Raccoon City Schicksale

  • Soll der Zuhälter ne eigene Geschichte bekommen, oder soll er mit zu dem UBCS-Söldner? Das könnte spaßig werden :laugh1: freundliche Grüße, Dr. William Birkin

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  • Ist in Arbeit. Da wir jetzt ja zwei Schicksale haben, kann ja vielleicht einer sterben und einer überleben. Wer noch nen nettes Detail hat, kann das gerne sagen. (Das mit dem Auto und den goldenen Waffen ist gut. Ich kann mir das richtig vorstellen.) freundliche Grüße, Dr. William Birkin

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  • Ok, die Geschichte wird morgen fertig sein. [QUOTE]Vlt. vom Typ her, so wie Chris Rock![/QUOTE] Soll er auch ein Schwarzer sein, oder ist weiß ok? Quasi nen möchtegern Schwarzer. freundliche Grüße, Dr. William Birkin

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  • [quote][i]Original von Rebecca fanboy[/i] Gefällt mir sehr, was ich hier lese Dr. :) Insbesondere WEIL die Leute in der Regel nicht überleben Wünschte ich könnte acuh so gut schreiben.[/quote] Ja, das die Charaktere nicht immer überleben, macht das ganze sehr interessant. Wenn man es recht bedenkt, war es in Raccoon City ja auch so, das unzählige starben. Es ist beeindruckend wenn man sich mal überlegt, wie die alle umgekommen sein könnten. Aber zu wünschen, das du auch so gut schreiben könntest, musst du nicht. Das kannst du doch. Ich habe deine Texte bei CYOA-der Raccoon Vorfall gelesen. Die sind doch erste Sahne. Da macht es richtig Spaß mitzumachen und auch die Idee war super. freundliche Grüße, Dr. William Birkin

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  • Um die Wartezeit zu verkürzen, kommt hier schon mal der erste Teil der Geschichte. Aber achtung, da kommt noch so einiges. Viel Spaß! [B] Die Schicksale von Yoshi Mitaki und George Edgecomb[/B] Tot! Sie waren alle tot! Die gesamte Einheit. Yoshi glaubte bei diesem Gedanken den Verstand zur verlieren. Was war schief gegangen? Warum waren diese gut ausgebildeten Söldner binnen Minuten gestorben? „Ich kann dir sagen warum! Weil unsere Gegner gottverdammte Zombies waren!“ Yoshi biss sich auf die Unterlippe und presste sein Gewehr fester an seinen Körper. Er merkte das er zitterte. Was hier vor sich ging, das war nicht mehr natürlich. Er hatte wohl, als er den Helikopter verlassen hatte, ein Tor zu einer bösen Parallelwelt durchschritten und jetzt saß er hier und würde jämmerlich verrecken. „Siehst du in Umbrella immer noch die gütigen Spender? Na was ist alter Junge? Gibs zu, du hattest unrecht und hast dich in die Scheiße geritten.“ Yoshi begann sich gegen die Schläfe zu klopfen. Er sollte endlich aufhören! Er sollte endlich sein verdammtes Maul halten! Natürlich war niemand da, der sein verdammtes Maul halten konnte. Sie waren ja tot, ausnahmslos. Diese Stimme in seinem Kopf gehörte Yoshi selbst, auch wenn sie hämisch und schadenfroh klang. Irgendwo in der Ferne erklangen Schüsse, doch sie verstummten rasch wieder. Yoshi verwarf den Gedanken, den Schüssen nach zu gehen. Er würde eh nur eine Leiche finden. Entweder von einem Kameraden, oder einem armen Schwein, das hier in der Stadt gelebt hatte. Warum? Warum hatte ihnen Umbrella nicht gesagt, was sie hier erwarten würde. „Hättest du ihnen geglaubt?“ Natürlich hätte er das nicht, doch es ging ihm hier mehr ums Prinzip. Alles was er beim Briefing erfahren hatte, konnte ihn nicht im Mindesten auf das vorbereiten was er jetzt erlebte. Sein UBCS-Trupp hatte Anweisungen erhalten, in eine abgeschiedene Bergstadt, namens Raccoon City zu reisen. (Er hatte von dem Ort noch nicht einmal etwas gehört. Doch es gingen Gerüchte um, das Umbrella dort eine Menge Macht besaß.) In Raccoon City hatte es Ärger mit einer Chemikalie gegeben und Menschen begannen den Verstand zu verlieren, zu randalieren und andere Leute anzugreifen. Offenbar hatte die Polizei die Kontrolle verloren und nun sollte das UBCS-Team da rein und die Zivilisten und Polizisten retten. Das war die Theorie und da Umbrella gut bezahlte, stellte er keine Frage. Teufel, Umbrella zahlte sogar so gut, das er nicht mal gefragt hätte, wenn seine Oma in Raccoon City gelebt hätte. Umbrella war für ihn so etwas wie eine heilige Firma geworden. Er war kein reiner Amerikaner, wie sein Name verriet. Sein Vater war Amerikaner gewesen, woher seine Mutter kam, hatte er nie erfahren. Da er asiatische Züge trug, musste sie wohl von dort stammen. Das einzige was er wusste, war das sie als Prostituierte gearbeitet hatte und ihn in einem Waisenhaus sitzen gelassen hatte, bevor er überhaupt sprechen konnte. Als er alt genug gewesen war, hatte er sich auf die Suche nach seinem Vater in Amerika gemacht, doch er hatte die Spur schnell wieder verloren.

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  • Er kam dann eine ganze Zeit in Mexiko unter, wo er sich als Leibwächter eines Drogenboss einen Namen und gutes Geld machte. Allerdings konnte eben dieser Drogenboss, durch einen verdeckten Ermittler hoch genommen werden und Yoshi landete wie die anderen auch im Knast. Es sah schon bitter ernst für ihn aus, als sie auftauchten. Die Männer in den feinen Anzügen sagten ihm sie kämen von der Umbrella Corporation und würden ihm ein einmaliges Angebot machen. Sie interessierten sich für seine Dienste als Söldner und hervorragenden Schützen und würden ihm einen Job und alles was man zum Leben braucht anbieten. Yoshi zögerte nicht und nahm das Angebot an. Der Prozess nahm eine überraschende Wendung, als herauskam, das es einen bedauerlichen Irrtum gegeben hatte und Beweise falsch ausgelegt worden waren. Anstatt Yoshi saß jetzt ein anderes armes Schwein in einer Zelle und rottete vor sich hin. Damals war ihm das ganze nur recht gewesen. Er hatte Umbrella die Füße geküsst, weil sie ihm den Knast in Mexiko erspart hatten und ihm sogar so viel Geld pro Monat anboten, wie er in Asien nur pro Jahr verdient hätte. Doch jetzt gerade im Moment wünschte er diese beschissenen Schlipsträger zum Teufel in die Hölle. Immerhin hatten sie ihn dort bereits hingeschickt. Sein Team war mit dem Helikopter ein paar Meter entfernt von hier abgesetzt worden. Der Pilot war nicht gelandet, sondern sie hatten sich abseilen müssen. Irgendwie beneidete er jetzt dieses Schwein, das hinter dem Steuerknüppel hatte sitzen dürfen. Nachdem er und sein Team gelandet waren, hatten sie erstmal ein wenig die Umgebung erkundet, ohne sich zu weit voneinander zu trennen. Ihm war sofort aufgefallen wie still es in Raccoon City gewesen war und erst dieser Gestank. Dann waren die ersten Schreie und Schüsse erklungen. Er hatte noch gesehen, das eines seiner Team-mitglieder von drei Männern zu Boden gerissen worden war, dann waren sie plötzlich aus allen Gassen und Straßen gekommen. Zombies! Verwesende, stinkende Leichen. Sie hatten sich über den Trupp hergemacht und angefangen zu fressen. Yoshi zitterte während er versuchte nicht daran zu denken, was er gesehen hatte. Diese Monster hatten sie ziemlich schnell eingekreist und er hatte den Überblick verloren. Panik hatte sich in ihm breit gemacht. Die Einzigen die noch übrig geblieben waren, war er, ein seltsamer Russe und ein kleiner drahtiger Bursche gewesen. Der Junge hatte immerzu geschrien und sein Gewehr ständig herum gerissen. Yoshi hatte versucht zu verschwinden, doch die Kreaturen waren überall. Er hatte keinen Ausweg mehr gesehen und dem Jungen von hinten in die Wade geschossen. Als er stürzte, hatten sich die Monster mit Freuden auf ihn gestürzt. Das hatte Yoshi die Zeit gebracht, die er brauchte um zu verschwinden. Der seltsame Russe war ebenfalls weg gewesen. Ob getötet oder auch entkommen wusste er nicht, doch es war ihm auch herzlich egal. Die Schreie des Jungen hallten in seinen Ohren wieder. Er bereute was er getan hatte, doch er wusste das sie sonst beide drauf gegangen wären und irgendwie hing er an seinem Leben. Er war danach gerannt. Ohne groß auf die Umgebung zu achten, war er immer weiter die Straße entlang gerannt. Menschen hatte er keine gesehen. Nur Leichen und diese entsetzlichen, stinkenden Zombies. Ein Stöhnen ertönte nicht weit hinter ihm und binnen Sekunden mischten sich weitere Laute dazu. Es klang melancholisch und geistlos. Der typische Laut einer verdammten Seele. Yoshi richtete sich etwas auf, nachdem er nun schon mehrere Minuten zwischen den Mülleimern gekauert hatte um sich zu erholen. Er konnte im Dunkeln der Schatten nichts erkennen, doch er war nicht scharf darauf, erneut diesen Monstern zu begegnen. Er rappelte sich auf und blickte hastig nach links und recht. Er kannte die Stadt nicht, doch wenn er stetig in eine Richtung lief, würde er früher oder später die Grenze erreichen. Yoshi lud das Gewehr durch und lief los. Seine Schritte hallten von den Wänden wieder. Er atmete konzentriert und versuchte seine Umgebung genau zu beobachten. Nach ca. 20 Metern endete die Gasse. Er war nun wieder auf einer Straße. Auch hier bot sich ihm ein vertrautes Bild. Zerstörte Autos, kleinere Feuer die vor sich hin brannten und Menschen die nieder gestreckt auf dem Asphalt lagen. Yoshi mied es sie anzusehen. Er hatte keinen empfindlichen Magen, doch ein aufgefressener Mensch war etwas das kaum jemand leicht verkraftete. Die Wände waren mit unzähligen Graffitis beschmiert und der Hauptanteil der Läden schien auf Erwachsene ausgerichtet zu sein. Scheinbar das kleine Rotlichtviertel der ach so sauberen Bergstadt.

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  • Yoshi presste das Gewehr wieder an seinen Körper. Etwas weiter vor ihm war eine Gestalt aus einem billigen Pornokino gekommen. Es war ein Mann, der ein schmutziges T-Shirt und eine zerrissene Jeans trug. Er wandte sein Gesicht zu Yoshi. Gebannt starrte Yoshi in die weißen, leblosen Augen des Zombies, der nun die Arme ausstreckte und auf ihn zu taumelte. Dem Man fehlte offenbar das linke Ohr und jemand hatte an seiner Brust genagt, denn Yoshi konnte die Rippen unter einem Loch im T-Shirt sehen. „Bluargh!“ gurgelte der Kerl und spuckte einen Schwall Blut auf den Apshalt. Yoshi verzog angewidert das Gesicht. Dann bemerkte er die zweite Gestalt. Diesmal war eine Frau zwischen zwei Autos hervor gekommen. Auf den ersten Blick wirkte sie unverletzt, doch an ihrer linken Hand fehlten zwei Finger und auch ihre Augen waren weiß und leer. Yoshi fluchte. Es kamen immer mehr von diesen Monstern. Er konnte weiter die Straße runter, bereits drei Schatten erkennen, die sich näherten. Er durfte nicht hier bleiben und musste einen anderen Weg finden. Er blickte nach links. Dort befand sich ein Lokal und was ihm erst jetzt auffiel, dort brannte noch Licht! Alle anderen Häuser waren dunkel und verlassen, doch hier leuchtete selbst noch das Neonschild. Yoshi beeilte sich, die Tür zu erreichen. Es war gar kein Lokal, sondern eine Oben-ohne-Bar. Aber im Moment wäre Yoshi sogar in ein Scheißhaus gelaufen um sicherer zu sein als auf der Straße. Die Tür ging schwerfällig auf, doch war zum Glück nicht abgeschlossen. Hastig schob Yoshi sich durch den Spalt und ließ die schwere Tür hinter sich zufallen. Schnell sah er sich um, konnte aber nicht viel entdecken. Er stand in einem Korridor mit schwarzem Teppich und roter Tapete. An den Wänden hingen Poster von Erotikmessen und Filmen, die bald anlaufen sollte. Vorsichtig hob Yoshi die Waffe und schritt den Gang hinunter. Ein Vorhang trennte den eigentlichen Barbereich von dem Eingang. Mit dem Gewehr schob Yoshi den Vorhang nach links und warf einen Blick in den Raum. Das typische Bild einer Bar für Männer. Es gab Tische, die groß genug waren, damit man beim trinken etwas zu tanzen auf dem Tisch haben konnte und es gab sogar eine kleine Bühne, die den hinteren Teil einnahm. Rechts von ihm befand sich die Bar und... dort saß jemand!!! Yoshi schob sich durch den Vorhang und hielt die Waffe auf die Gestalt gerichtet, die mit dem Rücken zu ihm saß. Er konnte nur erkennen, das sie auffällig gekleidet war. Der Mann trug einen weißen Hut mit einer langen und buschigen Feder. Dazu trug er ein weißes Sacko und sogar eine weiße Hose mit weißen Schuhen. Die Kleidung war tadellos sauber, zumindest sah es so aus. Die Gestalt saß leicht schwankend auf einem der Barhocker und starrte bewegungslos gegen die Wand. Yoshi zögerte. Zombie oder nicht? „Mister?“ Yoshi sprach laut und deutlich. „Sagen sie etwas, oder ich muss das Feuer eröffnen.“ Wenn die Gestalt ein Zombie wäre, würde sie gewiss nicht antworten. Der Mann blieb stumm. Yoshi hob sein Gewehr und seufzte. Er hatte wirklich gehofft, einen Überlebenden zu finden. „Jo, cool bleiben! Gibt keinen Grund zu schießen!“ Die Stimme erklang so plötzlich, das Yoshi zuckte. Der Mann am Thresen drehte sich plötzlich um. Er war keineswegs ein Zombie. Seine Augen waren völlig normal und in seiner linken Hand hielt er ein Glas mit Whisky. „Junge, sie kommen hier ja in ganzer Kamfpmontur. Ist Krieg?“ Yoshi musterte den Mann. Es war ein Schwarzer der vielleicht 27, höchstens 30 war. Um den Hals trug er ein paar Goldketten und an seinem Handgelenk eine teure Uhr. „Falls sie es noch nicht gemerkt haben, da draußen wandern lebende Tote umher!“ sagte Yoshi scharf. Der Kerl war ihm suspekt. Während Menschen bei lebendigem Leib aufgefressen wurden, saß er hier in einer Tittenbar und trank Whisky. „Ach so, sie meinen die Zombies?“ Der Andere lachte. „Doch hab ich bemerkt. Schade, ich dachte die Polizei kriegt das in den Griff. Tja so wie es scheint, hat die Truppe mal wieder ihre Inkompetenz bewiesen.“ Er setzte das Glas an die Lippen und trank einen Schluck. Yoshi starrte ihn jetzt noch ungläubiger an. Tickte er nicht mehr richtig? „Wer sind sie?“ fragte er schließlich, weil ihm nichts anderes mehr einfiel. Sein Gegenüber ließ das Glas sinken. „George. George Edgecomb. Aber gute Freunde nennen mich G.“ sagte er und prostete Yoshi zu. „Wie heißt du?“ Yoshi ließ sein Gewehr sinken. Der Mann schien ungefährlich zu sein. „Ich bin Yoshi Mitaki. Mitglied des Trupps B vom UBCS. Das steht für Umbrella-Biohazard-Counter...“ Yoshi brach ab, als der Andere mit der Hand abwinkte. „Jaja, Umbrella-Bazar-was-auch-immer. Ist völlig egal.“ Yoshi runzelte die Stirn. Der Typ war ihm völlig unsympathisch. „Wir sind hier um Zivilisten zu evakuieren. Wir...“ erneut brach er ab. Diesmal weil G. in schallendes Gelächter ausgebrochen war. „Umbrella will uns retten? Hallo? Noch nicht bemerkt? Die Gerüchte stimmen. Umbrella ist schuld an dieser ganzen Scheiße hier.“ Yoshi biss sich auf die Lippe und seine Hände krampften sich um das Gewehr. Natürlich wusste er das. Er hatte es schon gewusst, als ihm klar geworden war, das Umbrella ihn in den Tod geschickt hatte. „Ok, gut! Pfeifen wir auf Formalitäten. Ich bin nichts weiter als ein Söldner und von Umbrella auch betrogen worden. Wenn wir also hier lebend raus wollen, dann sollten wir etwas tun und nicht nur dasitzen und etwas trinken.“ Yoshi merkte wie gut es tat seiner Wut freien lauf zu lassen. Es hatte sich seit der Landung viel angestaut. G. hob eine Augenbraue. Das er lächelte, hätte Yoshi jedoch nicht erwartet. „Nicht gleich die Nerven verlieren!“ sagte er und trank das Glas leer. „Wir können gerne hier weg. Gibt sowieso nichts mehr was mich hier noch halten würde.“

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  • Klirrend stellte er das Glas auf dem Thresen hinter sich ab und stieg von dem Barhocker. Gähnend streckte er sich erstmal. „Jo dann sag mal an wo wir hingehen!“ sagte er und sah Yoshi abwartend an. Yoshi merkte wie ihm die Röte ins Gesicht stieg. Ja, wo sollten sie jetzt hin? Er kannte die Stadt nicht. Er wusste nicht wie sie hier weg kamen. Er hatte die großen Töne vorhin nur gespuckt, weil dieser G. ihn aufgeregt hatte. „Nun...“ begann er langsam. „Erstmal brauchen sie eine Waffe. Draußen ist es gefährlich und ohne Waffe sind sie schneller tot als eine Spinne in der Kloschüssel.“ Er griff an seinen Gürtel und zog seine Pistole hervor. Die Neun-Millimeter war nicht gerade die beste Waffe um sich gegen Horden von Zombies zu wehren, doch sein Gewehr würde er dem Typen bestimmt nicht geben. „Können sie mit so was umgehen?“ fragte Yoshi und hielt ihm die Waffe hin. „Kann ich schon, doch ihr Babyspielzeug brauche ich nicht. Ich hab Mandy und Candy!“ sagte er und zwinkerte Yoshi zu. Einen kurzen Moment war der junge Söldner perplex. „Ich glaube kaum, das zwei Mädels ihnen in dieser Situation hier helfen können. Außerdem...“ G. schüttelte den Kopf. „Junge, ich rede doch von diesen Girls hier!“ Er griff sich links und rechts unter den Mantel und Yoshi konnte die Riemen von zwei Holstern erkennen. Dann plötzlich hatte G. zwei Waffen in den Händen. Es waren tadellose Desert Eagels, doch keine gewöhnlichen, sondern perfekt verarbeitete mit goldener Legierung. „Die Mädels hier pusten selbst Tote noch um!“ sagte er und zielte auf Yoshis Gesicht. Erschrocken wich er zurück und drückte die Waffen beiseite. „Ja, wirklich ganz nett, aber zielen sie damit lieber auf etwas, das auch schon tot ist!“ Lächelnd ließ G. die Waffen wieder in den Holstern verschwinden. „Aye aye, Sir!“ sagte er und salutierte. Yoshi schüttelte den Kopf und trat an ihm vorbei. „Ok, das beste wäre, wenn wir uns einen Wagen suchen, der noch läuft und ihn kurzschließen. Dann versuchen wir zum Uhrenturm zu gelangen. Dort können wir den Evakuierungshelikopter rufen. Danach warten wir und sind auf schnellstem Weg aus der Stadt raus.“ Yoshi blickte wieder zu G.. „Alles klar soweit?“ G. nickte und trat neben den jungen Söldner. „Aber denk nicht zu kompliziert Kumpel. Ich hab ne Karre!“ Er hob einen Wagenschlüssel auf Augenhöhe und ließ ihn leise klimpern. Yoshi merkte wie er nun doch lächelte. Vielleicht war G. nicht gerade der ernsteste Mensch, doch er besaß Waffen und ein Auto. Vielleicht war es doch ein Glücksfall, das er ihm begegnet war. „Alles klar! Wir nehmen ihren Wagen! Wo steht er?“ G. deutete mit einer Kopfbewegung zu einer Tür nahe der Bar. Ein Notausgangschild leuchtete schwach darüber. „Gehen wir!“ sagte er knapp und nach einem kurzen Nicken verließen sie beide durch den Notausgang die Bar. Eine Welle von süßlichem Verwesungsgeruch schlug Yoshi entgegen. Er hatte in der Bar völlig vergessen, wie schlimm es draußen stank. Die Gasse hinter der Bar stank vermutlich noch schlimmer, da sich in einigen Mülltonnen nahe eines Maschendrahtzaunes, der Müll stapelte. Rechts von ihnen stand ein Wagen im Schatten der Häuser. Es war ein schwarzer Maybach, der so überhaupt nicht in die Gasse passte. Er war poliert und hatte keinen Kratzer. Scheinbar hütete G. den Wagen wie ein Baby. Yoshi blickte zu ihm. „Sie fahren. Wir sollten uns nicht zu lange hier aufhalten. Ich weiß nicht ob uns diese Dinger riechen können, aber falls ja, werden sie bald hier sein und...“ Er stoppte und wirbelte mit dem Gewehr herum. Hinter ihnen im Müll hatte sich etwas bewegt. Yoshi merkte wie sein Herz schneller schlug und sein Brustkorb sich ebenfalls schnell hob und senkte. Dann, ganz langsam trat eine Gestalt in ihr Blickfeld. Es war jedoch kein Mensch, es war ein Hund. Yoshi lachte entspannt. „Nur ein Streuner! Ich dachte schon...“ Er stoppte als der Hund in den Lichtkegel der Lampe trat, die über der Tür der Bar hing. „Alter! Das ist kein Streuner!“ Yoshi musste G. recht geben. Der Hund war kein Streuner. Das war eine verdammte Bestie. Früher mochte er wohl mal ein Dobermann oder eine ähnliche Rasse gewesen sein, doch jetzt? Dem Hund fehlte ein Ohr. Yoshi konnte den blanken Schädelknochen an der Stelle erkennen. Die Flanke des Tieres war zerrissen worden. Die Rippen waren deutlich sichtbar und auf widerliche Art und Weiße, schleifte der Hund einen Teil seiner Inneren über den Boden mit. Der Hund hob den Kopf und blickte Yoshi und G. direkt an. Anstatt der treuen Hundeaugen, blickten sie in zwei leere tote Objekte. Der Hund-Zombie fletschte die Zähne. Geifer rann von seiner Schnauze. „Ich werd nicht mehr!“ flüsterte G. und griff langsam unter seinen Mantel. Den Hund ließ er nicht aus den Augen. Yoshi schluckte und hob ebenfalls das Gewehr. Der Hund knurrte. Ein tiefer kehliger Laut. „Braver Wauwau!“ sagte Yoshi leise und machte ein paar Schritte rückwärts. „Schön Sitz machen, dann bekommst du auch ein Leckerli und...“ Urplötzlich setzte das Tier sich in Bewegung und sprang nach vorne. Yoshi war von den schnellen Reflexen des Hundes überrascht und taumelte zurück. Er merkte wie er über seine eigenen Füße stolperte. Er konnte das Gleichgewicht nicht mehr halten und fiel nach hinten. Noch im Fallen versuchte er den Hund zu treffen, doch seine Kugeln gingen ins leere. Yoshi sah wie der Hund erneut sprang. Er hob weit vom Boden ab und landete auf dem Kofferraum des Wagens. Knurrte hatte er nun Yoshi im Visier. „Alter mein Wagen!“ Hörte er G. rufen, doch er konnte jetzt nicht darauf reagieren. Es sah schlecht aus für ihn. Er versuchte die Waffe hoch zu reißen, den Hund ins Visier zu bekommen, doch er schaffte es nicht mehr. Erneut sprang der Hund und diesmal landete er auf Yoshis Brust. Der junge Mann hatte das Gefühl, die Luft würde ihm weg bleiben. Er hatte mehrere Kilo stinkende Mordlust auf der Brust. Der Versuch sein Gewehr zu heben, rettete ihn jedoch. Anstatt die Zähne in seinen Hals zu graben, biss der Hund in den Kolben des Gewehr. Yoshi keuchte. Er roch den fauligen Gestank des Tieres und würgte. Gleich würde der Hund wieder zubeißen. Er würde ihm die Kehle durchtrennen und...

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