopf der meisten Fans brannte sagen wir alle Wesker zu ihm. Hätte sie Albert gesagt, würden auch einige Albert zu ihm sagen. Vermute ich jetzt einfach mal :D Oh da stelle ich fest haben Chris und ich was gemeinsam. Ich hab die gleichen Probleme wie er mit den Cheffs ;) Ich muß mir Resident Evil Archives endlich zulegen!
  • hat wohl was mit dem rang zu tun außerdem hört sich wesker viel cooler an als albert....voll der deutsche name :laugh1:

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    </a>


    Endlich hat es geklappt:D

  • :ahja: Macht euch doch alle nicht solche gedanken :laugh1: Wesker hört sich cooler an.. Nein quatsch, ist mir noch nie so aufgefallen...aber ich denke die entwickler haben sich einfach gedacht wir lassen die und die chara mit Nachnamen ansprechen...um dem spieler zu zeigen...der hat was auffen Nacken..also wiederum was mit rang zu tun
  • Leute die man mag nennt man meist beim Vornamen,Leute die nicht gemocht werden,nennt man schon mal hin und wieder beim Nachnahmen.Und da Wesker in den Games so angesprochen wird(von Chris,Jill etc) nennen wir ihn halt auch so.Einfach gesagt: die guten mit Vornamen und die bösen mit Nachnahmen(siehe Krauser,Sadler ...) Nur ne Theorie Und ja,wahrscheinlich auch weil sich Albert total bescheuert anhöhrt...